Gustav Gröber an Hugo Schuchardt (126-04125)
von Gustav Gröber
an Hugo Schuchardt
18. 06. 1905
Deutsch
Schlagwörter: Nigra, Costantino Meyer-Lübke, Wilhelm Schuchardt, Hugo (1905) Nigra, Constantino (1904) Sainéanu, Lazare (1905)
Zitiervorschlag: Gustav Gröber an Hugo Schuchardt (126-04125). Straßburg, 18. 06. 1905. Hrsg. von Frank-Rutger Hausmann (2017). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.5943, abgerufen am 12. 07. 2026. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.1.5943.
[Poststempel: STRASSBURG (ELS.) 18-6-05]|2|Strassburg 18.6.1905.
Lieber Freund.
Ihren Brief vom 13. fand ich gestern, bei meiner Rückkehr aus dem Schwarzwald hier vor. Die Korrekturen zu Ihrer Mussafiaschrift bringe ich im nächsten Zeitschriftheft.1 – Es ist bei ihr Brauch, daß die Kosten für Karten, Abbildungen u. dgl. von den Verfassern der betr. Beiträge getragen werden (wie es bei Nigra der Fall war),2 wofern sie nicht selbst Platten, Klischés u.s.w. liefern. In Ihrem Falle wird es sich nur um rechtzeitige Zusendung der für Ihren Artikel nötigen Klischés an die Druckerei handeln. – Auf den Vorschlag, die Beiträge zur Ztschr. nicht mehr zu honorieren, würde N. niemals eingehen, und es ist bei ihrer Verbreitung auch kein Grund dazu einen solchen zu machen. N. hat jederzeit unbeanstandet auch das Honorar für die Bibliographie gezahlt, das jetzt höher ist als früher; er zahlt Honorar auch für die „Beihefte“ zur Ztschr. f. rom. Phil., die binnen Kurzem ans Licht treten werden.3 Grundsatz für die Honorarzahlung ist bei N.: Zusendung von Honoraren nicht unter dem Betrag von 20 Mk und nicht vor Abschluß eines Bandes. Daß er aus Bequemlichkeit oder weil ein Mitarbeiter vielleicht Bücher von ihm bezieht und in Gegenrechnung mit ihm steht, von diesem Grundsatz abweicht, halte ich für möglich; aber er nimmt auch ein Ersuchen um Abrechnung nicht übel, und ich würde Sie (wie Meyer-Lübke) bitten, wenn Sie ihm gelegentlich schreiben, ihn um eine solche Abrechnung anzugehen, die er selbst vornehmen wird. Ich habe begründete Beschwerden über Nachzahlung von Honoraren für die Ztschr. bis jetzt nicht erhalten; er kann es sich daher wohl nun bequem machen bei Mitarbeitern denen er näher zu stehen vermeint.
Mit herzl. Gr.
Ihr
GGröber.
1 Vgl. Lfd.Nr. 125-04124 („Notiz“, ZrP XXIX, 1905, 512).
2 Costantino Nigra, „Metatesi“, ZrP XXVIII, 1904, 1-10 (hier dürften die Sonderzeichen und wechselnden Schriftgrade erhöhte Kosten bewirkt haben, für die Nigra z.T. selber aufkommen mußte).
3 Die neu begründete Reihe der „Beihefte“ begann mit Lazare Sainéan, La création métaphorique en français et en roman: images tirées du monde des animaux domestiques ,Le chat' avec un appendice sur la fouine, le singe et les strigiens, Halle a. S. 1905 (Zeitschrift für romanische Philologie, Beihefte 1).
