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                  Celticarum Antiquarum</title>
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                  <p>Der Aedicula-Altar ist oben abgebrochen, ebenso ist der Sockel größtenteils abgeschlagen. Das Inschriftenfeld ist nicht gerahmt. Die Matronen erscheinen in einer über dem Inschriftenfeld eingetieften Nische. Der obere Abschluss der Nische und des Aufsatzes ist nicht mehr nachvollziehbar.<lb></lb>Der Aufsatz ist an der linken Seitansicht noch festzustellen, allerdings lässt sich die Form nicht mehr rekonstruieren. Der Altar ist an allen Kanten stark bestoßen und abgeschlagen.</p>
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                  <p>Der Inschriftentext ist am rechten Rand nicht mehr lesbar, auch kann nicht mehr gesagt werden, ob und wie weit er sich nach unten fortsetzte.</p>
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                <p>Die Götterbildnische zeigt zwei sitzende Frauen mit langen Gewändern und der großen typischen Haube am Kopf. Die rechte Figur ist stark abgeschlagen und beschädigt. Arm-und Beinhaltung ist noch nachvollziehbar, Gesicht, Oberkörper und Haube sind allerdings nur noch im Umriss erkennbar. Von ihren Sitzgelegenheiten sind sowohl Armlehnen als auch die hohe Rückenlehne erkennbar. <lb></lb>
Die linke sitzende Matrone hält ein nicht näher zu definierendes Bündel auf ihrem Schoß. Der lange Mantelsaum gibt den Blick auf ihr Kleid frei. Der Mantel wird unter der Brust zusammengehalten. Das Gesicht ist etwas abgeschlagen. <lb></lb>
Die mittlere Matrone steht in der Mitte der Nische, etwas nach links verrückt, sodass ihr linkes Bein hinter dem Knie der linken sitzenden Matrone verschwindet. Ihr Kopf ist schwer beschädigt. Ihr linker Arm scheint in die linke Seite gestemmt zu sein, während der rechte locker herabhängt. Sie trägt ebenfalls ein langes Kleid, anhand der weiten Ärmel wäre ein Mantel anzunehmen, doch ist dieser aufgrund der verwaschen wirkenden Oberfläche nicht mehr erkennbar. Die Matrone steht in einem Kontrapost mit rechtem Stand- und linkem Spielbein, wodurch eine Wölbung nach rechts die gesamte Figur durchzieht. <lb></lb>
Die Aedicula ist leicht hervorspringend angedeutet und so gestaltet, dass die beiden sitzenden Matronen räumlich weiter vor der in der Mitte stehenden zu sein scheinen. <lb></lb>
Die linke Seitansicht zeigt einen dreibeinigen Tisch mit geschwungenen Beinen, auf dem ein zierlich gestalteter Krug mit geschwungenen Henkeln steht, aus dem Früchte hervorragen. Das Relief wirkt auf der rechten Kante abgeschlagen und nicht vollständig erhalten. Weiteres Dekor ist aufgrund der verwaschenen Oberfläche nicht zu erkennen. <lb></lb>
Auf der rechten stark beschädigten Seitansicht ist das Motiv bis auf einige Reste an Linien verschwunden. Allerdings hat sich im unteren Ende ein spitzes Ende mit einem Knauf erhalten, was auf das untere Ende eines Füllhorns hindeutet.</p>
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              <p>in einem Grab auf der Heide zwischen Düren und Zülpich</p>
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              <note>gemeinsam mit CF-GeI-61–63</note>
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              <p>vidimus (CIL XIII Projekt)</p>
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      <geoDecl datum="WGS84" xml:id="WGS">World Geodetic System</geoDecl>
      <editorialDecl>
        <p>Digitale Repräsentation konform mit EpiDoc: http://epidoc.sourceforge.net</p>
        <p>Majuskel und Minuskel ausgeführt nach Leidener Klammersystem, Majuskel bildet
                  Inschrift originalgetreu ab, Minuskel enthält editorische Hinzufügungen</p>
      </editorialDecl>
      <projectDesc>
        <p>Die keltischen Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania
                  Inferior. Eine Fallstudie zu Religion im Kontext von Kulturkontakt und
                  Kulturtransfer (FWF – Projekt P 29274-G25 )</p>
        <p>Das Forschungsprojekt beabsichtigt, sämtliche keltischen Götternamen, die sich in
                  lateinischen Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior erhaltenen haben,
                  zusammenzustellen und auszuwerten. Die gewählte Quellengrundlage erscheint
                  besonders geeignet Erscheinungsformen zu untersuchen, welche auf religiöser Ebene
                  durch das Zusammentreffen von verschiedenen kulturellen Einflüssen entstanden
                  sind. Diese sind hier einerseits definiert durch die Verwendung der keltischen
                  Sprache, andererseits durch die lateinische Sprache und durch Formen aus dem
                  Inneren des Imperium Romanum, die man mit dem Etikett „römisch“ versehen kann. Das
