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Josef Seemüller

URI: https://gams.uni-graz.at/o:hsa.persons#P.2719
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Zitiervorschlag: Frank-Rutger Hausmann (2021): Josef Seemüller. In Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.person.2719, abgerufen am 12. 10. 2026. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.2.2719.


Einleitung

Die Korrespondenz zwischen Josef Seemüller und Hugo Schuchardt wurde von Frank-Rutger Hausmann bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Bedeutung

(1855-1920): Der Sohn von Joseph Seemüller (gest. 1856), Offizial in der niederösterr. Statthalterei, und Clementine geb . von Vogtberg, besuchte ab 1865 die Privatschule Meixner in Wien, dann (1866-1873) das dortige Schottengymnasium. Er studierte Deutsche Philologie, Klass. Altertumswissenschaft, Sanskrit, vergleichende Grammatik, Lautphysiologie und Philosophie in Wien und Straßburg. 1878 legte er die Lehramtsprüfung für Deutsch (Hauptfach) und Klass. Philologie (Nebenfach) an der Univ. Wien ab. Ein Jahr zuvor war er dort germanistisch von Richard Heinzel promoviert worden (Die Handschriften und Quellen von Willirams deutscher Paraphrase des Hohen Liedes, Straßburg 1877). Im Jahr 1879 erfolgte die Habilitation, wiederum von Heinzel betreut, mit einer Edition Willirams. Als Privatdozent unterrichtete Seemüller mehrere Jahre in Wien und wurde 1890 zum ao. Prof. für Deutsche Sprache und Literatur nach Innsbruck berufen; drei Jahre später wurde er Nachfolger seines Lehrers Heinzel und hatte diese Professur bis zur Emeritierung im Jahr 1917 inne; drei weitere Jahre vertrat er als Emeritus den Lehrstuhl von Carl v. Kraus in Wien. Seit 1913 war er Leiter der Wörterbuchkanzlei zur Herausgabe des Bayer.-österr. Wörterbuchs bei der Wiener Akademie. Seemüller stand mit mehreren angesehenen deutschsprachigen Germanisten in Kontakt; Kalliope weist u. a. Briefe Seemüllers an Georg Baesecke, Ernst Kuhn, Gustav Roethe und Edward Schroeder nach.

Themen der Korrespondenz zwischen Schuchardt und Seemüller sind einerseits Zuwahlen zur Wiener Akademie, andererseits Schuchardts Bitte, Seemüller möge für ihn baskische Texte aus dem Wiener Phonogrammarchiv transkribieren, eine für einen Nicht-Baskologen mühsame Arbeit, der sich Seemüller willig unterzog.

Bibliographie

IGL 3, 2003, 1700-1702 (Herbert Tatzreiter).

Herkunft der Digitalisate

Die von Josef Seemüller an Hugo Schuchardt verschickten Briefe befinden sich in:

Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen