Hermann Niemeyer an Hugo Schuchardt (20-07866) Hermann Niemeyer Frank-Rutger Hausmann Institut für Sprachwissenschaft, Karl-Franzens-Universität Graz Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz GAMS - Geisteswissenschaftliches Asset Management System Creative Commons BY-NC 4.0 2022 Graz o:hsa.letter.6488 20-07866 Hugo Schuchardt Archiv Herausgeber Bernhard Hurch Karl-Franzens-Universität Graz Österreich Steiermark Graz Karl-Franzens-Universität Graz Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen 07866 Hermann Niemeyer Papier Brief 1 Seite Halle 1923-08-24 Hugo Schuchardts wissenschaftlicher Nachlass (Bibliothek, Werkmanuskripte und wissenschaftliche Korrespondenz) kam nach seinem Tod 1927 laut Verfügung in seinem Testament als Geschenk an die UB Graz. Frank-Rutger Hausmann 2018 Die Korrespondenz zwischen Hermann Niemeyer und Hugo Schuchardt Hugo Schuchardt Archiv Bernhard Hurch Die Datenmodellierung orientiert sich am DTA-Basisformat, ediarum und der CorrespDesc-SIG. Das auf DTABf-Modellierungsschema wurde für die Zwecke des Projektes angepasst und befindet sich unter Hugo Schuchardt Archiv Das Hugo Schuchardt Archiv widmet sich der Aufarbeitung des Gesamtwerks und des Nachlasses von Hugo Schuchardt (1842-1927). Die Onlinepräsentation stellt alle Schriften sowie eine umfangreiche Sekundärbibliografie zur Verfügung. Die Bearbeitung des Nachlasses legt besonderes Augenmerk auf die Erschließung der Korrespondenz, die zu großen Teilen bereits ediert vorliegt, und der Werkmanuskripte. Rollen-Taxonomie Datumstaxonomie Thesaurustaxonomie Hermann Niemeyer Halle 1923-08-24 Hugo Schuchardt Germany Halle Halle 11.97947,51.48158 Korrespondenz Hermann Niemeyer - Hugo Schuchardt Korrespondenz Druckfahnen Buchhandel Druckwesen Inflation Verlagsbuchhandlung Styria Wissenschaft Sprachwissenschaft Brief Deutsch Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen, Creative commons CC BY-NC https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ Max Niemeyer VerlagFernsprechanschluß 2218. Halle a. S., den 24.8. 1923 ------- Brüderstraße 6Bankkonto: Allgemeine Deutsche Credit-AnstaltFiliale Halle a. S.            -------     Postscheck-Konto: Leipzig 46 136            --------Herrn Geh. Hofrat Professor Dr. Schuchardt, Graz. Sehr verehrter Herr Geheimrat! Es freut mich, dass Ihnen die zuletzt gesandte Druckprobe zusagt, die von Ihnen gewünschten Änderungen können noch vorgenommen werden. Nun muss ich Ihnen allerdings eine grosse Enttäuschung bereiten. Ich bin von der Sommerfrische zurückgeeilt, um hier inmitten der Wirtschaftskrise, die den Buchhandel durch die unerhörten Lohnforderungen der Setzer betroffen hat, meine notwendigen Anordnungen zu treffen. Es ist ganz undenkbar weiter zu drucken, viel weniger neue Druckaufträge zu erteilen, denn weder im In= noch Ausland können die enormen Preise bezahlt werden. Wie sie aus dem beigefügten Zeitungsabschnitt sehen,Nicht erhalten. ist die Krise ganz allgemein. Ich hoffe aber, dass die Sache bald zu Gunsten des Verlages entschieden sein wird. So sehr ich es bedaure muss ich auch Sie um Geduld bitten. Sie können versichert sein, dass sobald es die wirtschaftliche Lage erlaubt, ich auch unter den ersten Druckaufträgen, die ich wieder erteile, Ihr Schriftchen berücksichtigen werde.Am 27.8.1923 schreibt Schuchardt an Urquijo: „Eben erhalte ich die Nachricht aus Halle, daß der dort begonnene Druck meines Büchleins, wegen der Nöte in Deutschland, hat eingestellt werden müssen – wenigstens vorderhand. Ich weiß nun, schon meiner zunehmenden Augenschwäche wegen, nicht wozu ich mich entschließen soll“ (ed. Hurch-Kerejeta , 1997, Brief 465. 311). Ich muss Ihnen natürlich anheim stellen, ob Sie es unter den gegebenen Verhältnissen doch vorziehen, in Graz zu drucken,Mit HSA, A0345 liegt ein Kostenvoranschlag der Universitäts-Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung Styria-Graz, Abteilung: Druckerei, vom 29.8.1923 vor, der sich, auch wenn der Titel nicht genannt wird, auf die Primitiae bezieht: „Nach den Angaben, dass 5 geschriebene Seiten Vorwort und 38 Seiten Text als Manuskript vorliegen, schätzen wir den Umfang der Schrift auf beiläufig 3 ½ Druckbogen à 16 Seiten oder 56 Druckseiten“. Für eine Aufl. von 600 Ex. werden K 10,920.000, für 800 Ex. K 11, 427.00 veranschlagt. Hinzuzurechnen seien die Kosten für Papier und Bindearbeiten. Man sieht, dass auch Österreich von Inflation betroffen war, allerdings nicht in dem Umfang wie Deutschland. wo wahrscheinlich die Setzerlöhne jetzt billiger sind. Mit hochachtungsvollem Grusse Ihr sehr ergebener M. Niemeyer