Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Mercurius Gebrinius
CF-GeI-6
1 MERCVRIO [.]EBRI
2 NIO · M · CV[---]O
3 NIVS · VICT[.]R
4 PRO SE ÊT SV[---]· S · L · M
1 Mercurio [G]ebri-
2 nio M(arcus) Cu[---]o-
3 nius Vict[o]r
4 pro se et su[is] s(olvit) l(ibens) m(erito)
| Civitas | CCAA |
| Apparatus criticus | Z. 1:
Gebri – Lehner, Nesselhauf, Espérandieu, Bauchhenß, Scheungraber
Z. 2: vor und nach der Lücke zw. CV und O, höchstens 2 Buchstaben, jeweils eine senkrechte Haste – Nesselhauf Z. 3: Victor – Lehner Z. 4: ohne Ligatur – Nesselhauf, Espérandieu, Bauchhenß; suis [v(otum)] – Lehner, Bauchhenß; su[is v(otum)] – Espérandieu |
| Übersetzung Deutsch |
Für Mercurius Gebrinius!
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| Übersetzung Englisch |
To Mercurius Gebrinius!
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| Autopsie |
vidimus (CIL XIII Projekt) |
| Editionen und Lesungen | Lehner 1930, Nr.50 Nesselhauf 1937, Nr.191 Espérandieu XI 7781 Bauchhenß 2014, 174 Nr.92 Scheungraber 2020, 296 Nr.9 |
| Elektronische Ressourcen |
HD079790
(Version vom 16. Februar 2021) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-11202316 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) www.trismegistos.org/text/419752 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos) |
| Fundort antik | Bonna |
| Fundort modern | Bonn |
| Fundstelle | Münsterkirche |
| Fundumstände | im Fundament eines fränkischen Grabsaals verbaut |
| Fundjahr | 1929 |
| Verwahrung | Bonn, Rheinisches Landesmuseum |
| Inventarnummer | D 266 |
| Inschriftträger | Aedicula-Altar |
| Material | Kalkstein |
| Archäologische Klassifikation |
Architektur
Aufsatzschmuck Baum Blattdekor Flügelkappe Götterbild Kapitell Laubbaum Pilaster Reliefdekor Reliefschmuck Tier Widder |
| Beschreibung Objekt | Der Altarkörper ruht auf einem deutlich abgesetzten Sockel. Die Bekrönung ist nur mehr in stark beschädigten und bestoßenen Ansätzen vorhanden, die Seitansichten zeigen deutlichere Überreste von Pulvini, die mit Blattdekor versehen waren. |
| Zustand Objekt | größere Fehlstelle/n |
| Maße | Höhe: 62,0 cm Breite: 36,5 cm Tiefe: 20,0 cm |
| Ikonografie | Der aufrecht im Kontrapost stehende Merkur (rechtes Standbein, linkes Bein stark beschädigt bzw. fast nicht mehr vorhanden) ist bis auf den um die Schultern liegenden Mantel, der links an der Schulter festgemacht ist und ihm den Rücken hinabfällt, nackt. Seine Unterarme fehlen, der Kopf ist stark zerstört und nur in Umrissen vorhanden. Da diese an den oberen Enden etwas ausufern, kann eine Flügelkappe bzw. ein geflügeltes Haupt des Merkur angenommen werden. |
| Inschrift | Der Text ist in seiner ganzen Ausdehnung erhalten. Abgesehen von einer schmalen Lücke im rechten Teil ist er zwar etwas korrodiert aber lesbar. |
| Zustand Inschriftfeld | weitgehend vollständig |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 2,1 cm |
| Kommentar Götternamen |
Gebrinius: keltisch: ‚Der Gott mit dem Widder‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 138f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.) Vorkommen in theonymischen Formularen:
Mercurius Gebrinius: - Germania Inferior: 10x belegt (CF-GeI-1 bis CF-GeI-10). Alle Zeugnisse stammen aus Bonn. - außerhalb der Germania Inferior: - |
| Kommentar allgemein |
Marcus Cu…onius Victor: tria nomina |
| Zitiervorschlag | CF-GeI-6, hdl.handle.net/11471/504.50.6 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
