Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Matronae Gesachenae
CF-GeI-55
1 MATRONIS
2 GESA˧̂EN̂IS LA
3 TINIA FVSCA
4 V · S · L · M
1 Matronis
2 Gesachenis La-
3 tinia Fusca
4 v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito)
| Civitas | CCAA |
| Apparatus criticus | Z. 2:
Gesaĥen̂is – Galsterer/Galsterer 1975; Gesahenis – Alföldy, Galsterer/Galsterer 2010, KIK 2012, EDH, Scheungraber, Ferlut
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| Übersetzung Deutsch |
Für die Matronae Gesachenae!
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| Übersetzung Englisch |
To the Matronae Gesachenae!
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| Autopsie |
non vidimus |
| Editionen und Lesungen | CIL XIII 8496 Alföldy 1967, 2–3 Nr.5 Galsterer/Galsterer 1975, Nr.101 Galsterer/Galsterer 2010, Nr.145 KIK 2012, Nr.168 Scheungraber 2020, 302 Nr.5 Ferlut 2022, Nr.621 |
| Elektronische Ressourcen |
HD075386
(Version vom 8. August 2019) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-01200336 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) www.trismegistos.org/text/415512 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos) |
| Fundort antik | CCAA |
| Fundort modern | Köln |
| Fundstelle | Deutz, „in monastero“ in Altenberg im Dhünthal bei Burscheid |
| Verwahrung | verschollen |
| Inschriftträger | Weihestein |
| Beschreibung Objekt | Laut Galsterer/Galsterer (1975, Nr.101 und 2010, Nr.145) handelt es sich vermutlich um einen Weihealtar. Eine nähere Beschreibung ist jedoch nicht möglich. |
| Zustand Objekt | unklar |
| Ikonografie | keine Beschreibung möglich |
| Inschrift | Der Inschriftentext in der Umzeichnung ist aus inhaltlichen Gründen offensichtlich vollständig widergegeben. |
| Zustand Inschriftfeld | vollständig |
| Kommentar Götternamen |
Gesachenae:keltisch: ‚Zu den Söldner(truppe)n Gehörende [Muttergöttinnen]’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 288-290). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.) So auch Gesationum: keltisch: ‚Der Söldner bzw. vermutlich der Söldnertruppen’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 286f); anders Alföldy (1967, in BJB 167, 438), der eine germanische Sippe vermutet. (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.) Vorkommen in theonymischen Formularen:
Matronae Gesachenae:
Gesachenae:
Matronae Gesationum: |
| Kommentar allgemein |
Latinia Fusca: weibliches römisches Namensformular; wegen der Seltenheit des Gentilnamens in Niedergermanien und der Tatsache, dass sich Fuscus im Ubiergebiet nur bei Soldaten findet, kann vermutet werden, dass die Frau zugewandert war oder aus der Familie eines Soldaten stammte (Spickermann 1994, 343). |
| Zitiervorschlag | CF-GeI-55, hdl.handle.net/11471/504.50.55 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
