Anna von Zwiedineck an Hugo Schuchardt (72-13129)
an Hugo Schuchardt
10. 06. 1919
Deutsch
Zitiervorschlag: Anna von Zwiedineck an Hugo Schuchardt (72-13129). Graz, 10. 06. 1919. Hrsg. von Frank-Rutger Hausmann (2021). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.9058, abgerufen am 22. 04. 2026. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.1.9058.
GRAZ 10.VI.19 Herrn Hofrat
Dr Hugo Schuchardt
Graz
Johann Fuxgasse 30 |2| 10/61
Verehrtester Freund
Robert hat aber gar nichts gegen Sie – aber alles für. Er ist nur jetzt sehr gedrückt Teils durch den Tod seiner Mutter u. durch unsern großen unsäglichen Jammer.
Ich schreibe Ihnen zu Bett
|3| bin seit 14 Tagen fast wenig heraus davon, da ein kleines tägliches Fieber endlich aufhören soll.
Gleichzeitig sollte ich aber kohlensaure Bäder in irgend einem Sanatorium nehmen, oder nach Radegund fahren – (Wagen dahin soll 400-500 Kronen kosten).
Das kann ich nicht leisten u. Rosa [ist] |4| nur auf 2 Tage hier mich besuchen u. pflegen –-- sie konnte nirgends hingehn sendet liebe Grüße.
Ich möchte Sie so gerne bald wieder sehen – aber nun wird das sein können? – Bleiben Sie uns gesund u. machen Sie uns keine Sorgen – ich könnte Ihnen jetzt gar nicht helfen! Ich hoffe doch auf Wiedersehen!
1 Der Brief ist von der Absenderin im Bett mit Bleistift geschrieben, die Blätter in falscher Reihenfolge angeordnet. – Hier werden die Blätter neu angeordnet, so daß sie Sinn ergeben.
