Heinrich Morf an Hugo Schuchardt (25-07516)

von Heinrich Morf

an Hugo Schuchardt

Berlin

15. 07. 1916

language Deutsch

Schlagwörter: Gesundheitlanguage Baskisch Urtel, Hermann

Zitiervorschlag: Heinrich Morf an Hugo Schuchardt (25-07516). Berlin, 15. 07. 1916. Hrsg. von Frank-Rutger Hausmann (2016). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.4251, abgerufen am 24. 09. 2023. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.1.4251.


|1|

Hochverehrter lieber Freund,

Haben Sie herzlichen Dank für Ihre liebe Karte. Ja, ich war drei Wochen krank – nun aber habe ich meine Vorlesungen wieder aufgenommen &, wenn ich auch noch leicht müde werde, so hoffe ich doch das Semester durchzuhalten. Nachher mag dann ausgiebige Erholung folgen & mich für die dumme Gallensteinkolik entschädigen – hoffentlich mit gutem Ergebniss. (Nun wär ich ja auch beinahe ins Fettnäpfchen getreten!).1

Ich bin sehr erfreut, Urtel2 hier zu haben, den Forscher & den Menschen. Er ist nun unser Hort für’s Baskische & ich hoffe, dass wir mit seiner Hilfe etwas Nützliches zu |2| Stande bringen. Und Sie sind so freundlich, ihn zu berathen. Dafür bin ich Ihnen nicht weniger dankbar als er selbst.

Meine Frau fügt Ihre herzlichen Grüsse & guten Wünsche zu den meinen.

Ihr ergebener & dankbarer
H. Morf.


1 Vgl. den vorhergehenden Brief und die Passage zu „Fremdwörtern“; Morf wollte erst „Resultat“ schreiben, stricht dann aber die ersten drei Buchstaben durch und wählte das deutsche Äquivalent.

2 Vermutlich hatte SchuchardtUrtel als Spezialisten für das Baskische empfohlen.

Faksimiles: Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen, Creative commons CC BY-NC https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ (Sig. 07516)