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          <title type="main">Matres Octocannae</title>
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                    Alte Geschichte und Epigraphik, Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
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        <title ref="https://gams.uni-graz.at/fercan">FERCAN: Fontes Epigraphici Religionum
                  Celticarum Antiquarum</title>
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                  <p>Der einfache Sockel ist in der linken Ecke ein kleines bisschen, in der rechten Ecke zu einem größeren Stück abgebrochen. Der Altarkörper mit dem nicht gerahmten Inschriftenfeld ist durch einen vorspringenden Grat von der Aedicula getrennt, von der die unteren Reste der Pilaster zu beiden Seiten und das Götterbild mit den drei Matres erhalten ist. Die Pilaster stehen auf einer dreistufigen Basis.<lb></lb>Der Rest der Aedicula ist in stark bestoßenem Zustand vorhanden. Die Bekrönung dürfte zwei Pulvini beinhaltet haben, am Aufsatz selbst liegt ein rundes Objekt.</p>
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                  <p>Der Inschriftentext ist fast vollständig erhalten. Er ist stark abgerieben und am linken Rand von Z.3 bis 9 nicht mehr lesbar. Am Beginn von Z.5 und 6 sind nur eine nach links gebauchte Rundung und eine senkrechte Haste erkennbar; sie können als C bzw. I gelesen werden, aber auch andere Lesungen sind denkbar; in beiden Zeilen scheinen sich anschließend Reste eines A erhalten zu haben. Ligaturen: s. Majuskeltext. Besondere Zeichen: In Z.2 findet sich eine Ligatur von I und N mit Erhöhung der linken senkrechten Haste des N (H: 4,5 cm) und ein kleines V (H: 2,0 cm); in Z.5 eine Ligatur von N und I mit Erhöhung der rechten senkrechten Haste des N (H: 4,4 cm)</p>
                  <note type="condition">weitgehend vollständig</note>
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                <p>Die drei sitzenden, in der Inschrift als  <rs type="divine">Matres</rs> bezeichneten Frauen folgen dem Darstellungsschema der drei Matres. Die beiden äußeren tragen die voluminöse Haube, wenngleich sie etwas flacher und nicht so hoch gerundet auf ihrem Kopf sitzt. Auffällig ist das Vorhandensein von deutlich erkennbaren Nadeln, die die Haube an beiden Seiten festzuhalten scheinen. Die Gesichter sind in groben Zügen nachvollziehbar, z.B. sind die groß wirkenden Augen klar erkennbar. Die mittlere Matrone trägt das Haar offen; es fällt ihr in zwei dicken Strängen zu beiden Seiten auf die Schultern. <lb></lb>
Der weite, schwere Mantel wird in Brustmitte von einer Spange gehalten und wirft besonders bei den Knien auffallende Falten. Die langen Kleider der Matres reichen bis zu ihren Füßen, die leicht verwittert wirken. Auf dem Schoß halten alle drei vermutlich einen Korb, jedoch ist nichts Genaues erkennbar. Um den Hals tragen die Matres Ketten, die ein Lunula-Anhänger ziert. Der Halsschmuck wirkt ebenso wie die Gesichter grob und teigig. <lb></lb>
Die Sitzbank ist zwar durchgehend, besitzt aber keine sichtbare Lehne. Im Allgemeinen wirkt die Darstellung klobig und niedergedrückt. Dennoch sind die äußeren Matres der mittleren zugewandt, d.h. durch diese vorgetäuschte Rundung entsteht der Eindruck der Räumlichkeit. Die Nische und die Figuren sind nicht besonders tief in den Stein gearbeitet. <lb></lb>
Auf der rechten Seitansicht, laut Rüger (1981, 320-304), ist eine barhäuptige Opferdienerin zu sehen, mit langen Haaren und von ihren Händen herabhängenden Girlanden. Sie steht auf einem Kapitell bzw. Akanthusbaluster – ebenso ist der links zu sehende Opferdiener dargestellt. Unter der Dienerin ist des Weiteren eine diagonale Hasta (bzw. eher eine Lanze oder ein Speer) hinter einem Rundschild (parma) zu sehen, unter dem Diener ist eine Herkules-Keule erkennbar. Die Bildnisse von Opferdienerin und Opferdiener sind von zwei Pilastern ohne Dekor eingerahmt, während die Reliefregister darunter nur einen einfachen schmalen Rahmen aufweisen.</p>
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              <p>Hafen von Krefeld, im Bereich des Auxiliarlagers Gelduba</p>   
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              <note>stammt aus der spätrömischen Befestigung des Auxiliarkastells von Gelduba</note>
