<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:owl="http://www.w3.org/2002/07/owl#" xmlns:skos="https://gams.uni-graz.at/skos/scheme/o:oth/#" xmlns:t="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:dcterms="http://purl.org/dc/terms/" xmlns:gams="https://gams.uni-graz.at/o:gams-ontology#" xmlns:qhod="https://gams.uni-graz.at/o:qhod.ontology#"><qhod:Source rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15690824"><gams:isMemberOfCollection rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/context:graviz" /><qhod:subProject xml:lang="de">The Ottoman Grand Vizierate (1560s–1760s)</qhod:subProject><qhod:title xml:lang="de">Großwesir Sokollu Mehmed Pascha an Kaiser Maximilian II., Konstantinopel, 24. August bis 9. September 1569</qhod:title><qhod:title xml:lang="en">Letter from Grand Vizier Sokollu Mehmed Pasha to Emperor Maximilian II, Constantinople, 24 August-9 September 1569</qhod:title><qhod:title xml:lang="tr">Vezir-i Azam Sokollu Mehmed Paşa’nın İmparator II. Maximilian’e mektubu, Kostantiniyye, 24 Ağustos-9 Eylül 1569</qhod:title><qhod:creator>Sokollu Mehmed Pasha</qhod:creator><qhod:language>de</qhod:language><qhod:date>1569-08-24 ~ 1569-09-02</qhod:date></qhod:Source><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15690824#p.1"><gams:text>Aus liebe so in unns, damit wir, wie billich, unns gegen euch diennstlich zuerzeigen schuldig erkhennen, unnd nach wüntschung aller glückhselligen wolfarth, aus liebe unnd freundtlichkheit, ist der innhallt diß briefs das, was ir unnsern großmechtigisten und glückhselligisten herren, des regierung Gott in bestenndigkhait erhallten wollte, seiner großmechtigkhait, einen freundtlichen brief zuegeschickht und übersenndet habt, innhallt, das eur will unnd gemüet, damit die freundtschafft unnd verainigung, nach laut derselben gegebnen briefs, nachkhumen und gehalten werde. Die gaben aber, so ir zuegesagt neben andern schannckhungen, wollet ir zu rechter zeit zu übersennden, auch das man des künigs sun einen bevelch nach lautt unnsers großmechtigisten herren vereinigungs brieffs übersennden sollte, das er mit euch in der freundtschafft hauß hallten sollt, das ir eurer lanndtschafft unnd gebiett unnd underthanen zu rhue und friden lasse, das er auch die abgefallenen und entlauffenen, nit annemen, unnd das er auch die, so biß iezund abgefallen unnd entlauffen, nach lautt des verainigung brieffs, wider in ir lannd unnd heymmat schickhen unnd übersennde.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15690824" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15690824#p.2"><gams:text>Das solches eur meinung sey, ist unns kundt worden, was nun fernner hernach eur begern, ist unns durch den erbarn des glaubens Jesu, Albertus Wyss genant, eur pottschaffter, so an unnsers großmechtigisten herren Portten ist, alles fürbracht und kundt gethan worden, wie nun solliches durch höhesten verstanndt eingenumen. Wo man nun die freundtschafft unnd vereinigung nach lautt des höhesten vereinigungs brieffs, so dahie übersenndet, unnd dieweil das von derselben seitten, es sey von euren brüedern, herren unnd annderen eurem kriegsvolckh was unruhewigs nit angefanngen wirdt, so soll frid unnd ainigkheit gehallten werden, ferner wo aber auch die dörffer, so in das auffrichtige register eingeleibt, von wellich ir abzustehn bewilligt, denselben nach lautt der vereinigung kheinen eintrag noch eingriff ahnen würdeth. Was aber das annder verzeichnete unnd auffgerichte register betriffent, eß seind nun eigene dörffer, so zum kammer guett verordnet, den böglerbög, zanziackh herren oder annderen zum timar geben, wo dieselben lautt des auffgerichten beschribnen unnd übersendeten registers mit iren gaben unnd zinsen sich nit seümig stellen noch widerwerttig sein werden und volkhumlich raichen werden, unnd hernach das man allem denen, so inn unnsers großmechtigisten herrn vereinigungs brieffe beschriben, nachkhumen unnd die auffgerichte freündtschafft steiff und vest hallte, unnd wider die verreinigung nichts anfahr.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15690824" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15690824#p.3"><gams:text>Eß soll auch von diser seitten der freundtschafft, noch der vereinigung zuwider nichts fürgenommen noch gehanndlet werden, unnd der freundtschafft und der vereinigung alle ehr erzaigt unnd bewisen werden, unnd soll auch von unnsern böglerbögen, zanziacken, kapidanen, subaschen, unnd anndern unnsern sighafften kriegsvolckh, noch von den erdulischen künige, Steffan Könige, noch von den weywoden aus der Walachey und Moldawa, noch von anndern unnsern underthanen und tributt raichern euren lannden, stetten, fleckhen und unnderthanen unnd auch schlössern khein eintrag, widertriess noch gewallt geschehen unnd soll auch denselben khain schaden zu thuen zuebgelassen werden.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15690824" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15690824#p.4"><gams:text>Auf solche mainung ist unnsers großmechtigisten herren bevelchs brief an alle ires lanndts gränizen, geschikht worden, den böglerbögen unnd anndern bögen, des künigs sune unnd anndern ist ernnstlich geschriben unnd bevolhen, das sy sich wie es sich gebürt, in der vereinigung eingezogen unnd fridlich hallten sollten unnd nichts wider den angenommen friden anfahrn sollten, den steiff unnd veste hallten sollten. So sollet ir auch ann eures lannds gränizen den herren, so daselbst wohnen, unnd haubtleüthen, so eur schlösser verwallten, unnd annderen eurem kriegsvolckh wie es sich gebürt bevelhen, das sy sich nach lautt dem höchsten übersenndten vereinigungs brief nach verhallten.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15690824" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15690824#p.5"><gams:text>Also werde der fride steiff unnd vest gehallten werden, wo man denen nachkhumen wurde, unnd ferner wie in dem bezeichneten unnd übersenndten register, so auffgericht worden wie oben gemellt, eß seyen nun die fleckhen oder dörffer, so zum Cammer guett den böglerbögen, zanziack bögen unnd anndern so tymar gegeben würdeth verordnet sein, wo dieselben nach lautt der auffrichtung ire gaben raichen wann sichs gebüert unnd werden sich nach lautt des verainigungs brieff verhallten unnd gehorsamb gelaisten alle die zeith, so die freundtschafft auf die mainung von derselben seitten gehallten, so soll von diser seitten der vereinigung zuwider nichts fürgenommen noch gehanndlet werden. Hiemit werden die unnderthanen in iren arbeitten unnd hanndtierungen zu ruhe unnd fride sein. Mann wolle derhalben unsers großmechtigisten herren höchsten vereinigungs brieff nachkhomen, damit alles zum besten gelanngen möge.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15690824" /></qhod:Text></rdf:RDF>