Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Vesuniahenae
CF-GeI-60
1 VESVNIAHE[---]
2 C̣ NIGRINIṾ[---]
3 [.]IVS EX IMP I[---]
4 [---]C[---]
1 Vesuniahe[nis]
2 G(aius) Nigriniu[s ---]
3 [.]ius ex imp(erio) i[ps(arum)]
4 [---]C[---]
| Civitas | CCAA |
| Apparatus criticus | Z. 1:
Vesuniahenis – Ferlut
Z. 3: [---]us ex imp(erio) ip[s(arum)] – Lehner; [-?]I(?) v(otum) s(olvit) – EDH; ...tus – Espérandieu; ius – Scheungraber, Ferlut Z. 4: nach dem C weitere Buchstabenreste – CIL; v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito) – Espérandieu; [---?]C(?)[---?] – EDH; [3]CAI(?)[ – Scheungraber; ……….CAI[…] – Ferlut |
| Übersetzung Deutsch |
Für die Vesuniahenae!
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| Übersetzung Englisch |
To the Vesuniahenae!
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| Autopsie |
vidimus (CIL XIII Projekt) |
| Editionen und Lesungen | CIL XIII 7850 Lehner 1918, Nr.512 Espeérandieu IX 6563 Scheungraber 2020, 593 Nr.2 Ferlut 2022, Nr.888 |
| Elektronische Ressourcen |
HD079703
(Version vom 8. April 2020) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-11100074 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) www.trismegistos.org/text/414916 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos) |
| Fundort modern | Vettweiß |
| Fundstelle | in einem Grab auf der Heide zwischen Düren und Zülpich |
| Fundumstände | gemeinsam mit CF-GeI-61–63 |
| Fundjahr | 1851 |
| Verwahrung | Bonn, Rheinisches Landesmuseum |
| Inventarnummer | 4909 |
| Inschriftträger | Aedicula-Altar |
| Material | Sandstein |
| Archäologische Klassifikation |
Apfel
Architektur Aufsatzschmuck Frucht Füllhorn Gefäß Götterbild Kultmahl Nuss Reliefdekor Reliefschmuck Rosette Thron Tisch Vase |
| Beschreibung Objekt | Der Aedicula-Altar ist oben abgebrochen, ebenso ist der Sockel größtenteils abgeschlagen. Das Inschriftenfeld ist nicht gerahmt. Die Matronen erscheinen in einer über dem Inschriftenfeld eingetieften Nische. Der obere Abschluss der Nische und des Aufsatzes ist nicht mehr nachvollziehbar. |
| Zustand Objekt | weitgehend vollständig |
| Maße | Höhe: 84,0 cm Breite: 53,0 cm Tiefe: 15,0 cm |
| Ikonografie | Die Götterbildnische zeigt zwei sitzende Frauen mit langen Gewändern und der großen typischen Haube am Kopf. Die rechte Figur ist stark abgeschlagen und beschädigt. Arm-und Beinhaltung ist noch nachvollziehbar, Gesicht, Oberkörper und Haube sind allerdings nur noch im Umriss erkennbar. Von ihren Sitzgelegenheiten sind sowohl Armlehnen als auch die hohe Rückenlehne erkennbar. |
| Inschrift | Der Inschriftentext ist am rechten Rand nicht mehr lesbar, auch kann nicht mehr gesagt werden, ob und wie weit er sich nach unten fortsetzte. |
| Zustand Inschriftfeld | größere Fehlstelle/n |
| Technik | gemeißelt |
| Kommentar Götternamen |
Vesuniahenae: keltisch erklärbar: ‚In der Vesunn(i)a geborene [Muttergöttinnen]’, oder ‚Bei Vesunn(i)a geborene [Muttergöttinnen]’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 263-265). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.) Vorkommen in theonymischen Formularen:
Vesuniahenae:
Matronae Vesuniahenae: |
| Kommentar allgemein |
Gaius Nigrinius …ius: tria nomina |
| Zitiervorschlag | CF-GeI-60, hdl.handle.net/11471/504.50.60 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