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              <p>vidimus (21.5.2019)</p>
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      <geoDecl datum="WGS84" xml:id="WGS">World Geodetic System</geoDecl>
      <editorialDecl>
        <p>Digitale Repräsentation konform mit EpiDoc: http://epidoc.sourceforge.net</p>
        <p>Majuskel und Minuskel ausgeführt nach Leidener Klammersystem, Majuskel bildet
                  Inschrift originalgetreu ab, Minuskel enthält editorische Hinzufügungen</p>
      </editorialDecl>
      <projectDesc>
        <p>Die keltischen Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania
                  Inferior. Eine Fallstudie zu Religion im Kontext von Kulturkontakt und
                  Kulturtransfer (FWF – Projekt P 29274-G25 )</p>
        <p>Das Forschungsprojekt beabsichtigt, sämtliche keltischen Götternamen, die sich in
                  lateinischen Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior erhaltenen haben,
                  zusammenzustellen und auszuwerten. Die gewählte Quellengrundlage erscheint
                  besonders geeignet Erscheinungsformen zu untersuchen, welche auf religiöser Ebene
                  durch das Zusammentreffen von verschiedenen kulturellen Einflüssen entstanden
                  sind. Diese sind hier einerseits definiert durch die Verwendung der keltischen
                  Sprache, andererseits durch die lateinische Sprache und durch Formen aus dem
                  Inneren des Imperium Romanum, die man mit dem Etikett „römisch“ versehen kann. Das
                  Interesse gilt dabei nicht nur religiösen, sondern auch damit verbundenen
                  gesellschaftlichen Aspekten und den entsprechenden Mentalitäten. Doch soll damit
                  auch zu einem verbesserten Gesamtbild der Provinzialreligion in Niedergermanien
                  beigetragen werden.<lb></lb> Die Abschlusspublikation wird ergänzt um einen
                  ausführlichen sprachwissenschaftlichen Kommentar (von Patrizia de Bernardo
                  Stempel) in der Reihe ‚Corpus - F.E.R.C.AN. (Fontes epigraphici religionum
                  Celticarum antiquarum)‘ erscheinen. </p>
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            <item>
              <ref target="info:fedora/context:fercan.dedication.ex_iussu_ipsarum" type="context">ex iussu ipsarum</ref>
            </item>
            <item>
              <ref target="info:fedora/context:fercan.dedication.pro_se_et_suis" type="context">pro se et suis</ref>
            </item>
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              <ref target="info:fedora/context:fercan.dedication.vota_solverunt_libentes_merito" type="context">vota solverunt libentes merito</ref>
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        <ref target="info:fedora/context:fercan" type="context">FERCAN</ref>
        <ref target="info:fedora/context:fercan.inferior" type="context">Germania Inferior</ref>
      </ab>
      <div subtype="editions" type="bibliography">
        <listBibl>
          <bibl xml:id="LIT.1">Rüger 1981, 16</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.2">AE 1981, 686</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.3">Reichmann 1998, 129</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.4">Scheungraber 2020, 429 Nr.7</bibl>
        </listBibl>
      </div>
      <div subtype="concordances" type="bibliography">
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            <date>zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020</date>
          </bibl>
          <bibl type="EDH">
            <idno>HD005386</idno>
            <date>Version vom 14. Oktober 2019</date>
          </bibl>
          <bibl type="trismegistos">
            <idno>www.trismegistos.org/text/208786</idno>
            <date>zuletzt aufgerufen am 29. Juni 2021</date>   
       </bibl>
        </listBibl>
      </div>
      <div subtype="diplomatic" type="edition" xml:id="majuscule" xml:lang="la" xml:space="preserve"><ab><orig><lb n="1"></lb>MATRIBVS OCTOCANNIS <lb n="2"></lb> 
<hi rend="ligature">AL</hi>̣BINIVS <unclear>G</unclear>RAT<hi rend="ligature">IN</hi>V <hi rend="ligature">AL</hi>BINIVS <lb n="3"></lb> 
<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>V<unclear>L</unclear>VS · <hi rend="ligature">AL</hi>̣BINIVS · VRS<hi rend="ligature">VL</hi>VS <lb n="4"></lb> 
