Anna von Zwiedineck an Hugo Schuchardt (66-13123)
an Hugo Schuchardt
Unbekannt
29. 03. 1918
Deutsch
Schlagwörter: Zwiedineck, Rosa Zwiedineck, Otto von
Zitiervorschlag: Anna von Zwiedineck an Hugo Schuchardt (66-13123). Unbekannt, 29. 03. 1918. Hrsg. von Frank-Rutger Hausmann (2021). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.9052, abgerufen am 14. 08. 2026. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.1.9052.
[29.3.1918]
Verehrtester Freund
– herzliche Ostergrüße von Rosau. mir. – Ich bin so ohne Abschied davon gefahren – da ich ohnehin nicht lange auszubleiben gedachte. Nun ist es aber Möglichkeit gworden, daß ich nach Dachau fahre – in Angelegenheiten meines Sohnes – dessen Großmut sehr misbraucht wird. Otto war vor Kurzem in Karlsruhe u. freute ich sehr – wie warm u. aufrichtig Engeler’s seine Partei |2| ergriffen in seinem Scheidungsprozeß, der meinen armen Buben furchtbar deprimirt!1
Die herrlichen Erfolge im Westen reißen uns aber über alles persönliche hinweg – man lebt von Tag zu Tag in atemloser Spannung wie es weiter glücken werde. – Es ist als wäre die große Zeit jetzt erst angebrochen – Mit 1000 herzlichen Grüßen gedenken Ihrer Rosa u.
A. Zwiedineck
29/3 18
1 Otto von Zwiedineck war nacheinander mit den Schwestern Emma und Hermine Cloeter befreundet. Vgl. Ideale und Wirklichkeiten. Aspekte der Geschlechtergeschichte. Briefwechsel zwischen Hermine Cloeter, Emma Cloeter und Otto von Zwiedineck-Südenhorst 1893-1957. Herausgegeben von Margret Friedrich, Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1995.
