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Anton Schönbach

URI: https://gams.uni-graz.at/o:hsa.persons#P.2664
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Zitiervorschlag: Hausmann, Frank-Rutger (2020): Anton Schönbach. In Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.person.2664, abgerufen am 25. 02. 2024. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.2.2664.


Einleitung

Die Korrespondenz zwischen Anton Emanuel Schönbach und Hugo Schuchardt wurde von Frank-Rutger Hausmann bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Bedeutung

In Rumburg / Rumburk (Böhmen) als Sohn eines Uhrmachers und späteren Telegrapheningenieurs geboren, litt Schönbach (1848-1911) infolge einer frühen Typhuserkrankung an einer schweren Gehbehinderung, die er durch „Lesesucht“ kompensierte. Nach der mit Auszeichnung erworbenen Matura am Piaristengymnasium in Wien, studierte er Geschichte, Deutsche und Klassische Philologie, dazu Anglistik und Romanistik in Wien und Berlin, wo er Wilhelm Scherer (1841-1886) und Karl Müllenhoff (1818-1884) zu seinen akademischen Lehrern zählte. Nach der Promotion in Wien (1871) wurde er bereits ein Jahr später dort kumulativ habilitiert und erlangte die Venia legendi für Deutsche Sprache und Literaturgeschichte. Er setzte seine Karriere in Graz fort, zunächst (1873-1876) als Extraordinarius, von 1876 bis zu seinem Tod (im Sommerurlaub in Schruns, Vorarlberg) als erster o. Professor für Deutsche Sprache und Literatur dieser Universität. Er gehörte übrigens der Kommission an, die Schuchardts Berufung nach Graz beschloss.

Gegenbriefe Schuchardts sind nicht erhalten. Da beide an der gleichen Universität lehrten und in der gleichen Stadt wohnten, war ihr postalischer Austausch nur punktuell. Wenn sich ihr Verhältnis zunächst spannungsreich gestaltete, da sie in Fakultätsangelegenheiten häufig unterschiedlicher Meinung waren, glätteten sich die Wogen im Lauf der Jahre. Sie gingen zum vertrauten Du über und arbeiteten auf wissenschaftlichem Gebiet zusammen. Schönbach (an)erkannte Schuchardts wissenschaftlichen Weitblick und Ideenreichtum und sparte nicht mit Lob und Hochachtung. Als Schuchardt 1900 vorzeitig in Pension ging, versuchte er, ihm dies auszureden und bescheinigte ihm, einer der bedeutendsten Grazer Professoren zu sein, auf den die Fakultät nicht verzichten könne.

Bibliographie

ÖBL 11,1999, 47-48 (Johannes Madey)

BBKL 16, 1999, Sp. 1429 (Johannes Madey); IGL 3, 2003, 1645-1647 (Elisabeth Lebensaft)

https://germanistik.uni-graz.at/de/forschen/abgeschlossene-projekte/der-teilnachlass-anton-e-schoenbach/

Herkunft der Digitalisate

Für die von Hugo Schuchardt an Anton Schönbach verschickten Briefe gilt:

Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen

Die von Anton Schönbach an Hugo Schuchardt verschickten Briefe befinden sich in:

Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen