Joseph von Hammer-Purgstall an Bernhard von Jenisch
Euer Gnaden,
Unterzeichneter1 bittet um die gnädige Erlaubnis, künftigen Sonntag die Redoute2 besuchen zu dürfen3, weil er
1.) im letzten und sechsten Jahre seiner Studien und bereits ein Jahr länger an der Akademie ist als es seine Vorfahren waren, da ihnen diese Erlaubnis erteilt wurde.
2.) auf das ihm jederzeit von S[einer] H[ochwohlgeboren] dem Herrn Direktor erteilte Zeugnis seines guten Verhaltens und sittlichen Betragen stolz ist, und sich daher schmeichelt, dass die Besorgnis einiger daraus entstehenden üblen Folgen bei ihm nicht statt haben dürfte.
3.) die Vorschrift einer für diesen Fall geforderten anständigen und sicheren Begleitung nicht besser erfüllt haben könnte, indem er in der Gesellschaft der Frau Schwester des Herrn Direktors sich befinden wird.
Joseph Hammer
Den 20ten Hornung 1794
PvTh D.2.1.14.
Eine Tanzveranstaltung oder auch ein eleganter Maskenball. Um welche derartige Veranstaltung es sich hier handelt, ist nicht feststellbar.
Die Erledigung durch Jenisch, s. das nachfolgende Stück, findet sich auf demselben Blatt wie die vorangegangene Bitte HPs mit dem Vermerk „Von der Kanzlei den 20. Hornung 1794“.
