Freiheitssender Ausseerland

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Kommentar

In den letzten Kriegstagen im Mai 1945 war Andreas Reischek am „ Freiheitssender Ausseerland “ beteiligt. Das Ausseerland war zu Kriegsende einerseits Rückzugsgebiet hochrangiger Nationalsozialisten, andererseits ein Operationsgebiet von Widerstandsgruppen. Von Wien hierher transferiertes technisches Gerät sowie die Sendeanlage vor Ort wurden Ende April von der Widerstandsbewegung übernommen. „Der Freiheitssender Ausseerland war der erste Rundfunksender, der das Ende des Zweiten Weltkriegs und somit die Befreiung Österreichs verkündete“ (Feldinger 1990, 23). Die US-Truppen stellten am 12. Mai den Sendebetrieb ein. Das technische Gerät wurde nach Salzburg gebracht und bildete den Grundstock des Senders „ Rot-Weiss-Rot “ ; Reischek baute in Linz ein weiteres Studio des Senders auf.

Textausschnitte

Amok und Harmonie, S. 553

[...] bekannt ist, nach Kriegsende den Freiheitssender Ausseerland begründet und lange vor Kriegsbeginn das erste Hörbild im Rundfunk, ein Hörbild vom Volksmusiktreffen auf der Blaa- Alm im Salzkammergut gestaltet und ist auch mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik ausgezeichnet worden, wie ich mit dem Reischekpreis ausgezeichnet worden bin [...]


Zitiervorschlag:
Freiheitssender Ausseerland. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w1.amok.1756, 2019-02.