.Groszmechtiger her der ein nachfolger ist desz Messia und des glaubens Iesu,
.gewaltiger gepietter uber dy nazarenischen volcker, innhaber mechtiger landt,
.also Wien und anderer lander kunig und imperator, Maximilianusch kunig,
.dy herlikeitt kumme den nachkümlingen mitt glück.
Nach erbittung alles gutten
5 und glukseliger wollfart ist das, das wyr euch zu wissen thuen, nemblich
.das yr an dy groszmechtigste und gluckseligste Porten unsers groszmechtigsten
.
herrn euere aufehrlecht bottschafft abgefertigt habt, welcher unsz eueren guttwill-
.ligen und lieben verwandten euer schreiben und brieff, szo er uns übersendtt
.
gebracht, wy nun der glücklich ankhumen, ist unsz solch schreiben mitt hohester
10 ehrerbittung uberantwort und zugestelt worden. Was nun und mitt was
.conndicion dy selbe euere bottschafften ferner mitt wortten anbrocht haben, ist
.unserem glückseligsten und groszmechtigsten sultan anbrocht und angezeigt
.worden, welcher es durch seinen hohesten sultanischen verstandt eingenumben
.und verstand hatt, als nemblich das dy ruhe szo mitt der vereinigung szo hier
15 zwischen auff gerecht stet und fest gehalten werde, dar wider aber nitt zu
.handlen und wes fürzunemen, ist von seiner groszmechtigkeit nie gestat-
.tet noch zu gelossen worden, derohalben den beglerbech begen und herren, seinen
.dienern, szo an der graniz wonen, ernstlich befolhen worden ist, das sy dem
.sich gegen den landen, flecken oder dorffern, szo der selben seitten zugethan oder zugehorigk,
20 nitt anders verhalten, damitt es dem auffgerichten fried und verainigung nichts
.fürgenumen noch handlen oder thuen sollen, welches alszo durch den hohesten
.befelh gebotten und befolhen worden ist, auch das szo wider dy auffgerichtt
.freundtschafft und vereinigung wes gethan oder fürnemen würde, und derselb erkundigt,
.es were wer es welle, dem soll gewiß seine stroffe widerfahren und nitt
25 noch gelassen werden.
Szo nun deme alszo, wen nun auch unser freundtlicher
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.brieff zukumbt, szo thutt es auch von notth das yr auch an eueren
.granizen, den beglerbegen begen und anderen eueren befelchs habern, ernst-
.lich befelhen und verbitten thutt, das man auch denen, szo dieser saitten zugethan,
.wider den auff gerichten fried und vereingung kheine eintrag noch hynder-
5 nis thue. Nach deme es nun ernstlich befolhen, sol denen, szo dawider hand-
.len, yr recht geschehen, domitt sich andere daran stossen, und ein exempl
.nemen. Yn summa, dy weil von der selben seitten wider dy auffgricht ver-
.einigung nitt gehandelt, wy es sich gebüertt, fridlich und einigk sein
.werden, und man dy einikeitt zu erhalten nitt nochlessigk sein werdt,
10 szo sol von dieser seitth zu keiner zeitt der vereinigung zuwider zu
.handlen nicht zugelossen werden noch geschehen.
Nach deme [? nun der erbar]
.euere abgesandte bottschafft auffrechtig seine dienst mitt uberantwor-
.tung der brieff ein genüegen gethan, und sich mitt dem grossmechtigsten
.padischach besehen dy hend küsset, ist yme erlaubt worden der selben seitten
15 wider zu zu zihen. Von dieser seitten ist zu euer verehrung geschickt
.worden [? zvuene] tapicht und [? zvuene] pansechr, solchs szo bey unsz funden
.worden, ist von wegen der lieb und freundtschafft szo hier zwischen die bott-
.schafft zu gestelt und ubersendet worden. Ist zu hoffen solchs werde von
.liebe angenummen werden, ferner auch zu hoffen das desz schreiben vor gutt
20 angesehen und angenummen werde, wollet auch euerer wollfart halben
.alher zu schreiben und zu berichten nitt underlassen, es sol auch khein
.zweiffel sein das dy lieb nitt volkhummen sey.
.des monats Rebiull Ewell anno ym 910, das ist ungefahr den 7. Augusti
.desz 72. jors
25 in der mechtigen stadt
. Constantanie.
.(7. Aug.) 1572. August 1-10
.An dy ksl. Mt.
.des Mehemet Pascha Brieff