Julius Cornu an Hugo Schuchardt (133-01842)

von Julius Cornu

an Hugo Schuchardt

Unbekannt

Unbekannt

language Deutsch

Schlagwörter: Bridel, Philippe

Zitiervorschlag: Julius Cornu an Hugo Schuchardt (133-01842). Unbekannt. Hrsg. von Frank-Rutger Hausmann und Katrin Purgay (2019). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.7853, abgerufen am 05. 02. 2023. Handle: hdl.handle.net/ 11471/518.10.1.7853.


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[undatiert, vermutlich zur gleichen Zeit wie PK 08141 verfasst].

Aus „Le Jorat, esquisse géographique par Charles Biermann, Neuchatel 1914“ S. 60: La famine y [au Jorat] éclata à maintes reprises; dans l’hiver de 1782 à 1783, les habitants du Jorat, ensevelis sous dix pieds de neige, durent être ravitaillés de Lausanne; une petite expédition, composée de huit hommes et de six mulets, sous la direction de Philippe Bridel, le futur doyen, partit à leur secours“ 3)

3) Vautier, La Patrie vaudoise, p. 436-437, wo diese wackere Tat erwähnt wird.

Auf der Rückseite findet sich die Abbildung der Büste von Philippe-Sirice Bridel.1

Druckfertige Abschrift.2

Dem waadtländischen Freund der Neffe des Doyen Bridel.

Ich freue mich der bunten Blätterpracht,

Von wolkenlosem Himmel überdacht:

Vor ihr muss aller Frühlingsglanz erbleichen.

Ists nur ein Teppich für ein dunkles Tor?

Nein, dieses Bild ist jenem Riant Port,

Das einst Dein Sohn besungen, zu vergleichen.

Was mir als wahr erscheint, das sag ich kühn:

Es gäbe ohne Welken auch kein Blühn,

Es gäbe ohne Sterben auch kein Leben

So muss sich eins ins andere verweben.

27. Okt 1917
Graz, Villa Malwine

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1 Sie steht auf der „Terrasse du Temple Saint-Vincent“ (Montreux), dessen Sprengel Bridel über vierzig Jahre lang seelsorgerisch betreut hatte. Eine Abbildung ist auch im Internet leicht zu finden. - Vgl. HSA Brief 18-10391 (Friedrich Schürr an Hugo Schuchardt).

2 HSA 01920. Text in der Handschrift von Maria Theresia Kluckauf. Bei dem angesprochenen Freund kann es sich nur um Jules Cornu handeln. Möglicherweise war das Gedicht für den Gedenkband zur Erinnerung an Felix Cornu gedacht (dafür spricht der Hinweis, dass der Text für „druckfertig“ erklärt wird), dessen Vorarbeiten, wie sich aus dem Vorwort von Maria Theresia Kluckauf ergibt, in das Jahr 1914 zurückreichen. In dem 1923 erschienenen Band ist das Gedicht jedoch nicht enthalten.

Faksimiles: Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen, Creative commons CC BY-NC https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ (Sig. 01842)