<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>INIVS · PATERNVS MILIS <lb n="5"></lb> 
<gap quantity="1" reason="lost" unit="character"></gap><unclear>CIA</unclear><gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>NIVS · LVBAI<hi rend="ligature">NI</hi><hi rend="ligature">VS</hi> · MI<gap quantity="1" reason="lost" unit="character"></gap> <lb n="6"></lb> 
<gap quantity="1" reason="lost" unit="character"></gap><unclear>CIA</unclear> <gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>NIVS · <hi rend="ligature">ME</hi>SSOR · MI<unclear>L</unclear><gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap> <lb n="7"></lb> 
<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap><unclear>IS</unclear><gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>IVS · VERINVS <lb n="8"></lb> 
<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>O SE<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap><unclear>S</unclear>VIS · EX · IVSSV · I<unclear>P</unclear> <lb n="9"></lb> 
<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>RV<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>V · S · L · M</orig></ab></div>
      <div subtype="normalised" type="edition" xml:id="minuscule" xml:lang="la" xml:space="preserve"><ab><lb n="1" xml:id="MIN.1"></lb>Matribus Octocannis<lb n="2" xml:id="MIN.2"></lb>Albinius <expan><abbr>Gratinu</abbr><ex>s</ex></expan> Albinius<lb n="3" xml:id="MIN.3"></lb><gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>ulus Albinius Ursulus<lb n="4" xml:id="MIN.4"></lb><supplied reason="lost">Alb</supplied>inius Paternus milis<note>sic</note><lb n="5" xml:id="MIN.5"></lb><gap quantity="1" reason="lost" unit="character"></gap>CIA<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>nius Lubainius mi<supplied reason="lost"><expan><abbr>l</abbr><ex>is</ex></expan></supplied><lb n="6" xml:id="MIN.6"></lb><gap quantity="1" reason="lost" unit="character"></gap>CIA<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>nius Messor mil<supplied reason="lost">is</supplied><lb n="7" xml:id="MIN.7"></lb><gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>IS<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>ius Verinus<lb n="8" xml:id="MIN.8"></lb><supplied reason="lost">pr</supplied>o se <supplied reason="lost">et</supplied> suis ex iussu ip<lb break="no" n="9" xml:id="MIN.9"></lb><supplied reason="lost">sa</supplied>ru<supplied reason="lost">m</supplied> <expan><abbr>v</abbr><ex>ota</ex></expan> <expan><abbr>s</abbr><ex>olverunt</ex></expan> <expan><abbr>l</abbr><ex>ibentes</ex></expan> <expan><abbr>m</abbr><ex>erito</ex></expan></ab></div>
      <div type="translation" xml:lang="de">
        <p>Für die  <rs type="divine">Matres Octocannae!</rs>
          <lb></lb> 
Albinius Gratinus, Albinius …ulus, Albinius Ursulus, der Soldat Albinius Paternus, der Soldat ...CIA...nius Lubainius, der Soldat …CIA…nius Messor und …IS…ius Verinus haben für sich und die Ihren auf deren Geheiß das Gelübde gerne und verdientermaßen erfüllt.</p>
      </div>
      <div type="translation" xml:lang="en">
        <p>To the  <rs type="divine">Matres Octocannae!</rs>
          <lb></lb> 
Albinius Gratinus, Albinius …ulus, Albinius Ursulus, the soldier Albinius Paternus, the soldier ...CIA...nius Lubainius, the soldier …CIA…nius Messor and …IS…ius Verinus have fulfilled a vow willingly and deservedly for themselves and their families in response to an order of the goddesses.</p>
      </div>
      <div type="apparatus">
        <app loc="#MIN.2 #MAJ.2">
          <note>Gratînus – Rüger; Gratinus – AE, EDH; ohne Ligaturen – AE, EDH</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.3 #MAJ.3">
          <note>Âlbulus – Rüger; Albulus – AE, Reichmann, EDH; ohne Ligaturen – AE, EDH; Albulus / Albinius Ursulus – Scheungraber</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.4 #MAJ.4">
          <note>Âlbinius – Rüger; Albinius – AE, EDH; [Al]binius – Reichmann; Albinius Paternus mil&lt;e=I&gt;s – Scheungraber</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.5 #MAJ.5">
          <note>Oglannius Lubainus mil(es) – Rüger, AE, EDH; Daci Albinius Lubainus mil(is), im Text des dazugehörigen Aufsatzes: Iubainus – Reichmann</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.6 #MAJ.6">
