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Adolf Zauner

URI: https://gams.uni-graz.at/o:hsa.persons#P.3054
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Zitiervorschlag: Bernhard Hurch (2020): Adolf Zauner. In Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.person.3054, abgerufen am 11. 02. 2026. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.2.3054.


Einleitung

Die Korrespondenz zwischen Adolf Zauner und Hugo Schuchardt wurde von Bernhard Hurch bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Bedeutung

Zauner wurde 1870 in Wien geboren, Schulzeit und Studium in Wien. Er promovierte 1893 bei Meyer-Lübke, frühe Beschäftigung mit den Sprachen Aquitaniens und des Béarn (zum Verbalsystem des Béarnischen verfaßte er seine Dissertation). 1902 wurde er, wiederum von Meyer-Lübke, in Wien mit der Schrift “Die romanischen Namen der Körperteile” habilitiert. 1893 - 1911 war Zauner an verschiedenen Schulen in der k.u.k. Monarchie von Wien bis Czernowitz tätig. In dieser Zeit verfaßte er eine Reihe von Handbüchern und Einführungswerken zur Romanistik, sowie zahlreiche Aufsätze. 1911 wurde Zauner an die Universität Graz als Nachfolger von Jules Cornu auf den Lehrstuhl für Romanische Philologie berufen, den davor Schuchardt innehatte.

Den Grazer Lehrstuhl bekleidete Zauner von 1911 bis zu seiner Emeritierung 1939. Er starb ein Jahr später 1940 in Graz.

Nach dem sog. Anschluß Österreichs an NS-Deutschland 1938 wurde Zauner von den neuen Machthabern für einige Monate als Rektor der Universität Graz eingesetzt. Er leitete die sogenannte Gleichschaltung ein, betrieb Entlassungen und Wiedereinstellungen illegaler Nationalsozialisten und stellte den Antrag an den Senat (abgelehnt), die Universität Graz in "Adolf Hitler Universität" umzubenennen. In den Jahren davor lehrte er gemeinsam mit dem seit 1933 illegalen NSDAP Mitglied Friedrich Schürr romanische Philologie am Institut für Romanistik.

Die vorhandenen Briefe sind von starker Loyalität Zauners gegenüber Schuchardt geprägt, diese geht so weit, daß er für den Altmeister auch Korrekturen von Veröffentlichungen liest. Die Schreiben Schuchardts an Zauner sind leider nicht erhalten. Der Kontakt zwischen den beiden dürfte intensiver gewesen sein, einschließlich persönlicher Besuche von Zauner in der Fux-Gasse bei Schuchardt. Zudem gab es zwischen den beiden ab 1912 auch telefonischen Kontakt.

Herkunft der Digitalisate

Die von Adolf Zauner an Hugo Schuchardt verschickten Briefe befinden sich in:

Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen