Rodolfo Lenz an Hugo Schuchardt (05-06399) Rodolfo Lenz Silvio Moreira de Sousa Johannes Mücke Institut für Sprachwissenschaft, Karl-Franzens-Universität Graz Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz GAMS - Geisteswissenschaftliches Asset Management System Creative Commons BY-NC 4.0 2022 Graz o:hsa.letter.2019 05-06399 Hugo Schuchardt Archiv Herausgeber Bernhard Hurch Karl-Franzens-Universität Graz Österreich Steiermark Graz Karl-Franzens-Universität Graz Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen 06399 Rodolfo Lenz Papier Brief 1 Seite Hamburg 1921-06-25 Hugo Schuchardts wissenschaftlicher Nachlass (Bibliothek, Werkmanuskripte und wissenschaftliche Korrespondenz) kam nach seinem Tod 1927 laut Verfügung in seinem Testament als Geschenk an die UB Graz. Silvio Moreira de Sousa Johannes Mücke 2016 Networking and obstacles to the development of the language sciences as reflected in the correspondence of Rodolfo Lenz and Hugo Schuchardt History and Philosophy of the Language Sciences http://hiphilangsci.net/2016/02/17/networking-and-the-obstacles-to-the-development-of-the-language-sciences Silvio Moreira de Sousa Johannes Mücke 2015 Die Korrespondenz zwischen Rodolfo Lenz und Hugo Schuchardt Hugo Schuchardt Archiv Bernhard Hurch Die Datenmodellierung orientiert sich am DTA-Basisformat, ediarum und der CorrespDesc-SIG. Das auf DTABf-Modellierungsschema wurde für die Zwecke des Projektes angepasst und befindet sich unter Hugo Schuchardt Archiv Das Hugo Schuchardt Archiv widmet sich der Aufarbeitung des Gesamtwerks und des Nachlasses von Hugo Schuchardt (1842-1927). Die Onlinepräsentation stellt alle Schriften sowie eine umfangreiche Sekundärbibliografie zur Verfügung. Die Bearbeitung des Nachlasses legt besonderes Augenmerk auf die Erschließung der Korrespondenz, die zu großen Teilen bereits ediert vorliegt, und der Werkmanuskripte. Rollen-Taxonomie Datumstaxonomie Thesaurustaxonomie Rodolfo Lenz Hamburg 1921-06-25 Hugo Schuchardt Germany Hamburg Hamburg 9.99302,53.55073 Korrespondenz Rodolfo Lenz - Hugo Schuchardt Korrespondenz Literaturhinweise / bibliographische Angaben Literaturbeschaffung Sprachwissenschaft (Reflexion) Biographisches Saramakkanisch Papiamentu Wissenschaft Sprachwissenschaft Brief Deutsch Universitätsbibliothek Graz Abteilung für Sondersammlungen, Creative commons CC BY-NC https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ Hamburg, 36. Ibero-amerikanisches Institut. Rotenbaumchaussee 25. Juni 1921. Herrn Geheimrat Prof. Dr. Hugo Schuchardt, GRAZ, Joh.-Fuxgasse 30. Sehr geehrter Herr Kollege! Nehmen Sie meinen herzlichsten Dank für die freundliche Zusendung der Litteraturangaben über das Papiamento . Lenz erwähnt in der Einleitung zu El Papiamento, Schuchardt habe ihm „una lista de 31 títulos de publicaciones en papiamento, o estudios sobre esta lengua que poseía, editados entre 1843 i 1891“ ( Lenz 1928 : 10) geschickt. Lenz scheint außerdem aus einem Brief von Schuchardt zu zitieren, wenn er schreibt: „Respecto del Papiamento escribió Schuchardt: ‚Yo mismo he mencionado el papiamento sólo ocasionalmente. Creía siempre, que, siendo suficientemente conocido, merecería algún día un tratamiento serio de alguna otra persona. Nunca lo he perdido de vista‘“ ( Lenz 1928 : 11). Ich habe noch eine Reihe anderer Angaben aus der Encyclopaedie van Nederlandsch West-Indië (ed. Benjamins u. Sneileman, Leiden, 1914-17) herausgefunden. Es scheint aber dass eine wissenschaftliche Untersuchung noch nicht existiert. Wenn Sie mir Ihre doppelten Exemplare zur Verfügung stellen wollen, so werde ich Ihnen sehr dankbar sein. Die obige Adresse genügt, auch wenn ich unterd[esse]n weitergereist sein sollte. Aus Ihrer Schrift über die Samarakkasprache [sic]Gemeint ist Schuchardts (1914) kreolistisches Spätwerk Die Sprache der Saramakkaneger in Surinam . ersehe ich, dass grosse Ähnlichkeit im Verfahren zwischen diesem u. dem Papiamento besteht; nur dass eben hier die Wörter wesentlich spanisch sind. Ich glaube, dass meine Texte einige Bedeutung haben, weil es eben die wirklich von dem Neger ohne gelehrten Einfluss gesprochene u. geschriebene Sprache ist, worüber man bei den Übersetzungen nie sicher sein kann. Heute halte ich hier in der Universität einen Vortrag über „Die Erziehung des deutschen Kindes im spanischen Ausland“, natürlich speziell über die chilenischen Verhältnisse. Im Juli gehe ich wahrscheinlich mit meiner Familie (Frau, Tochter u. zwei Enkelinnen) nach Schreiberhau. Im August nach Bonn, Frankfurt etc. u. zum Oktober nach Spanien. Mit den besten Wünschen für Ihr Wohlergehen und nochmals bestem Dank verbleibe ich Ihr ergebenster RLenz Gatchet habe ich schon eingesehen. Albert Samuel Gatschet (1832-1907) veröffentlichte in „The Aruba Language and the Papiamento Jargon“ ( Gatschet 1885 ) u.a. Papiamentosprachproben, die von Alphonse Pinart (1852–1911) gesammelt worden waren. Beide, Gatschet und Pinart, korrespondierten mit Schuchardt, vgl. die Briefe von Gatschet (Nr. 03574-03591) und von Pinart (Nr. 08837-08842) im Nachlass Schuchardts. Er bietet nichts wesentliches. Ich hoffe von BethencourtVermutlich ist der Verlag „ A. Bethencourt é Hijos“ auf Curaçao gemeint. aus Curazao weiteres Material zu erhalten.