Wilhelm Meyer-Lübke an Hugo Schuchardt (63-07285)

von Wilhelm Meyer-Lübke

an Hugo Schuchardt

Bonn

16. 03. 1919

language Deutsch

Zitiervorschlag: Wilhelm Meyer-Lübke an Hugo Schuchardt (63-07285). Bonn, 16. 03. 1919. Hrsg. von Magdalena Rattey (2022). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.9359, abgerufen am 02. 03. 2024. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.1.9359.


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Sehr geehrter herr kollege!

Da ich Mart[i]nicus weder im index des CIL21 noch des IHCh.2 noch der MLI.3 , noch in der arbeit von Carnoy Le Muséon 5, 3584 noch in Ihrer iberischen deklination5 sondern erst in Ihrer anzeige6 meiner namenstudien 27 finde, für deren ibeirischen [sic] teil ich Ihnen verbindlich danke, wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir sagen würden, wo dieser Martinicus zu finden ist.8

Hochachtungsvoll

Ihr ergebenster

Meyer-Lübke


1 Corpus inscriptionum latinarum. Der zweite Band sind die Inscriptiones Hispaniae Latinae. Die erste Ausgabe erschien 1869/1892 (Hg. Emil Hübner).

2 Inscriptiones Hispaniae christianae. (Hg. Emil Hübner).

3 Monumenta linguae Ibericae. Berlin, 1893. (Hg. Emil Hübner).

4 Vgl. Meyer-Lübke (1917: 9) : Dort bezieht er sich ebenso auf S. 358 in Albert J. Carnoys Le latin d'Espagne d'après les inscriptons: étude linguistique (Brüssel, 1906). Allerdings findet sich auf S. 234 in Carnoys Studie, was ML (1917: 9) daraus entnimmt.

5 Schuchardt (1907). Vgl. 38-07261.

6 Schuchardt, Hugo. 1918. [Rez. von:] W. Meyer-Lübke, Romanische Namenstudien. II. Heft. Weitere Beiträge zur Kenntnis der altportugiesischen Namen. Ltbl. f. germ. u. rom. Philol. 39: 194–199. [Archiv-/Breviernummer: 707]. (= Schuchardt 1918b).

7 Meyer-Lübke, Wilhelm. 1917. Romanische Namenstudien II. Weitere Beiträge zur Kenntnis der altportugiesischen Namen. Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien 184, 4. Abh.

8 Vgl. Schuchardt (1918b: Sp. 199), hier heißt es: „Es stand fest, dass Martinici, Lupici (Martinez, Lopez) auf einer Vermischung von Martini, Lupi mit gleichbed. Martinicus, Lupicus beruhen.“ „ Lupicus ‚Sohn des Lupus’“ gibt Schuchardt in seiner Iberische[n] Deklination (1907: 54) an, jedoch Martinicus findet sich nicht darin. Vgl. MLs, aus seiner Sicht sicherlich notwendige Reaktion ( 1920a ).

Faksimiles: Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen, Creative commons CC BY-NC https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ (Sig. 07285)