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Placido Cerri

URI: https://gams.uni-graz.at/o:hsa.persons#P.1287
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Zitiervorschlag: Hausmann, Frank-Rutger (2020): Placido Cerri. In Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.person.1287, abgerufen am 27. 01. 2023.


Einleitung

Die Korrespondenz zwischen Placido Cerri und Hugo Schuchardt wurde von Frank-Rutger Hausmann bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Bedeutung

Der aus Diogliani (Piemont) stammende Cerri (1843-1874) studierte in Turin Sanskrit und legte dort die Laurea in der Facoltà di Lettere e Filosofia ab. Er unterrichtete eine Zeitlang als Gymnasiallehrer in Cagliari, begab sich aber dann (1870) auf eigene Kosten nach Leipzig, um bei dem Sprachwissenschaftler Heymann Steinthal (1823-1899) seine Kenntnisse zu vertiefen. In dieser Zeit lernte er Hugo Schuchardt persönlich kennen, der ihn im Herbst 1873 in seinem Heimatort Dogliani (Provinz Cuneo, Piemont) besuchte.

Cerri war 1871 erneut einige Monate Gymnasiallehrer, diesmal in Bivona (Provinz Agrigent), musste aber diese Stelle schon bald wegen gesundheitlicher Probleme (vermutlich Tuberkulose) aufgeben. Er schrieb über seine Unterrichtstätigkeit einen Bericht, den sein Förderer Alessandro D’Ancona (1835-1914) unter dem Titel Tribolazioni di un insegnante di Ginnasio veröffentlichte. D’Ancona bezeichnete Cerri im Nachhinein als giovane eletto, verace martire della scienza e del dovere.

Bibliographie

Cerri, Tribolazioni di un insegnante di Ginnasio con una lettera di Alessandro D’Ancona, Palermo: 1988 (Biblioteca siciliana di storia e letteratura; Quaderni, 34)

Franceso Marin, „Lehrer oder Forscher? Die Debatte um die Ausbildung der Gymnasiallehrer in Italien 1859-1915 im Spiegel des ,deutschen Modells‘“, in: Esther Möller u. Johannes Wischmeyer, Transnationale Bildungsräume. Wissenstransfers im Schnittfeld von Kultur, Politik und Religion, Göttingen: V & R, 2013 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Abt. für Abendländische Religionsgeschichte, Abt. für Universalgeschichte, Beiheft 96), 157-170, hier S. 157ff. (mit Benutzung von Cerris Personalakte im Archivio dello Stato, Roma, Ministero della Pubblica Istruzione 1860-1880, b. 565).

Herkunft der Digitalisate

Für die von Hugo Schuchardt an Placido Cerri verschickten Briefe gilt:

Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen

Die von Placido Cerri an Hugo Schuchardt verschickten Briefe befinden sich in:

Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen