Jakob Jud an Hugo Schuchardt (08-05156)

von Jakob Jud

an Hugo Schuchardt

Unbekannt

02. 02. 1912

language Deutsch

Zitiervorschlag: Jakob Jud an Hugo Schuchardt (08-05156). Unbekannt, 02. 02. 1912. Hrsg. von Frank-Rutger Hausmann (2019). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.8488, abgerufen am 11. 02. 2026. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.1.8488.


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Geehrter Herr Professor!

Zu Ihrem heutigen Geburtstage1 empfangen Sie, geehrter Herr Professor, meine aufrichtigen Wünsche, an die sich die feste Hoffnung schliesst, es möchten Ihnen noch manche Jahre frohen Schaffens und trefflicher Gesundheit beschieden sein.

Wir alle, die eine kleine Ecke des ager romanus umzupflügen wünschen, stecken in tiefer Schuld bei Ihnen: Sie |2| haben unser wissenschaftliches Denken von den ersten tastenden Versuchen auf dem Gebiet der Romanistik entscheidend beeinflusst und mit weitem Blick der Forschung neue aussichtsreiche Bahnen gewiesen; heute möchte ich Ihnen meinen tiefgefühlten Dank für die stetige tiefgreifende Förderung aussprechen, die aus Ihren Arbeiten für alle die ausging, welche neuen Zielen zuzustreben sich bemühen möchten.

Ihnen ein von echter Liebe und reichlicher ungegrübter Freude umsonntes, schaffensfreudiges neues Dezennium wünschend,

verbleibe ich
Ihr dankbarer

J. Jud2


1 Schuchardt feierte am 4.2.1912 seinen 70. Geburtstag.

2 Heinimann, 1992, Nr. 3, 3-4.

Faksimiles: Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen, Creative commons CC BY-NC https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ (Sig. 05156)