Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen


« zurück zur KategorieTEI

Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Matronae? Vesuniahenae?

CF-GeI-64

[---]ONI[---]

[---]NI[---]

[Matr]oni[s]

[Vesu]ni[ahenis]

CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: [Ma]troni[s] – Ferlut
Z. 2: es folgt noch wenigstens eine weitere Zeile / [ – EDH, Scheungraber, Ferlut
Übersetzung Deutsch

Für die Matronae Vesuniahenae!

Übersetzung Englisch

To the Matronae Vesuniahenae!

Autopsie

non vidimus

Lesung gründet auf: Nesselhauf-Lieb

Editionen und LesungenNesselhauf/Lieb 1959, Nr.192
Scheungraber 2020, 593 Nr.5
Ferlut 2022, Nr.746
Elektronische Ressourcen HD079813 (Version vom 10. Dezember 2020) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-10900422 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/419687 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos)
Fundort modern Vettweiß
Fundstelle

im fränkischem Gräberfeld am Südausgang des Dorfes

FundumständeDer Stein war vermutlich zum Bau eines fränkischen Grabes verwendet worden.
Fundjahr1938
Verwahrungverschollen
InschriftträgerWeihestein
MaterialSandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Beschreibung Objekt

Das Fragment ist rundherum abgeschlagen, ein Rest des Gesimses ist noch erhalten. Aufgrund des Erhaltungszustandes ist keine weitere Beschreibung von Form und Gestaltung möglich.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 20,0 cm
Breite: 25,0 cm
Tiefe: - cm
Ikonografie

kein Dekor bekannt

Inschrift

Erhalten ist nur kleiner Teil der ersten beiden Zeilen der Inschrift.

Zustand Inschriftfeldkleineres Fragment
Kommentar Götternamen

...ni…: möglicherweise Rest von Vesuniahenae: keltisch erklärbar: ‚In der Vesunn(i)a geborene [Muttergöttinnen]’, oder ‚Bei Vesunn(i)a geborene [Muttergöttinnen]’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 263-265). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Matronae Vesuniahenae:
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist 4x (CF-GeI-59 und CF-GeI-61 bis 63) zweifelsfrei belegt. Die Ergänzung der hier behandelten Inschrift auf Matronae Vesuniahenae kann in Erwägung gezogen werden, da sich im Umkreis weitere Belege für diese Matronen fanden.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Vesuniahenae:
- Germania Inferior: 1x belegt (CF-GeI-60), doch ist auch hier im dazugehörigen Relief die sog. Matronendreiheit dargestellt
- außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-64, hdl.handle.net/11471/504.50.64
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0