Walter Erving Crum an Hugo Schuchardt (01-02037)

von Walter Erving Crum

an Hugo Schuchardt

Kroisbach

25. 08. 1912

language Deutsch

Schlagwörter: Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes Crum, Walter Erving (1905)

Zitiervorschlag: Walter Erving Crum an Hugo Schuchardt (01-02037). Kroisbach, 25. 08. 1912. Hrsg. von Frank-Rutger Hausmann (2020). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.7892, abgerufen am 31. 01. 2023.


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[Kroisbach] 25.8.12
Mariatroststrasse 6.

Sehr geehrter Herr Hofrat!

Da der Sie interessirende Teil meines kleinen Aufsatzes über koptisches Nubien1 nur in den Namen besteht, da erlaube ich es mir, Ihnen dieselben hier einfach zu verzeichnen:

Aus meinem „Catalogue of the Coptic MSS. in the Brit. Museum“, N°. 449 ff.: - Personen sind MHNANTA Menanta (fem.),2

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NAΛANΔOYCE (fem.) Nalanduse,

TOYΠEλọ (fem.) Tûpelọ.

μηχεNKoyΔ (masc.) Mêchenkûd … wohl abgekürzt.

vgl. Berliner Museum: Ausführl. Verzeichnis usw. 1899, Grabstele, n° 1505, mit Name ,Michinkûda‘.

Andere Namen auf Berliner Stelen sind:

N°. 1506, Ochsinta (fem.)

1507, Marankûda (masc.)

13716, Zanen (masc.)

Ortsnamen der Brit. Mus. Hss. sind (ausser den schon sonst bekannten, meist in griech- |3| ischer Form überliefert:

πopΔιππα (πopΔιπα), Pordippa

τιλιμαyapa, Tilimauara

Letzterer wird als südliche (?) Grenze des Nubischen Reiches angegeben.

Κηλcει Kêlsei

Krall’s Aufsatz (WZKM. XIV 233ff.3) bringt einen Namen αγενδα Agenda (fem.),

einen Ort κοyπανΔι Koupandi.

werden |4| für Ihren Zweck recht wenig bieten!

Mit den besten Empfehlungen

Ihr ergebenster

WECrum4


1 Nicht in: „A Bibliography of Walter Ewing Crum“ aufgeführt.

2 Crum, „Catalogue of the Coptic Manuscripts in the British Museum. 1:-A Coptic Recipe for the preparation of parchment; II:- A Use of the Term 'Catholic Church'“, PSBA (Proceedings of the Society of Biblical Archaeology) 27, 1905, 166-172.

3 Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes.

4 Crums Unterschrift mit lateinischen Buchstaben ist so stilisiert, dass sie einem arabischen Schriftzug ähnelt.

Faksimiles: Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen, Creative commons CC BY-NC https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ (Sig. 02037)