Hugo Schuchardt an Lajos Katona (296-05067_385)

von Hugo Schuchardt

an Lajos Katona

Graz

29. 11. 1900

language Deutsch

Schlagwörter: Nachrufe Meyer, Gustav (1885) Meyer, Gustav (1891) Farinelli (1899)

Zitiervorschlag: Hugo Schuchardt an Lajos Katona (296-05067_385). Graz, 29. 11. 1900. Hrsg. von Frank-Rutger Hausmann (2023). In: Bernhard Hurch (Hrsg.): Hugo Schuchardt Archiv. Online unter https://gams.uni-graz.at/o:hsa.letter.10483, abgerufen am 23. 02. 2024. Handle: hdl.handle.net/11471/518.10.1.10483.


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Graz 29/30 Nov 1900

L. Fr.,

Ich hatte Ihnen schon vor einigen Tagen schreiben wollen, aber die πολυπραγμοσύνη1 des Pensionisten, der jetzt auch Photograph geworden ist, liess mich bisher nicht dazu kommen. – Das Buch von Friedrich Wilhelm Val. Schmidt, das Sie wünschen, ist nicht in der Univ.-Bibl.; ich habe es seiner Zeit in Halle oder Leipzig benutzt. – Meyers Essays und Studien II gesellte sich inzwischen dem I. Bde zu,2 ich bitte zu des Verf. und meinem Andenken das Buch zu behalten. – Meyers sehr genaues Verzeichniss seiner litterarischen Arbeiten habe ich eben, sehr geschwind, ausgezogen; ich habe Alles aufgenommen, was etwas seitwärts von seinem offiziellen Wege gelegen ist, nicht nur Folkloristisches, sondern auch Reiseschilderungen u. s. w.3 Das Verz. geht bis 1897 (im Sommer dieses Jahres kam er nach Feldhof), aber die letzten Sachen sind doch nicht alle verzeichnet, so entsinne ich mich eines Aufsatzes von ihm über Straparola in der B. der Allg. Z. [Ich fand ihn etwas schwach, d. h. stofflich]; für Straparola hatte er sich überhaupt gerade zuletzt interessirt, und Ausgaben von ihm gesammelt. – Wenn ich nicht selbst einen Nekrolog von G. M. schreibe, so werden Sie sich das vielleicht erklären. Nicht nur dass ich überhaupt ein so schwerfälliger Arbeiter bin und gerade jetzt alle Hände voll habe, es würde das für mich eine wirklich ansehnliche Arbeit sein die mir viel Zeit und Mühe kosten würde. Ich |2| dürfte doch den Umstand dass ich Meyer persönlich besser als irgend Jemand gekannt habe, nicht ungenutzt lassen; ich würde ihn vielmehr so gründlich, gewissenhaft, gerecht wie irgend möglich verwerthen. – G. M. hatte auch – wie alle die nicht Dummköpfe sind – zwei Seelen in seiner Brust (klopfen Sie sich nur an Ihre kreolische Brustseite), wenn man auch äusserlich, wenigstens in späteren Jahren, von einem solchen Zwiespalt nicht sehr viel wahrnahm. Aber in seinen Studentenjahren muss er sehr stark gewesen sein, und ich habe mich doch manchmal gewundert dass er von allem Anfang der „trockenen“ Sprachwissenschaft gehuldigt hat und ihr immer treu gewesen ist – alles Andere waren schliesslich nur Zerstreuungen ausser dem Hause. Er hatte ebenfalls von allem Anfang an eine ausserordentliche Vorliebe für die Künste und schönen Wissenschaften. Er las ungemein viel; selbst in der Unterhaltungslektüre bin ich, quantitativ, tief unter ihm geblieben. Für das Theater hatte er eine fast krankhafte Schwärmerei; als armer Student wandte er jeden Groschen auf deren Befriedigung, und zwar zog ihn Schauspiel und Oper gleichermassen an. Auch den andern Künsten war er zugänglich; und das Interesse daran scheint besonders durch seinen Umgang mit Woltmann4 in Prag gesteigert worden zu sein. Das Verhältniss zu den Künsten ist aber bei ihm immer ich möchte sagen ein amateurhaftes geblieben; er hat sich nirgends in sie vertieft, weder |3| theoretisch noch praktisch. Jenes war bei seiner Natur überhaupt nicht zu erwarten; wenn ihm irgend etwas nicht zusagte, so war es das Philosophiren, und der welcher ihm einen kurzen Nachruf in der Allg. Z. widmete, war übel berathen von irgendwelcher Verwandtschaft mit Nietzsche – der zur selben Zeit gestorben war – bei ihm zu reden. Die sprachwissenschaftlichen Prinzipienfragen liessen ihn sehr kalt; und insbesondere in dem Streite der „Lautgesetze“ erklärte er sich in keiner Weise, und ich denke, er hat sich das Problem nicht völlig klar gemacht. Merkwürdig ist mir immer gewesen dass er sich in keiner Kunst versucht hat. Er fühlte dass er nicht musikverständig sei, mit grossem Schmerze schon zu einer Zeit, wo er diesem Mangel noch hätte abhelfen können; warum hat er nicht als junger Mensch, was ja nicht kostspielig ist, irgend ein Instrument spielen gelernt? Er ist glaub‘ ich nie tiefer durch ein Wort von mir gekränkt worden als durch die Äusserung, dass er nicht mehr von Musik verstände als ich selbst. Allem Sport, allem Spiel auch ist er fremd geblieben, höchstens dass er einmal, Frauen zu lieb, die Karten oder die Kegelkugel in die Hand genommen hat. Auch das Reisen zeigte bei ihm den Amateurcharakter; er liebte sehr zu reisen, aber wirklichen Strapazen mochte er sich nicht aussetzen, und daher hat er denn auch nicht wie so viele Andere unserer Zeit, die Reisen im unmittelbaren Dienste der Wissenschaft zurück gelegt. Sowenig wie ich das gekonnt habe, ob- |4| wohl ich, glaub‘ ich, grössere Lust zum Pionnier der Wildnis hegte. Um seine Gesundheit, Ausdauer, Unnervosität habe ich Meyer sehr beneidet. – Eine Kunst besass er aber nun doch, die des Schreibens; die Leichtigkeit seine Gedanken aufs Papier zu bringen, war erstaunlich – das war das wodurch er mir immer am Meisten imponirt hat. Er benutzte das auch um mich zu frotzeln; traf er mich über irgend einem meiner wüsten Brouillons, die ich selbst am andern Tage nicht mehr lesen konnte, so pflegte er zu sagen: „Du schreibst schon ins Reine?“ Wir hatten im Jahre 1882 eine Folklore-Gesellschaft gegründet [ich war Präsident, Meyer Vicepräsident – sie ist nie über die konstituirende Sitzung hinausgekommen; denn tot capita tot sensus, und ich merkte gleich, jeder wollte die Reichthümer seines Pultes in der zu gründenden Zeitschr. abladen];5 diese Sache sollte dem Grazer Publikum mundgerecht gemacht werden, und war durch ein Feuilleton in der Tagespost.6 Keiner von uns wollte vorran. Da schrieb ich auf was etwa in einen solchen Artikel hineinzukommen hätte, und zeigte es Meyer. „Nun, da ist es ja“, sagte er, und machte das Ganze raschest druckfertig.* (* Wenn ich die betreffende Nummer auftreibe, so schicke ich sie Ihnen als Kuriosität.) Auch im Dichten und dichterischen Übersetzen war er ausserordentlich formgewandt. Übrigens beschränkte sich sein formales Talent nicht auf den Stil; es offenbarte sich auch in seinem Überblick über grosse Massen, in deren Anordnung und Vertheilung, und er erinnert mich in dieser Beziehung an Miklosich,7 mit dem er ja auch verschiedene Arbeitsgebiete gemeinsam hatte. Seine journalistische Veranlagung förderte ihn auch in solchen Arbeiten, bei denen man das am wenigsten denken würde. Das geduldige und gleichmässige „Durchwurzeln“ von Wörterbüchern von A - Z könnte ich ihm schwerlich nachmachen. Er war das deshalb im Stande weil er sich hier wie anderswo durch kleine Bedenken nicht aufhalten, durch Nebenprobleme nicht abseits führen liess; und darin sehe ich eben den Vorzug der journalistischen Fähigkeit: in der beständigen Zerhauung gordischer Knötchen. –

|5| Der Folklorist in M. scheint sich nun nicht sowohl vom Linguisten als vom Essayisten abgezweigt zu haben; vorbildend, ermunternd haben wohl die Darstellungen von M. Müller,8 Grisebach9 u. A. von wandernden Märchen und Fabeln gewirkt. An dem Systematischen und Methodischen auf das es mir zunächst angekommen wäre, lag ihm wohl weniger; ich ersah das auch aus unsern Unterhaltungen über die Folklore-studien – die übrigens immer nur ganz flüchtig waren; wir haben nie tiefere wissenschaftliche Diskussionen geführt, dazu war er zu praktisch – und meine Klage dass es Reinhold Köhler10 nie über Marginalien zu gedruckten oder ungeschriebenen Büchern hinaus gebracht habe, rührte ihn nicht sehr. Immerhin bereue ich es ihn nicht zu einem umfassenden Werke über Folklore angespornt zu haben; er war dazu durch sein eben erwähntes Talent der Massenbeherrschung und durch seine ausserordentliche Belesenheit wohl geeignet, und konnte auf ein grösseres und auf ein dankbareres Publikum rechnen als bei seinem Alb. Wtb.,11 das ihm so viel Arbeit machte. Ich glaube, er wäre auf die Sache eingegangen, sogut wie er sich auf mein Zureden mit dem Albanischen, dem ich zu Anfang der 70er selbst einige Stunden gewidmet hatte, befasste. Anfangs wollte er da nicht recht zubeissen; offenbar versprach er sich von einer unlitterarischen Sprache nicht das Gleiche wie vom Griechischen, Lateinischen usw. |6| Wozu ich Ihnen das Alles schreibe? weil ich das Bedürfnis fühle mich einmal über Meyer an den ich sehr oft denke, auszusprechen. Ich habe schon bei ganz anderen Gelegenheiten meine Korrespondenten durch solche Entladungen überrascht. Dann allerdings glaube ich dass Sie vielleicht eine oder die andere meiner Bemerkungen – mit oder ohne Beziehung auf mich – für Ihren Nekrolog verwerten können, der sich wohl wie ich annehme, fast ausschliesslich mit seiner folkloristischen Thätigkeit beschäftigen wird.

Meyers Bibliothek dürfte nicht Weniges enthalten was Ihnen munden würde; und dennoch werden Sie Ihren Appetit hier kaum stillen können. Prof. Bauer,12 welcher Kurator ist, hat wegen dieser Nachlassangelegenheit so viel Schererei gehabt, so viel Zeit geopfert dass gerade nur er die dazu nöthige Geduld und Kaltblütigkeit besitzt. Die Bibliothek ist in einem staubigen, ungemmüthlichen – jetzt natürlich sehr kalten Turmgemach der alten Universität untergebracht; leider aber ist sie durch die Schuld der Träger in Unordnung gekommen, und so ist das Einzelne schwer zu finden (ich bin mit Bauer schon zum dritten Male wegen eines |7| Buches vergeblich oben gewesen, und zwar auf Stunden), und auch über die verschiedenen Partien hat man keinen Überblick, da sie auseinandergerissen sind. Ich und Andere haben eine Reihe von Büchern gekauft, aber ohne dass dadurch gar grosse Lücken gerissen worden wären. Meine Idee die Direktion der Universitätsbibliothek zur Anschaffung der folkloristisch-novellistischen Abtheilung zu veranlassen, habe ich auch aus dem angedeuteten Grunde aufgegeben. Mein einziger Wunsch ist der dass die Albanica zusammenbleiben; aber auch dessen Erfüllung ist mit Schwierigkeiten verbunden. Der alphabetische Zettelkatalog, den Meyer hinterlassen hat – er steht jetzt bei mir –, wird über kurz oder lang einem Antiquar behufs eines Angebots zugeschickt werden.

Wenn Sie über die Sache Farinelli ./. Radó13 etwas wissen und es mittheilen dürfen, so bitte ich Sie es mir mitzutzeilen; Farinelli weilt gerade in Spanien;14 auf den Spuren Don Juans,15 Cal- |8| deróns u.s.w.

Um meine Nachfolge ist etwas „Geriss“;16 ich bin sehr gespannt wessen Vorgänger ich sein werde. Ich wundere mich immer über die Leute die nicht begreifen können wie man zwar nicht mehr der Universität aber noch der Wissenschaft angehören könne. Seit ich nicht mehr Professor bin, merke ich erst wie wenig ich es gewesen bin. Ich war stets mehr ein Lerner denn ein Lehrer.

Mit herzlichem Gruss
Ihr und der Ihrigen
getreuer
HSch.

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1871-1875 nur Sprachwissenschaftliches oder i. e. S. Philologisches [1872: „Zum Andenken. Ein Gastgeschenk“ (Gedichte)]. Das Mittelgriechische („Il dialetto delle cronache di Cipro“ Riv. di filologia 1875; Anzeige von Wagner „Carmina graeca medii aevi“ ebend.) scheint ihn folkloristisch angeregt zu haben.17

1875 Imbezios und Margarona. Ein mittelgriechisches Gedicht Prag 1876.
Über Volksetymologie (Allg. Zeit. Beil. 26. Aug.)
Anz. von Geldner-Kaegi Siebzig Lieder des Rigveda (Presse 13 Jan.)

1877. Das Rabenfest in Antwerpen (im Neuen Reich II, 521)

1878 Der Ackermann aus Böhmen (Allg. Zeit. Beilage 16 Febr.)
Das heutige Griechenland (Neue Fr. Pr. 13 Juli)
Rangabe’s Geschichte der neugriech. Litt. (Deutsche Rundschau Nov.)

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1879 Der Rigveda (Neue Fr. Pr. 18 März)
Linguistische Aphorismen über den Kuss (ebd. 27. Juli)

1880 Zur mittel- und neugriechischen Litt. I.II.III (Allg. Z. Beil. 25 Mai. 6 Juni 23 Juni).
Die Albanesen (Neue Fr. Pr. 12 Juni)

1881 Zur neugriech. Litgesch. (Allg. Z. Beil. 11 Aug.)
Albanesisches (ebend. 22 Mai)
Zur Märchenliteratur (ebd. 27. u. 28 Okt).
Sizilianische Dorfgesch. (Neue Fr. Pr.)

1882 Zur vergleichenden Märchenkunde (Allg. Z. Beil 18. Juli)
Zur mittel- und neugriech. Liter. (ebd. 26. u 27 Sept.)
Egyptische Märchen (Neue Fr. Pr. 17 Juli)
Amor und Psyche (ebd. 8. Sept.)
Neugriechische Volkspoesie (ebd. 6. u. 10 Jan.)
Gregorius Athenais (Tagespost 1 März)
Budda (ebd. 2 Juni)
Folklore (ebend. 22 Juni)
Sappho und Verwandtes (ebd. 19 Juli)
Le mariage de Loti (ebd. 8. Aug.)
Zur Säkularfeier Vergils (ebd. 15 Sept)
Neue Lieder von Baumbach (ebd. 24 Okt.)
Hamerlings Amor und Psyche (ebd. 14 Nov.)
Fremde Völker (ebd. 19 Dez.) [Anzeige eines ethnographischen Werkes, wegen dessen ich Meyer frozzelnd meine Bewunderung ausdrückte, über Dinge zu schreiben von denen er eigentlich gar Nichts verstehe]

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1883 Alban. Märchen, mit Anm. v. Köhler (Archiv f. Litgesch. XII)
Zur volksthümlichen Lit. (Allg. Z. Beil. 7 Jan)
Eine ital. Zeitschr für Volksk. (ebd. 26 Jan.)
Arabische Märchen (ebd. 1 Apr.)
Zur mittel- und neugriech. Lit. (ebd. 28 Aug.)
Indische Vierzeiler (Neue Fr. Pr. 13.14 Juni)
Südslav. Märchen (ebd. 26 Juni)
Die Königin von Saba (Tagespost 25 Jan)
Ein Wort. Roman von G. Ebers (Tagesp. 22 März)
Ein Reimbrevier des Häckelismus (ebd. 27 Juni)
Über literarische Höflichkeiten (ebd. 30 Aug.)
Heines Buch der Lieder illustr. V. Thumann (ebd. 11 Dec.)
Über Sprache und Litt. d. Alban. (Nord und Süd, Febr.)
Ital. Reisebriefe I-VIII (Tagesp.)

1884 Zwei indische Fabelbücher (Allg. Z. B. 23 Juli)
Neuer Folklore (ebd. 24 Jan.)
Märchenforschung und Alterthumswissenschaft (Neue Fr. Pr. 25 Juli)
Die Quellen des Dekameron (ebd. 25 Apr.)
Der Rattenfänger von Hameln (ebd. 25 Juni)
Baumbachs „Pathe des Todes“ (ebd. 14 Aug.)
Schnaderhüpfler aus Steiermark (ebd. 12 Dez.)
Das Urbild des „Rip. Rip“ (Tagesp. 8 Febr.)
Eine neue Zeitschr. für Culturgesch. (ebd. 23 Febr.)
Frost und Flammen. Gedichte von Sophie von Khuenberg (ebd. 30 Okt.)
Vom Weihnachtsbüchertisch (ebd. 20 Okt.)
Ein Ausflug nach Argolis. (Tagespost)
Das Unabhängigkeitsfest in Athen (Tagespost)

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1884 Anz. von E H Meyer, Indogermanische Mythen I (Z. f. östr.Gymn.)
--- Krauss Südslav. Märchen (Jagić‘ Archiv VII)

1885 Essays and Studies I
Ein Ausflug nach Nikopolis (Tagesp. 20. 22 Aug.)
Della lingua e letteratura alban. (Nuova Antol. 15 April) [wohl Übers.]
Anz. von Kleinpaul Menschen- und Völkernamen (Philol. Wochenschr.)

1886 Reiseskizzen aus Griechenland und Italien, Gräfenheinichen.
Volkslied von der leichtsinnigen Gattin (Arch. f. Litgesch. XIV, 206)
Ein neues Reisewerk über Griechenland (Allg. Z. B. 22 Okt.)
Aus Athen. (Deutsche Z. 29 Dez.)
Ein engl. Buch über Siebenbürgen (Tagesp. 28 Juli)
Ein Ausflug nach Argolis (Nord und Süd, Dez.)
Anz. von Pitrè Novelle popolari toscane (Litt. Centr. 8.)
--- Fossel Volksmedizin in Steiermark (Lit. C. 23)

1887. Finnische Märchen.
Gregorovius Kleine Schriften (Allg. Z. B. 27 Mai)
Zur vgl. Litgesch. (ebd. 20 Okt.)
Zur ind. Kulturgesch. (ebd. 29 Nov.)

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1887 Indische Legenden (Neue Fr. Pr. 19 Febr.)
Ein Besuch in einem türk. Gef. (Schles. Z. 4 Nov.)
Aus Athen (Deutsche Z. 6 Jan)
Märchen (Besprechung). (Deutsche Dichtung, III. 15 Dez.)

1888 Vierzeiler aus den österr. Alpen (Kρυπτάδια IV).
Eine neue Zeitschr. für Volksk. (Allg. Z. B. 18 Mai)
Neugriech Hochzeitsgebräuche (ebd. 5 Juni)
Zur Kenntnis des geistigen Lebens in Unteritalien und Sizilien (ebd. 20 Nov.)
Zante (Neue Fr. Pr. 24 Apr.)
Ein Rückblick auf das Fest in Bologna (Neue Fr. Pr. 22 Juni)
Aus der Gesch. der ind. Lit. I. Allg. Grundlagem II. Der Veda III. Kalidasa (Schles. Zeit. 4. 15. 25 Febr.)
Butrinto (Schles. Z 27 Mai)
Das heutige Griechenland I-IV (Schles. Z 23. 30 Okt. 15 Nov. 4 Dez.)
Nach der Natur. Skizzen von L. von Khuenberg (Tagesp. 21 Dez.)