          <note>[O]glannius Messor milis(!) – Rüger, AE, EDH; Daci Albinius Messor milis – Reichmann; [O]glannius Messor mil&lt;e=I&gt;s – Scheungraber</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.7 #MAJ.7">
          <note>[---]issinius – Rüger, AE, EDH; Daci Albinius Verinus – Reichmann; [2]issinius – Scheungraber</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.8 #MAJ.8">
          <note>pro se et – Rüger, AE, Reichmann, EDH, Scheungraber</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.9 #MAJ.9">
          <note>sarum – Rüger, AE, EDH, Scheungraber</note>
        </app>
      </div>
      <div subtype="general" type="commentary">
        <p>Als Dedikanten treten in der Inschrift 7 männliche Personen mit Gentil- und Cognomen, aber ohne Praenomen, auf. 4 davon tragen gesichert das Gentile Albinius, bei den 3 restlichen könnten die Gentilnomina zumindest auf Albinius ergänzt werden. <lb></lb>
In der Lesung bei Reichmann 1998, 129 sind drei der Dedikanten als Soldaten ausgewiesen: Albinius Paternus milis Daci, Albinius Lubainius milis Daci, Albinius Messor milis Daci (in der im Museum Burg Linn aufgestellten erklärenden Tafel ist „Daci“ jeweils durch „Leg. I“ ersetzt; Stand Sommer 2019, so auch in Reichmann 2012, 54) </p>
        <p>
Albinius: italisches Gentilnomen oder einheimisches Pseudogentilnomen (Kakoschke 2006, GN 43) </p>
        <p> 
Gratinus: lateinisches Cognomen, Weiterbildung des Cognomens Gratus (Kakoschke 2007, CN 1462) </p>
        <p>
Ursulus: lateinisches Cognomen, Weiterbildung (Diminutiv) der Cognomens Ursus, gängiger Name (Kakoschke 2007, CN 3178) </p>
        <p>
Paternus: lateinisches Cognomen, überall gängiger Name, tritt verstärkt im Großraum Gallien, in Norditalien und in Hispanien auf (Kakoschke 2007, CN 2299) </p>
        <p>
Oglannius: Der Name wurde so von Rüger gelesen - einheimische Bildung (mit keltischer Basis?)? Der Name ist nur in dieser Inschrift belegt (Kakoschke 2006, GN 887). <lb></lb>
Lubainius: vgl. nach älterer Lesung Lubainus: germanisches Cognomen (Kakoschke 2007, CN 1769) </p>
        <p>
Messor: lateinisches Cognomen (Kakoschke 2007, CN 2035) </p>
        <p>
Verinus: lateinisches Cognomen; Weiterbildung des Cognomens Verus (Kakoschke 2007, CN 3281)</p>
      </div>
      <div subtype="language" type="commentary">
        <p>v.4 et 6: „milis“ pro „miles“</p>
      </div>
      <div subtype="deity" type="commentary">
        <p>
          <rs type="divine">Octocannae:</rs> keltisch: ‚[Muttergöttinnen] der Fichten’ bzw. ‘Fichtengöttinnen’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 236f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die 
Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die 
sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle 
Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet 
wurden.)</p>
        <p>

Vorkommen in theonymischen Formularen: </p>
        <p>
          <rs type="divine">Matres Octocannae</rs>: <lb></lb>
- Germania Inferior: Dieses theonymische Formular ist nur in der hier besprochenen Inschrift sicher bezeugt. In einer weiteren Inschrift (CF-GeI-82) könnte das belegte „Mat“ allerdings für  <rs type="divine">Matres</rs> ebenso wie für  <rs type="divine">Matronae</rs> stehen. <lb></lb> 
- außerhalb der Germania Inferior: - </p>
        <p>
          <rs type="divine">Matronae Octocannae</rs>: <lb></lb>
- Germania Inferior: Es finden sich 5 gesicherte Belege (CF-GeI-77 bis CF-GeI-81) und ein möglicher (CF-GeI-82). <lb></lb>
- außerhalb der Germania Inferior: - </p>
        <p>
          <rs type="divine">Octocannae</rs>: <lb></lb>
- Germania Inferior: In einem einzigen Inschriftenfragment (CF-GeI-83) scheint das theonymische Formular  <rs type="divine">Octocannae</rs> zu finden zu sein. Es hat zumindest nicht den Anschein, als wäre davor eine Bezeichnung als  <rs type="divine">Matres</rs> oder  <rs type="divine">Matronae</rs> abgebrochen. <lb></lb>
- außerhalb der Germania Inferior: - </p>
        <p>

Alle Inschriften für  <rs type="divine">Octocannae</rs> stammen aus dem Raum Krefeld. Alle bis auf eine (CF-GeI-84) wurden in Krefeld-Lank (Gripswald) gefunden.  </p>
      </div>
      <linkGrp domains="#majuscule #minuscule" type="alignment">
        <link target="#MAJ.1 #MIN.1"></link>
        <link target="#MAJ.2 #MIN.2"></link>
        <link target="#MAJ.3 #MIN.3"></link>
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