Jakob Jud an Hugo Schuchardt (113-05227)

von Jakob Jud

an Hugo Schuchardt

Zürich

04. 11. 1924

language Deutsch

Zitiervorschlag: Jakob Jud an Hugo Schuchardt (113-05227). Zürich, 04. 11. 1924. Hrsg. von Frank-Rutger Hausmann (2019). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.8593, abgerufen am 09. 12. 2023. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.1.8593.


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4.XI 24

Verehrter Meister!1

Natürlich folge ich Ihrem ausdrücklichen Wunsch, denn mir war bis heute der Gedanke stets peinlich, dass der grösste und treueste Mitarbeiter der Zeit. in den Gang der Wissenschaft nicht sofort Einblick erhalten sollte! – Hoffentlich geht es Ihnen gesundheitlich wieder besser: schütteln Sie die Aufforderungen, die an Sie gestellt werden, ab, denn Sie haben das Recht, Ihr otium |2| in voller Freiheit zu disponieren. Herzlichen Dank für die Zuschrift an Giera,2 die ihn gewiss sehr freuen wird: die Liebe zu der Fischersprache steckt bei Ihnen ebenso tief wie jene zum Baskischen!

Stets in herzlicher Zuneigung
Jud

Auch meine Frau lässt Sie herzl. grüssen


1 Heinimann, 1972, 37 Anm. 103 scheint übertrieben: „1924/25 werden die Briefe spärlicher und auch weniger leidenschaftlich. Von 1925 ist ein einziger erhalten, von 1924 deren zwei und eine Postkarte. Dominierendes Thema ist jetzt der Italienische Sprachatlas, der sich weiter nach Süden ausdehnt als ursprünglich geplant, und die Frage einer Zusammenarbeit mit italienischen Dialektologen“.

2 "Hugo Schuchardt an A. Griera", Butlletí de dialectologia catalana 11, 1923, 109-118.

Faksimiles: Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen, Creative commons CC BY-NC https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ (Sig. 05227)