                  Interesse gilt dabei nicht nur religiösen, sondern auch damit verbundenen
                  gesellschaftlichen Aspekten und den entsprechenden Mentalitäten. Doch soll damit
                  auch zu einem verbesserten Gesamtbild der Provinzialreligion in Niedergermanien
                  beigetragen werden.<lb></lb> Die Abschlusspublikation wird ergänzt um einen
                  ausführlichen sprachwissenschaftlichen Kommentar (von Patrizia de Bernardo
                  Stempel) in der Reihe ‚Corpus - F.E.R.C.AN. (Fontes epigraphici religionum
                  Celticarum antiquarum)‘ erscheinen. </p>
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      <desc>links, CIL XIII Projekt, CC BY-NC</desc>
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      <desc>rechts, CIL XIII Projekt, CC BY-NC</desc>
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          <bibl xml:id="LIT.3">Espeérandieu IX 6563</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.4">Scheungraber 2020, 593 Nr.2</bibl>
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<gap quantity="1" reason="lost" unit="character"></gap>IVS EX IMP I<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap> <lb n="4"></lb> 
<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>C<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap></orig></ab></div>
      <div subtype="normalised" type="edition" xml:id="minuscule" xml:lang="la" xml:space="preserve"><ab><lb n="1" xml:id="MIN.1"></lb>Vesuniahe<supplied reason="lost">nis</supplied><lb n="2" xml:id="MIN.2"></lb><expan><abbr>G</abbr><ex>aius</ex></expan> Nigriniu<supplied reason="lost">s </supplied><gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap><lb n="3" xml:id="MIN.3"></lb><gap quantity="1" reason="lost" unit="character"></gap>ius ex <expan><abbr>imp</abbr><ex>erio</ex></expan> i<supplied reason="lost"><expan><abbr>ps</abbr><ex>arum</ex></expan></supplied><lb n="4" xml:id="MIN.4"></lb><gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap>C<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap></ab></div>
      <div type="translation" xml:lang="de">
        <p>Für die  <rs type="divine">Vesuniahenae!</rs>
          <lb></lb> 
Gaius Nigrinius …ius auf Geheiß …</p>
      </div>
      <div type="translation" xml:lang="en">
        <p>To the  <rs type="divine">Vesuniahenae!</rs>
          <lb></lb> 
Gaius Nigrinius …ius in response to an order …</p>
      </div>
      <div type="apparatus">
        <app loc="#MIN.3 #MAJ.3">
          <note>[---]us ex imp(erio) ip[s(arum)] – Lehner; [-?]I(?) v(otum) s(olvit) – EDH;  ...tus – Espérandieu; ius – Scheungraber, Ferlut</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.4 #MAJ.4">
          <note>nach dem C weitere Buchstabenreste – CIL; v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito) – Espérandieu; [---?]C(?)[---?] – EDH; [3]CAI(?)[ – Scheungraber; ……….CAI[…] – Ferlut</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.1 #MAJ.1">
          <note>Vesuniahenis – Ferlut</note>
        </app>
      </div>
      <div subtype="general" type="commentary">
        <p>Gaius Nigrinius …ius: tria nomina <lb></lb> 
Nigrinius: einheimisches Pseudogentilnomen, abgeleitet vom lateinischen Cognomen Niger/Nigrinus (Kakoschke 2006, GN 855)</p>
      </div>
      <div subtype="deity" type="commentary">
        <p>
          <rs type="divine">Vesuniahenae:</rs> keltisch erklärbar: ‚In der Vesunn(i)a geborene [Muttergöttinnen]’, oder ‚Bei Vesunn(i)a geborene [Muttergöttinnen]’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 263-265). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die 
Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die 
sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle 
Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet 
wurden.) </p>
        <p>

Vorkommen in theonymischen Formularen: </p>
        <p>
          <rs type="divine">Vesuniahenae</rs>:   <lb></lb>
- Germania Inferior: Das eingliedrige theonymische Formular ist nur in der hier vorgestellten Inschrift belegt, doch ist auch hier im dazugehörigen Relief die sog. Matronendreiheit dargestellt.  
- außerhalb der Germania Inferior: - </p>
        <p>
          <rs type="divine">Matronae Vesuniahenae</rs>:   <lb></lb>
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist 4x (CF-GeI-59 und CF-GeI-61 bis 63) zweifelsfrei belegt, für eine weitere Inschrift wurde eine entsprechende Lesung vorgeschlagen (CF-GeI-64). <lb></lb> 
- außerhalb der Germania Inferior: - </p>
      </div>
      <linkGrp domains="#majuscule #minuscule" type="alignment">
        <link target="#MAJ.1 #MIN.1"></link>
        <link target="#MAJ.2 #MIN.2"></link>
        <link target="#MAJ.3 #MIN.3"></link>
        <link target="#MAJ.4 #MIN.4"></link>
      </linkGrp>
    </body>
  </text>
</TEI>


