Hugo Schuchardt an Henri Gaidoz (136-SG41)

von Hugo Schuchardt

an Henri Gaidoz

Graz

23. 03. 1900

language Deutsch

Schlagwörter: Politik- und Zeitgeschichte

Zitiervorschlag: Hugo Schuchardt an Henri Gaidoz (136-SG41). Graz, 23. 03. 1900. Hrsg. von Magdalena Rattey (2017). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.5296, abgerufen am 14. 04. 2024. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.1.5296.


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Miséricorde, vous lisez toujours la Pensée slave? Quelle ingénuité! Rathen Sie dann doch dem p.p. Jakić, er solle seine Spalten dazu benutzen, um nebeneinanderzustellen, was die Polen in Preussen, was in Russland, was in Oestreich leiden und - thun. Das komparative Studium der Dinge ist das einzig richtige. Auch für die Betrachtung des Verhaltens Europas gegenüber dem südafrikanischen Krieg gilt das. Ich wäre ganz gern zu einem Epigramm bereit, aber das könnte sich nur darauf beziehen wie die Einen so heiss wünschten dass die Andern die Kastanien für sie aus dem Feuer holten. - Hoffentlich ist Ihre Sehnsucht nach der kath. Autonomie in Ungarn jetzt gestillt. Eine Verpflichtung für uns, Etwas davon zu wissen, besteht wahrlich nicht.

Mit besten Grüssen

Ihr
H.Sch.

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Faksimiles: Die Publikation der vorliegenden Materialien im „Hugo Schuchardt Archiv” erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Fondo Lacombe (Euskaltzaindia). (Sig. SG41)