Text und Übersetzung

Ὄνος ἄγριος καὶ ὄνος ἥμερος



Exposition

Ὄνος ἄγριος ὄνον ἥμερον θεασάμενος θεάομαι: genau betrachten, beobachten. ἔν τινι εὐηλίῳ εὐ-ήλιος,-ον: sonnig. τόπῳ προσελθὼν ἐμακαρίζεν μακαρίζω: preisen, loben. αὐτὸν ἐπὶ τῇ εὐεξίᾳ ἡ εὐεξία,-ας: Wohlbefinden. τοῦ σώματος καὶ τῇ τῆς τροφῆς ἀπολαύσει. ἡ ἀπόλαυσις,-εως: Genuss, Vorteil.



Haupthandlung

ὕστερον δὲ ἰδὼν αὐτὸν ἀχθοφοροῦντα ἀχθοφορέω: Lasten tragen. καὶ τὸν ὀνηλάτην ὁ ὀνηλάτης,-ου: Eselstreiber. ὄπισθεν ἑπόμενον καὶ ῥοπάλῳ τό ῥόπαλον,-ου: Keule, Knüppel; hier: (Hirten-)Stab. παίοντα παίω: schlagen, stoßen, hauen. εἶπεν

„ἀλλ’ ἔγωγε οὐκέτι σε εὐδαιμονίζω· ὁρῶ γὰρ ὅτι οὐκ ἄνευ κακῶν μεγάλων τὴν ἀφθονίαν ἡ ἀφθονία,-ας: Neidlosigkeit; Fülle, Überfluss. ἔχεις.“



Epimythion

Οὕτως οὐκ ἔστι ζηλωτὰ ζηλωτὰ: Verbaladjektiv; wird mit „müssen/sollen“ übersetzt; Verneinung mit „dürfen“. τὰ μετὰ κινδύνων καὶ ταλαιποριῶν ἡ ταλαιπωρία,-ας: Mühsal, Not, Anstrengung. περιγιγνόμενα κέρδη.

Wildesel und Hausesel

Der Wildesel, der den zahmen Esel an einem sonnigen Platz erblickt hatte, kam zu ihm und pries ihn aufgrund seines körperlichen Wohlbefindens und seines Genusses an Nahrung. Später, als er sah, dass er Lasten trug und der Eselstreiber dahinter nachfolgte und ihn mit seinem Hirtenstab schlug, sagte er: „Ich preise dich nun nicht mehr glücklich: Denn ich sehe, dass du den Überfluss nicht ohne große Übel hast.“

So darf man jene Vorteile nicht anstreben, die sich unter Gefahren und Anstrengungen ergeben.

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Angaben zum Text

Vokabelangaben

  1. θεάομαι: genau betrachten, beobachten.
  2. εὐ-ήλιος,-ον: sonnig.
  3. μακαρίζω: preisen, loben.
  4. ἡ εὐεξία,-ας: Wohlbefinden.
  5. ἡ ἀπόλαυσις,-εως: Genuss, Vorteil.
  6. ἀχθοφορέω: Lasten tragen.
  7. ὁ ὀνηλάτης,-ου: Eselstreiber.
  8. τό ῥόπαλον,-ου: Keule, Knüppel; hier: (Hirten-)Stab.
  9. παίω: schlagen, stoßen, hauen.
  10. ἡ ἀφθονία,-ας: Neidlosigkeit; Fülle, Überfluss.
  11. ἡ ταλαιπωρία,-ας: Mühsal, Not, Anstrengung.

Grammatik

  1. ζηλωτὰ: Verbaladjektiv; wird mit „müssen/sollen“ übersetzt; Verneinung mit „dürfen“.