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Friedrich Müller

URI: https://gams.uni-graz.at/o:hsa.persons#P.2252
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Zitiervorschlag: Frank-Rutger Hausmann (2017): Friedrich Müller. In Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.person.2252, abgerufen am 13. 12. 2025. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.2.2252.


Einleitung

Die Korrespondenz zwischen Friedrich Müller und Hugo Schuchardt wurde von Frank-Rutger Hausmann bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Bedeutung

Müller stammte aus Rabenstein in Böhmen und studierte ab 1853 in Wien Klassische Philologie, Sanskrit und Vergleichende Sprachwissenschaft. 1859 wurde er von der Universität Tübingen promoviert, 1860 in Wien habilitiert, 1866 dort Professor für Sanskrit und Vergleichende Sprachwissenschaft. Von 1876-88 verfasste er sein Monumentalwerk, eine Darstellung sämtlicher damals bekannten Sprachen in sechs Abteilungen (Grundriss der Sprachwissenschaft, Wien: Hölder). Er gilt als der Begründer der linguistischen Ethnographie.

Müller und Schuchardt haben sechzehn Jahre lang miteinander korrespondiert. Wenn Müllers Korrespondenz nicht sehr dicht ist, könnte das daran liegen, dass er und Schuchardt, von dem keine Briefe an ihn erhalten sind, sich gelegentlich in der Wiener Akademie der Wissenschaften begegneten. Müller war auch Herausgeber der "Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes", einem Organ, in dem Schuchardt einschlägig publizierte. Beide, die viele Sprachen untersucht hatten, tauschten sich fachlich „auf Augenhöhe“ aus. Mehrere Briefe Müllers drehen sich um Schuchardts Grazer indogermanistischen Kollegen Gustav Meyer bzw. um das Georgische und den Erwerb georgischer Handschriften. Müllers Schrift ist stellenweise kaum zu entziffern, was vielleicht mit seiner Erblindung auf einem Auge zu tun hatte.

Informationen

1881 1 Brief

1882 1 Brief

1885 1 Brief, 1 PK

1887 1 Brief

1888 1 Brief

1895 3 Briefe

1896 2 Briefe, 2 PK

1897 2 Briefe

Bibliographie

Constantin von Wurzbach, „Müller, Friedrich (Sprachforscher)“,Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich 19, Wien 1868, 348-351;

ADB 62, 1906, 500-503 (Maximilian Bittner);

ÖBL 6, 1975, 414-415 (M. Mayrhofer);

NDB 18, 1997, 378f. (Rüdiger Schmitt);

Wolfdieter Bihl, Orientalistik an der Universität Wien. Forschungen zwischen Maghreb und Ost- und Südasien. Die Professoren und Dozenten, Wien 2009, 25-30, 261.

Herkunft der Digitalisate

Die von Friedrich Müller an Hugo Schuchardt verschickten Briefe befinden sich in:

Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen