Anna von Zwiedineck an Hugo Schuchardt (96-13153)

von Anna von Zwiedineck

an Hugo Schuchardt

Graz

01. 01. 1900

language Deutsch

Zitiervorschlag: Anna von Zwiedineck an Hugo Schuchardt (96-13153). Graz, 01. 01. 1900. Hrsg. von Frank-Rutger Hausmann (2021). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.9082, abgerufen am 25. 02. 2024. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.1.9082.


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Goethestrasse 19.
Frau von Zwiedineck
[1.1.1900]

Bitte – nicht leise sein! –! Ich bin so reuig über meine Unbändigkeit dieser eingebildeten Kränkung so nachgegeben zu haben, daß ich es nicht sagen kann! – Erst wollte ich einen Scherz daraus machen – aber mein Groll überwog dazu kam daß ich die Empfindung hatte die 13. Person in diesem Milieu |2| zu sein – was ich bei Fleischhackers schon seit längerem empfinde – kurz le reste ist gütiges Schweigen. Aber Eines unser kleiner Spanier ist krank – mein Diener1 kann mir keinen Aufschluß geben da er ihn nicht versteht – soll man sich seiner nicht ein bischen annehmen –? Ich wußte niemand den er kennt!

– Und keine Feindschaft zur Wende des Jahrhunderts – au revoir am 1. Tage des neuen!

Herzlichst /


1 Gem. „Doktor“?

Faksimiles: Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen, Creative commons CC BY-NC https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ (Sig. 13153)