Carl Friedrich Lehmann-Haupt
URI: https://gams.uni-graz.at/o:hsa.persons#P.2015
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Zitiervorschlag: Bernhard Hurch und Angelika Kellner (2023): Carl Friedrich Lehmann-Haupt. In Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.person.2015, abgerufen am 11. 09. 2026. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.2.2015.
Einleitung
Die Korrespondenz zwischen Carl Friedrich Lehmann-Haupt und Hugo Schuchardt wurde von Bernhard Hurch und Angelika Kellner bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.
Bedeutung
Carl Friedrich Lehmann wurde am 11. März 1861 in Hamburg geboren und kam bereits in seiner Kindheit mit altgriechischen Texten der Antike und somit seinem späteren Fachgebiet in Berührung. Zunächst studierte Lehmann von 1880 bis 1883 Rechtswissenschaften und promovierte in Göttingen über den Werkvertrag im Römischen Reich. Bereits während seiner rechtswissenschaftlichen Studien verfolgte Lehmann altorientalische und althistorische Interessen. 1886 schloss Lehmann dann seine assyriologischen und althistorischen Studien in Berlin ab und habilitierte sich an derselben Universität 1893 im Fach der Alten Geschichte mit einer Arbeit über Herodot. 1898/99 unternahm Lehmann eine Forschungsreise nach Armenien, um neue urartäische Inschriften und somit die urartäische Sprache zu erschließen.
Durch seine Armenienreise und seine spätere Professur in Istanbul (1915 bis 1918) bekam er das Schicksal der Armenier aus nächster Nähe mit. 1901 konnte Lehmann seinen Plan zur Gründung einer Zeitschrift für die Alte Geschichte erfolgreich realisieren, die unter dem Namen „Klio. Beiträge zur Alten Geschichte“ bis heute ein wichtiges Publikationsorgan der Fachdisziplin darstellt.
Gegen Ende des Jahres 1905 entschloss sich Lehmann für den damals sicherlich ungewöhnlichen Schritt, aus der 1901 geschlossenen Ehe mit Therese Haupt den Doppelnamen Lehmann-Haupt zu führen.
Lehmann-Haupt kann eine beachtliche internationale Karriere vorweisen, so wirkte er an seiner eigenen Alma Mater in Berlin und an den Universitäten in Liverpool, Oxford, Greifswald, Konstantinopel sowie ab 1918 in Innsbruck. Lehmann-Haupts sehr umfangreiche Publikationstätigkeit umfasste viele unterschiedliche Themengebiete, neben den Urartäern als einem Hauptarbeitsgebiet beschäftigte er sich oftmalig auch mit der Metrologie.
Lehmann-Haupt sah sich selbst als Protestant und bereits seine Großeltern waren zum Protestantismus konvertiert, doch wurde er von deutschnational orientierten Zeitgenossen als Jude wahrgenommen. Dieser Umstand dürfte wohl auch das Ausbleiben postumer Ehrungen seitens der Innsbrucker Kollegen und Freunde nach dem Anschluss im März 1938 erklären.
Die Printedition dieses Briefwechsels erscheint als: Bernhard Hurch & Angelika Kellner: “Der Kaukasus als Berührungspunkt der Sprachwissenschaft mit der Assyriologie. Der Briefwechsel zwischen Hugo Schuchardt und Carl Friedrich Lehmann-Haupt”, in: Towards a history of Assyriology, Investigatio Orientis. Zaphon Verlag, hg. von Sebastian Fink.
Herkunft der Digitalisate
Für die von Hugo Schuchardt an Carl Friedrich Lehmann-Haupt verschickten Briefe gilt:
Die Publikation der vorliegenden Materialien im „Hugo Schuchardt Archiv“ erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Archäologischen Instituts Berlin - Archiv der Zentrale.
Die von Carl Friedrich Lehmann-Haupt an Hugo Schuchardt verschickten Briefe befinden sich in:
