Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen


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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Octocannae

CF-GeI-83

OCTO[---]

HIS C[---]

Octo[---]

his C[---]

CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: mögliche Zeile(n) vor Z.1 – EDH; Octo[cannabus ---] – EDH (wegen möglicher zusätzlicher Zeile(n) Z.2)
Übersetzung Deutsch

Für die Octo…hae!
… C…

Übersetzung Englisch

To the Octo…hae!
… C…

Autopsie

non vidimus


Lesungt gründet auf: CIL

Editionen und LesungenCIL XIII 8577
Elektronische Ressourcen HD079848 (Version vom 29. April 2019) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-11100671 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/415591 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos)
Fundort antikGelduba
Fundort modern Krefeld
Fundstelle

Gut Gripswald

Fundumständein Schuttschicht, gemeinsam mit anderen Fragmenten
Fundjahr1863
Verwahrungunbekannt
InschriftträgerWeihestein
Archäologische Klassifikation Abschrift
Fragment
Beschreibung Objekt

Aufgrund des Erhaltungszustandes ist keine Beschreibung von Form und Gestaltung möglich.

Zustand Objekt kleineres Fragment
Ikonografie

keine Beschreibung möglich

Inschrift

Nach CIL ist die linke obere Ecke des Texts erhalten. Über seine Ausmaße sind keine Aussagen möglich.

Zustand Inschriftfeldkleineres Fragment
Kommentar Götternamen

Octo…hae! vermutlich Rest einer Variante von Octocannae: keltisch: ‚[Muttergöttinnen] der Fichten’ bzw. ‘Fichtengöttinnen’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 236f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Octocannae:
- Germania Inferior: Einzig in dem hier besprochenen Inschriftenfragment scheint das theonymische Formular Octocannae zu finden zu sein. Es hat zumindest nicht den Anschein, als wäre davor eine Bezeichnung als Matres oder Matronae abgebrochen.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Matronae Octocannae:
- Germania Inferior: Es finden sich 5 gesicherte Belege (CF-GeI-77 bis CF-GeI-81) und ein möglicher (CF-GeI-82).
- außerhalb der Germania Inferior: -

Matres Octocannae:
- Germania Inferior: Dieses theonymische Formular ist nur in einer einzigen Inschrift (CF-GeI-84) sicher bezeugt. In einer weiteren Inschrift (CF-GeI-82) könnte das belegte „Mat“ allerdings für Matres ebenso wie für Matronae stehen.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Alle Inschriften für Octocannae stammen aus dem Raum Krefeld. Alle bis auf eine (CF-GeI-84) wurden in Krefeld-Lank (Gripswald) gefunden.

ZitiervorschlagCF-GeI-83, hdl.handle.net/11471/504.50.83
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0
Bild 1: Abschrift, CIL XIII 8577, CC BY-NC


Bild 1: Abschrift, CIL XIII 8577, CC BY-NC