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Fritz Karpf

URI: https://gams.uni-graz.at/o:hsa.persons#P.1883
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Zitiervorschlag: Frank-Rutger Hausmann (2016): Fritz Karpf. In Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.person.1883, abgerufen am 14. 06. 2026. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.2.1883.


Einleitung

Die Korrespondenz zwischen Fritz Karpf und Hugo Schuchardt wurde von Frank-Rutger Hausmann bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Bedeutung

Karpf wurde in Marburg a.d. Drau (heute Maribor, Slowenien) geboren und besuchte Gymnasien in Marburg und Cilli (heute Celje). Nach der Matura 1905 und dem Militärdienst als Einjährigfreiwillliger 1905-06 studierte er in Graz Anglistik (bei Karl Luick und Aloys Pogatscher) und Germanistik. Im Jahr 1911 erfolgten Lehramtsprüfung und Promotion. Das Thema der Dissertation lautete Kontaktassimiliation von Konsonanten im Mittelenglischen. Nach dem Probejahr in Graz wurde Karpf 1912 wirklicher Lehrer an der Staatsrealschule in Bruck a.d. Mur. Von 1914-18 leistete er Kriegsdienst und kehrte danach wieder an seine Stammschule zurück. 1925 wurde er Professor an der II. Bundesrealschule in Graz, 1926 figurierte er auf einer Berufungsliste für Prag. Die seit 1919 in Arbeit befindliche Habilitationsschrift Studien zur Syntax in den Werken Geoffrey Chaucers (2 Teile, 1929 u. 30) wurde 1930 von Albert Eichler in Graz angenommen. Am 20.3.1930 wurde Karpf Grazer Privatdozent, starb aber bereits 1932 an einem im Weltkrieg erworbenen Leiden.

Karpf ist der Vf. von zahlreichen Rezensionen in verschiedenen neuphilologischen Zeitschriften (Anfang der dreißiger Jahre lagen 66 wissenschaftliche Arbeiten vor). Die Identifikation einzelner Besprechungen wird dadurch erschwert, dass sein Name häufig nur in der abgekürzten Form F. K. erscheint. Gemeinsam mit Theodor Reitterer (1869-1960) gab er englische Lehrwerke heraus. Als Grazer Student kannte er Schuchardt natürlich, trat aber erst spät mit ihm in brieflichen Kontakt. Gegenbriefe Schuchardts an ihn wurden nicht gefunden.

Informationen

1922 2 Briefe, 2 Postkarten

1923 1 Brief

1924 1 Postkarte

Bibliographie

ÖBL 3, 1965, 248; Th. Zeiger, Die neueren Sprachen 40, 1932, 310f.;

Gunta Haenicke-Thomas Finkenstaedt, Anglistenlexikon 1825-1990, Augsburg 1992, 158;

Alwin Fill / Aloys Kernbauer (Hrsg.), 100 Jahre Anglistik an der Universität Graz, Graz 1993 (Publikationen aus dem Archiv der Univ. Graz, 27), 116-119, 195, 216;

Richard Utz, Chaucer and the Discourse of German Philology. A History of Reception and an Annotated Bibliographie of Studies 1793-1948, Turnhout 2002, 372-373;

Franz K. Stanzel, Welt als Text: Grundbegriffe der Interpretation, Würzburg 2011, 160f.

Herkunft der Digitalisate

Die von Fritz Karpf an Hugo Schuchardt verschickten Briefe befinden sich in:

Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen