Wilhelm Meyer-Lübke an Hugo Schuchardt (32-07255)

von Wilhelm Meyer-Lübke

an Hugo Schuchardt

Wien

01. 12. 1905

language Deutsch

Schlagwörter: Zeitschrift für romanische Philologie Schuchardt, Hugo (1905) Schuchardt, Hugo (1905)

Zitiervorschlag: Wilhelm Meyer-Lübke an Hugo Schuchardt (32-07255). Wien, 01. 12. 1905. Hrsg. von Magdalena Rattey (2022). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.9323, abgerufen am 02. 03. 2024. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.1.9323.


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Hochgeehrter Herr Hofrat!

Erst jetzt habe ich Zeit gefunden zur Bibl. zu gehen. Der Nachruf1 ist verblüffend: ich sehe, wie gut wir d tun, solche Sachen nicht zu drucken. Betreff[s] snuadh teilte mir Th.2 vor einiger Zeit mit, dass das Wort sich nur bei O’Reilly findet und dass weder er noch K. Meyer3 es aus der Lektüre kennen, daher er vorläufig nicht wage, damit zu operiren. Ich hatte ihn mündlich gebeten, eine Notiz über snuadh-nauda an Gr.4 zu schicken.

Beste Grüsse

Ihr ergebenster

Meyer-Lübke


1 Es ist anzunehmen, dass ML hier Dimands Nachruf auf Mussafia meint. Im Juni 1905, als er Schuchardt antwortete (vgl. 30-07253 in der vorl. Korr.), hatte er diesen noch nicht gelesen. Schuchardt dürfte sich über den Nachruf (besonders über die Nichterwähnung seiner Festschrift (1905a)) brieflich beschwert haben. Dem Nachruf lag offenbar ein Aufsatz zugrunde, der jedoch nicht erschien, sondern aufgrund Mussafias unerwarteten Todes direkt in den Nachruf überging (vgl. ebd.).

2 Thurneysen. Vgl. die vorhergehende Karte 31-07254.

3 Kuno Meyer (1858-1919), Keltologe, Nachfolger Heinrich Zimmers in Berlin. Zum Zeitpunkt dieser Karte lehrte er als Germanist am University College Liverpool. Unter den Lfd. Nrn. 01-07187-14-07200 sind die Briefe Meyers an Schuchardt veröffentlicht in Maier (2016) .

4 Gröber. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Notiz für die ZrP, da Gröber deren Herausgeber war und Schuchardts Artikel (1905b) darin erschien (vgl. die vorhergehende Karte 31-07254). Eine solche wurde allerdings nicht gefunden.)

Faksimiles: Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen, Creative commons CC BY-NC https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ (Sig. 07255)