Anton Schönbach an Hugo Schuchardt (20-10165)

von Anton Schönbach

an Hugo Schuchardt

Graz

23. 12. 1899

language Deutsch

Zitiervorschlag: Anton Schönbach an Hugo Schuchardt (20-10165). Graz, 23. 12. 1899. Hrsg. von Frank-Rutger Hausmann (2020). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.8306, abgerufen am 26. 02. 2024. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.1.8306.


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[Graz, 23.12.99]

Lieber freund,

schönsten dank für Deine vermutung die recht einleuchtend ist. ich werde mich übrigens bemühen, belege beizutreiben.

die verse, die v. Krones1 gestiftet hat, lauten:

Die Zeiten wechseln, und es fällt uns schwer,

Alt-Öst’reich’s deutsches Erbe festzuhalten;

Doch mag noch trüber sich der Tag gestalten,

Wir führen blanken Schild und blanke Wehr;

Ein alter Spruch besagt: Viel Feind‘, viel Ehr‘! –

Brugmann ist drinn. Überhaupt finden sich so viele Leipziger in dem G. B.,2 daß die auffallende

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abwesenheit einzelner wol durch persönliche abneigung der aufgeforderten hinlänglich erklärt wird.

nochmals alles gute zu weihnacht u. neujahr!

mit herzlichem gruß

Dein

ganz ergebener
Schönbach

Graz, 22.12.99.


1 Franz Krones Ritter von Marchland (1835-1902), österr. Historiker und Grazer Prof. für österr. Geschichte; vgl. HSA 05836-05840.

2 Das Goldene Buch des deutschen Volkes an der Jahrhundertwende, eine Ueberschau vaterländischer Kultur und nationalen Lebens in 76 Einzeldarstellungen aus der Feder hervorragender Fachmänner, über 1000 Bildnissen, Aussprüchen und Lebensbeschreibungen lebender deutscher Männer und Frauen und 37 Kunstbeilagen, Leipzig: Weber, 1899.

Faksimiles: Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen, Creative commons CC BY-NC https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ (Sig. 10165)