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Friedrich August Otto Benndorf

URI: https://gams.uni-graz.at/o:hsa.persons#P.1127
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Zitiervorschlag: Szemethy, Hubert (2022): Friedrich August Otto Benndorf. In Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.person.1127, abgerufen am 27. 01. 2023.


Einleitung

Die Korrespondenz zwischen Otto Benndorf und Hugo Schuchardt wurde von Hubert D. Szemethy bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Bedeutung

Otto Benndorf (1838-1907) begann nach dem Besuch der höheren Bürgerschule in Greiz (Thüringen) und des Gymnasiums in Plauen im Wintersemester 1857/58 in Erlangen ein Studium der Theologie, wandte sich aber schon im folgenden Sommersemester verstärkt klassischen Studien zu. 1859 wechselte er nach Bonn, wo er 1862 mit einer Arbeit „Über die sich auf die bildende Kunst beziehenden Epigramme der griechischen Anthologie“ (De Anthologiae Graecae epigrammatis quae ad artes spectant) promovierte.

Danach wirkte er zwei Jahre als Lehrer an angesehenen Gymnasien in Berlin und Schulpforta und erhielt im Herbst 1864 das begehrte Reisestipendium des Archäologischen Instituts nach Italien zugesprochen. 1868 habilitierte er für die Fächer Philologie und Archäologie in Göttingen, wo er einige Zeit als Privatdozent tätig war, ehe er 1869 einer Berufung als Extraordinarius für Archäologie und klassische Philologie nach Zürich folgte. Aus Protest gegen antideutsche Ausschreitungen in der Schweiz im Zuge der deutsch-französischen Auseinandersetzungen legte er diese Professur 1871 nieder. Nach einer Honorarprofessur in München wurde Benndorf 1872 als Ordinarius für Klassische Archäologie nach Prag berufen und wechselte 1877 an die Universität Wien, wo er sich durch seine Forschungen in Kleinasien, seinen Einsatz für Carnuntum bzw. die ‚Austria Romana‘ und den Balkanraum sowie um die Ausgrabungen in Ephesos große Verdienste erwarb. 1898 zog er sich von seinem Lehramt an der Universität Wien zurück und übernahm die Leitung des neu gegründeten Österreichischen Archäologischen Instituts, die er bis zu seinem Lebensende innehatte.

Gegenbriefe

Es sind zwei Schreiben Benndorfs an Schuchardt erhalten. Gegenstücke Schuchardts befinden sich im Nachlass Otto Benndorfs in der Sammlung von Handschriften und alten Drucken der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien.

Bibliographie

ÖBL 1815-1950, Bd. 1, Wien 1957, 70

Hedwig Kenner, Otto Benndorf (1838–1907), in: Reinhard Lullies – Wolfgang Schiering (Hrsg.), Archäologenbildnisse. Porträts und Kurzbiographien von Klassischen Archäologen deutscher Sprache. Mainz: von Zabern, 1988, 67–68

Hubert Szemethy, „Benndorf, Otto. Dt. Klass. Archäologe. Geb. am 13.9.1838 in Greiz (Vogtland), gest. am 2.1.1907 in Wien“, Der Neue Pauly: Suppl. 6, 2012, 73–74

Hubert D. Szemethy, Von Greiz nach Wien. Das außergewöhnliche Leben von Otto Benndorf, Nachfolger Alexander Conzes und Gründer des Österreichischen Archäologischen Instituts, in: Günther Schörner – Julia Kopf (Hrsg.), 1869–2019. 150 Jahre Klassische Archäologie an der Universität Wien. Wien: Phoibos Verlag, 2021, 163–186.

Herkunft der Digitalisate

Für die von Hugo Schuchardt an Friedrich August Otto Benndorf verschickten Briefe gilt:

Die Verwendung der vorliegenden Materialien im „Hugo Schuchardt Archiv” wurde von der Österreichischen Nationalbibliothek nicht gestattet.

Die von Friedrich August Otto Benndorf an Hugo Schuchardt verschickten Briefe befinden sich in:

Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen