Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Tenianeae

CF-GeI-466

MATRO[---]

TENIA VEH[---]

[.]EX CAND̂I[---]

MATERN[---]

  5 [.]RO SE ET [---]

[---] IMP [---]

Matro[nis]

Teniaveh[is]

[S]ex(tus) Candi[di(us)]

Matern[us]

  5 [p]ro se et [suis]

[ex] imp(erio) [ipsarum]

Apparatus criticusZ. 2: [-?]teniaveh[is] – Biller, EDH; Teniave[his] – Scheungraber; Teniave[is] – Ferlut
Z. 3: Cand[idi(us)] – Scheungraber, Ferlut
Übersetzung Deutsch

Für die Matronae Teniavehae!
Sextus Candidius Maternus für sich und die Seinen auf deren Befehl.

Übersetzung Englisch

To the Matronae Teniavehae!
Sextus Candidius Maternus for himself and his family in response to their order.

Autopsie

non vidimus


Lesung gründet auf: CIL

Editionen und LesungenCIL XIII 8847
Biller 2010, 116 Anm.589
Scheungraber 2020, 524
Ferlut 2022, Nr.808
Elektronische Ressourcen HD080495 (Version vom 20. August 2019) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-11100937 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/415841 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos)
Fundstelle

Unbekannt (!)

Verwahrungverschollen
InschriftträgerWeihestein
Archäologische Klassifikation Abschrift
Beschreibung Objekt

Das Objekt ist verschollen und nur in Abschrift erhalten. Eine Beschreibung ist in der Literatur nicht vorhanden.

Zustand Objekt unklar
Ikonografie

keine Angaben möglich

Inschrift

Der Inschriftentext ist nur abschriftlich überliefert. Das Original war am linken und rechten Rand abgebrochen, der Text kann aber mit einiger Sicherheit ergänzt werden.
Ligatur: s. Majuskeltext

Zustand Inschriftfeldweitgehend vollständig
Kommentar Götternamen

Teniavehae: keltisch: ‚Die [Muttergöttinnen] der Holunderbäume’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 238f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen in theonymischen Formularen:
Matres Teniavehae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: nur in dieser Inschrift belegt
- außerhalb der Germania Inferior: -

Kommentar allgemein

Sextus Candidius Maternus: tria nomina. Ein Dedikant dieses Namens ist auch von einem Altar für die Matronae Vesuniahenae aus Zülpich bekannt (CF-GeI-59). Die Ergänzung des Namens in der hier behandelten Inschrift hat sich daran orientiert. Ob es sich dabei um die gleiche Person handelt ist aber zweifelhaft.
Candidius: einheimisches Pseudogentilnomen, abgeleitet vom lateinischen Cognomen Candidus; besonders verbreitet in den germanischen Provinzen (Kakoschke 2006, GN 264)
Maternus: lateinisches Cognomen, überall gängig (Kakoschke 2008, CN 1965)

ZitiervorschlagCF-GeI-466, hdl.handle.net/11471/504.50.466
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0
Bild 1: Abschrift, CIL XIII 8847, CC BY-NC

Bild 1: Abschrift, CIL XIII 8847, CC BY-NC