1889. Athen im Mittelalter (Allg. Z. B. 11 Okt.)
Volkslieder aus Piemont (Neue Fr. P. 6. März)
Korfiotische Stimmungsbilder (Schles. Z. 4 Mai)
Griechische Reisetage (Schles. Z. 15 Juni. 14. 20 Aug)
Das heutige Griechenl. (Östr. ung. Rev. VII. VIII)
Anz. von Wendorff Erklärung aller Mythol. (L.Centr. 24)

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1890. Griechische Volkslieder in deutscher Nachdichtung, Stuttg.
Bei den Albanesen Apuliens (Neue Fr. Pr. 8 Mai)
Apulische Reisetage I-IV (Schles. Z.)
Gruss z. 24. Juni an Reinh. Köhler (mit Schönbach, Seuffert und mir zusammen)

1891. Zur Volkskunde der Alpenländer (Globus, Heft 4 u. 5)
Zigeunerphilologie (Neue Fr. Pr. 11 Sept.)
Das Räuberwesen auf der Balkanhalbinsel (Nord und Süd Okt.)

1892 Anz. von Bürchner Das jonische Samos (Globus)

1893 Essays und Studien II.

1894. Antike Märchen (Schles. Z. 3. u. 4 Jan.)
Zerbrechen von Gefässen u.s.w. (Globus XV, 3)
Zu den mittelgriech. Sprichwörtern (Byz. Zeitschr. III,2)
Anz. von Freeman, Studies of travel in Greece (Lit. C. 6)

1895 Ein ital. Büchmann (Schles. Z. 29 Jan.)
Il Cola-Pesce in Grecia (Arch. trad. pop. XIV)
Bulgarische Volksdichtung (Schles. Z. 4. u. 5. Juli)
Anz. von Seiler Entw. d. deutschen Kultur (Phil. Wochenschr. 29)
Anz. von Politis, Kοσμογόνικοι μῦθοι (Globus S. 18)
Anz. von Fumagalli Chi l’ha detto (Phil. Woch. 33/34)

1896 Antike Schwänke auf der Wanderung (Schles. Z. 7/8 Jan.)


1 „Geschäftigkeit“.

2 Meyer, Essays und Studien zur Sprachgeschichte und Volkskunde. 1-2., Berlin: Oppenheim, 1885-1893.

3 Schuchardt will aus unerfindlichen Gründen selber keinen Nachruf auf Gustav Meyer schreiben, aber er liefert Katona alle dafür nötigen Informationen.

4 Alfred Woltmann (1841-1880), deutscher Kunsthistoriker, lehrte von 1874 bis 1878 in Prag.

5 Zu Einzelheiten vgl. HSA 103-SG 27 (Schuchardt an Gaidoz, 20.1.1899).

6 Schuchardt / Meyer, Grazer Tagespost 22.6.1882.

7 Franz von Miklosich (1813-1891), österr. Slavist slowen. Herkunft; vgl. HSA 07369-07380.

8 William (Wilhelm) Max Müller (1862-1919), deutsch-amerikanischer Orientalist; vgl. HSA 07587-07589.

9 August Grisebach (1814-1879), deutscher Botaniker und Forschungsreisender.

10 Reinhold Köhler (1830-1892), deutscher Literaturhistoriker, Germanist, Märchenforscher und Bibliothekar in Weimar; vgl. HSA 05692-05729.

11 Gustav Meyer, Etymologisches Wörterbuch der albanesischen Sprache, Strassburg: Trübner, 1891 (Sammlung indogermanischer Wörterbücher; 3).

12 Adolf Bauer (1855-1919), österr. Althistoriker in Graz und, ab 1916, in Wien; HSA 00612-00640.

13 Antal Radó (1862-1944), ungar. Journalist, Parlamentsstenograph und Übersetzer (z. B. Dante).

14 Zu seiner Budapester Berufung und (peinlichen) Absage vgl. HSA 02906 (24.5.1900).

15 Farinelli, Cuatro palabras: sobre Don Juan y la leteratura Donjuanesca, Madrid: Librería General de Victoriano Suárez, 1899.

16 Regionalismus: „Wetteifern“.

17 Es handelt sich um eine sonst nicht überlieferte Bibliographie (Katalog) der Publikationen Gustav Meyers, die zu großen Teilen aus Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträgen besteht und vermutlich von Schuchardt aufgrund ihm vorliegender Belegstücke zusammengestellt wurde.

Faksimiles: Die Publikation der vorliegenden Materialien im „Hugo Schuchardt Archiv” erfolgt mit freundlicher Genehmigung von: Bibliothek und Informationszentrum der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Abteilung für Handschriften und Alte Bücher. (Sig. 05067_385)