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Reinhold Rost

URI: https://gams.uni-graz.at/o:hsa.persons#P.2561
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Zitiervorschlag: Bernhard Hurch und Sarah Melker (2023): Reinhold Rost. In Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.person.2561, abgerufen am 06. 03. 2026. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.2.2561.


Einleitung

Die Korrespondenz zwischen Reinhold Rost und Hugo Schuchardt wurde von Bernhard Hurch und Sarah Melker bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Bedeutung

Stammt aus einer thüringischen protestantischen Pastorenfamilie, studiert in Jena zuerst Theologie, dann orientalische Sprachen, promoviert 1847 und geht auf Arbeitssuche nach England. Dort arbeitet er zuerst als Deutschlehrer, dann als Lehrer für orientalische Sprachen in der Missionarsausbildung. Berufungen nach Russland und Indien lehnt er ab und wechselt schließlich als Bibliothekar an die Royal Asiatic Society bzw. später am India Office. Rost war auch privat ein großer Sammler von gedrucktem und ungedrucktem Material zu verschiedenen Gegenden und Ethnographien seines Interesses (v.a. zu verschiedenen austronesischen Sprachen, aber auch afrikanischen wie Bantu u.a.).

Auf ihn geht die Ordnung der großen englischen einschlägigen Sammlungen zurück. Er war Mitarbeiter bzw. Redakteur vieler Publikationsvorhaben wie der Encyclopædia Britannica, Trübner’s Record, The Athenaeum, The Academy usw. Bemerkenswert sind auch die zahlreichen internationalen wissenschaftlichen Kontakte.

Der Kontakt zwischen Schuchardt und Rost scheint von ersterem initiiert worden zu sein. Er ist in vieler Hinsicht offenbar insofern einseitig, als es Rost war, der mit intellektueller aber auch sachbezogener (Bücher, Manuskripte) Großzügigkeit Schuchardt sehr wesentlich in seinen Forschungen zu Indonesien, Malay und verwandten Feldern unterstützt und dessen Fragen sehr genau beantwortet. Rosts Beitrag zur Schuchardts Kreolischen Studien IX ist daher nicht zu unterschätzen. Bemerkenswert sind die Buch- und wertvollen Manuskriptgeschenke Rosts an Schuchardt, die u.a. im folgenden Briefwechsel Gegenstand sind. Der Kontakt zwischen den beiden geht sichtlich über reinen Kollegenkontakt hinaus und nimmt sehr freundschaftliche Form an. Rost und Schuchardt haben sich ein einziges Mal und zwar 1886 in Wien gesehen. Der Briefwechsel endet mit Rosts Tod - und noch sein letzter Brief ist ein berührendes Beispiel menschlichen Kollegenkontakts.

Von Schuchardt sind nur zwei Schreiben vorhanden, erfreulicherweise beide von einiger Bedeutung bzw. Spezifik.

Herkunft der Digitalisate

Für die von Hugo Schuchardt an Reinhold Rost verschickten Briefe gilt:

Die Publikation der vorliegenden Materialien im „Hugo Schuchardt Archiv“ erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Universitätsbibliothek Uppsala.

Die von Reinhold Rost an Hugo Schuchardt verschickten Briefe befinden sich in:

Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen