Carolina Michaëlis de Vasconcelos an Hugo Schuchardt (22-7324) Carolina Michaëlis de Vasconcelos Bernhard Hurch Institut für Sprachwissenschaft, Karl-Franzens-Universität Graz Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz GAMS - Geisteswissenschaftliches Asset Management System Creative Commons BY-NC 4.0 2022 Graz o:hsa.letter.229 22-7324 Hugo Schuchardt Archiv Herausgeber Bernhard Hurch Karl-Franzens-Universität Graz Österreich Steiermark Graz Karl-Franzens-Universität Graz Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen 7324 Carolina Michaëlis de Vasconcelos Papier Karte (Postkarte) 2 Seiten Serra do Bussaco 1886-07-21 Hugo Schuchardts wissenschaftlicher Nachlass (Bibliothek, Werkmanuskripte und wissenschaftliche Korrespondenz) kam nach seinem Tod 1927 laut Verfügung in seinem Testament als Geschenk an die UB Graz. Bernhard Hurch 2009 "In der Phäakenluft von Graz bin ich erst recht faul geworden." Der Briefwechsel von Caroline Michaëlis de Vasconcellos und Hugo Schuchardt Grazer Linguistische Studien 72 19-111 Bernhard Hurch 2013 Die Korrespondenz zwischen Carolina Michaëlis de Vasconcelos und Hugo Schuchardt Hugo Schuchardt Archiv Bernhard Hurch

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Hugo Schuchardt Archiv

Das Hugo Schuchardt Archiv widmet sich der Aufarbeitung des Gesamtwerks und des Nachlasses von Hugo Schuchardt (1842-1927). Die Onlinepräsentation stellt alle Schriften sowie eine umfangreiche Sekundärbibliografie zur Verfügung. Die Bearbeitung des Nachlasses legt besonderes Augenmerk auf die Erschließung der Korrespondenz, die zu großen Teilen bereits ediert vorliegt, und der Werkmanuskripte.

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Carolina Michaëlis de Vasconcelos Serra do Bussaco 1886-07-21 Hugo Schuchardt Serra do Bussaco -8.33673,40.33678 Korrespondenz Carolina Michaëlis de Vasconcelos - Hugo Schuchardt Korrespondenz Dankschreiben Publikationsversand Literaturstudien Gesundheit Biographisches Kuraufenthalt Reisen Prix Volney Wissenschaft Sprachwissenschaft Brief Deutsch
Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen, Creative commons CC BY-NC https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen, Creative commons CC BY-NC https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/
Bussaco den 21ten Juli 1886 Sehr geehrter Herr

den allerherzlichsten Dank sage ich Ihnen für die liebenswürdige Zusendung Ihrer "gesammelten Aufsätze" HS (1886), Romanisches und Keltisches sammelt eine Reihe von zuvor schon publizierten Aufsätzen; Brevier/Archiv Nr. 185. Für diese Veröffentlichung erhält Schuchardt 1885 den Prix Volnay.. Einige kannte ich bereits, Dank Ihrer Güte, andere hatten Freundeshände mir in den betreffenden Zeitungen aus Deutschland gesandt: alle habe ich jetzt mit Genuß und Freude in diesem herrlichen Walde noch einmal durchlesen, und bereits einigen feinfühligen Portugiesen durch Mittheilung des hübschen Bandes freudenreiche Stunden verschafft. –

Kennen Sie das Original des reizenden auf p. 255 citirten spanischen Liedchens? meines Lieblingsgedichtes, nach dessen Vorbild ich seit langen Jahren vergeblich Ausschau halte? Deutsche und Italienische Lessingkenner – Rumhold, Böhler - Emilio Teza Wagner etc. etc. gaben auf u. habe ich bereits umsonst danach gesorgt [?]. Sollte es ein makelloses Bruchstück vielleicht von Lessing aus irgend einem spanischen Drama aufgelesen worden sein? HS (1886: 255) : „Gestern liebt' ich, // Heute leid' ich, // Morgen sterb' ich, // Dennoch denk' ich ; // Heut und morgen // Gern an gestern.“ (Brevier/Archiv Nr. 185; später auch 1895, Brevier/Archiv Nr. 294). – Auf die Fragen nach meiner Gesundheit kann ich zum Glück jetzt mit einiger Ruhe u. hoffnungsvoll antworten. Es ist mir seit Jahren, besonders aber seit Dec. 85, recht schlecht gegangen. Schlaflosigkeit u. eine hochgradig peinigende Nervosität haben mich zu einem so bedenklichen Schwachzustand gebracht, daß ich alle u. jede Arbeit ruhen lassen mußte – um ein bewegungsloses, stilles Pflanzenleben zu führen.

Seit Wochen reise ich hier von Bad zu Bad – und gedenke demnächst (im Herbste) bei meiner Familie in Berlin für einige Zeit zu rasten.

Ihnen, hochverehrter Herr, ist es (so hoffe ich) besser gegangen. Ihre Taten machen es wahrscheinlich.

Mit bestem Dank u. Gruß hochachtungsvollst C.M. de Vasconcellos.