Anton Bettelheim an Hugo Schuchardt (05-00977)
von Anton Bettelheim
an Hugo Schuchardt
21. 12. 1885
Deutsch
Schlagwörter: Dankschreiben
Zitiervorschlag: Anton Bettelheim an Hugo Schuchardt (05-00977). Wien, 21. 12. 1885. Hrsg. von Frank-Rutger Hausmann (2018). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.6441, abgerufen am 09. 10. 2026. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.1.6441.
WIEN, IV., Schwindgasse 3
21.XII.85
Hochgeehrter Herr Professor!
Innigsten Dank für Ihre freundliche Zuschrift: ein Lebenszeichen von Ihnen ist mir (gemeiniglich parcus deorum cultor et infrequens)1 immer ein Fest u. doppelt hoch weiß ich es anzuschlagen, daß Sie inmitten Ihrer Familientrauer ein gütiges Wort für mich gefunden haben.2
Es wäre mir eine wahre Wolthat, Sie wieder einmal sprechen zu dürfen: sollte Sie Ihr Heim- |2| weg über Wien führen,3 so wiederhole ich die stete Bitte: Klopfen Sie bei unserer Thür an: Sie werden in herzlicher Verehrung willkommen geheißen werden.
Für heute nicht weiter!
In unwandelbarer Ergebenheit
der
Ihrige
A. Bettelheim
1 Horaz, Carmina 1,34: „Allzu seltener Diener der Götter“.
2 Schuchardts Vater Ernst Julius, Notar und Justizrat in Gotha, war am 2.12.1885 in Gotha verstorben.
3 Ob Schuchardt auf der Rückfahrt von Gotha über Wien kam, konnte nicht festgestellt werden.
