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Johann Huemer

URI: https://gams.uni-graz.at/o:hsa.persons#P.1809
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Zitiervorschlag: Frank-Rutger Hausmann (2021): Johann Huemer. In Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.person.1809, abgerufen am 15. 01. 2026. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.2.1809.


Einleitung

Die Korrespondenz zwischen Johann Huemer und Hugo Schuchardt wurde von Frank-Rutger Hausmann bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Bedeutung

Huemer (1849-1915) wurde in Raab i. Innkreis (O. Ö.) geboren und legte am Gymnasium in Linz 1869 die Reifeprüfung ab. Er studierte in Wien Klass. Philologie und Germanistik und legte 1874 die Lehramtsprüfung für Latein und Griechisch ab, die er 1876 um Deutsch erweiterte. Er unterrichtete dann in Brünn und an verschiedenen Wiener Schulen. Von 1888-91 leitete er als Direktor das Gymnasiums Wien II, von 1891-97 amtierte er als Landesschulinspektor in Niederösterreich. Ab 1886 war er zusätzlich am Mittelschul-Departement des k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht in Wien tätig. Von 1896-1915 fungierte er als Mitherausgeber der Zeitschrift für die österreichischen Gymnasien. Er publizierte regelmäßig über römische Dichter und Schriftsteller und veröffentlichte als einer der ersten österreichischen Altphilologen Editionen mittellateinischer Texte. Allerdings beschuldigte ihn Adolf Ebert (1820-1890) in einem Brief an Friedrich Zarncke (1825-1891) vom 8. September 1879, er habe in seinen Untersuchungen über die ältesten, lateinischen christlichen Rhythmen (Jahresbericht des K. K. Staatsgymnasiums im 9. Bezirke in Wien; 1878/9) ungeniert von ihm abgeschrieben und ihn nur beiläufig erwähnt (https://kalliope-verbund.info/search.html?q=huemer). Huemer verstarb in Reichenau an der Rax (Niederösterreich).

Vermutlich sind nicht alle Briefe Huemers an Schuchardt erhalten, denn am 15.2.1877 schreibt dieser bereits an Mussafia (HSA 21-SM 12): „Haben Sie etwa Prof. Huemer veranlaßt, mir seine Abhandlung über den jambischen Dimeter zu schicken? Ich werde derselben einige Worte widmen“. Und am 21.5.1893 (HSA 64-07682) richtet Mussafia in Bezug auf die 42. Versammlung deutscher Schulmänner und Philologen in Wien 1893 folgenden Appell an ihn: „Willst du nicht früher da sein, so erscheine wenigstens am letzten Tage, Samstag. Es wird nämlich bei der letzten Sitzung – eben Samstag – in der vereinigten Classisch-philologischen u. romanistischen Section Dr. Huemer einen Vortrag über Vulgärlatein halten und die Anregung zu einem neuen Unternehmen geben. Das ist Fleisch von deinem Fleische und da darfst du nicht fehlen und deinen bewährten Rath nicht vorenthalten“.

Gegenbriefe Schuchardts wurden nicht gefunden.

Bibliographie

Alfred Kappelmacher, „Hofrat Dr. Johann Huemer. Worte der Erinnerung“, Jahresbericht des k. k. Maximilian-Gymnasiums in Wien 1915/16, S. 3-7

ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 5 (mit weiterführenden Literaturangaben)

Herkunft der Digitalisate

Die von Johann Huemer an Hugo Schuchardt verschickten Briefe befinden sich in:

Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen