Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Matronae Lubicae
CF-GeI-460
1 M̂AT̂RON̂IS
2 LVBICIS
3 TERT̂IVS
4 V · S · L
1 Matronis
2 Lubicis
3 Tertius
4 v(otum) s(olvit) l(ibens)
| Civitas | CCAA |
| Apparatus criticus | Z. 1:
ohne Ligatur – Römer am Rhein; Galsterer/Galsterer 2010
Z. 3: ohne Ligatur – Römer am Rhein; Galsterer/Galsterer 2010 |
| Übersetzung Deutsch |
Für die Matronae Lubicae!
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| Übersetzung Englisch |
To the Matronae Lubicae!
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| Autopsie |
non vidimus |
| Editionen und Lesungen | CIL XIII 8220 (4, p 139) Schoppa 1959, Nr.70 Römer am Rhein 1967, 165 A 106 Galsterer/Galsterer 1975, Nr.103 Galsterer/Galsterer 2010, Nr.148 Scheungraber 2020, 359 Ferlut 2022, Nr. 606 |
| Elektronische Ressourcen |
HD031164
(Version vom 28. Dezember 2018) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-01200058 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) www.trismegistos.org/text/209423 (zuletzt aufgerufen am 30. Juni 2021) (Trismegistos) |
| Fundort antik | CCAA |
| Fundort modern | Köln |
| Fundstelle | Köln, Aachener Str. vor dem Hahnentor zwischen dem neuen Theater (Opernhaus) und der Umwallung (Riese 1903, 45), d.h. zwischen Rudolfsplatz und der Bahnlinie |
| Fundumstände | um 1903; an derselben Stelle auch CF-GeI-48 (Matronae Andrusteihae) und CF-GeI-304 (Sunuxalis) gefunden (Klinkenberg 1906, 262) |
| Verwahrung | Köln, Römisch-Germanisches Museum |
| Inventarnummer | 24, 383 |
| Inschriftträger | Weihealtar |
| Material | Kalkstein |
| Archäologische Klassifikation |
Aufsatzschmuck
glatt Opferschale |
| Beschreibung Objekt | Es handelt sich um einen einfachen kleinen Weihealtar, dessen Sockel sowie unterer Teil des Körpers abgebrochen ist. Der Altarkörper ist gerade und glatt. Der Aufsatz springt ein wenig vor. Der Aufsatzschmuck zeigt eine mittige runde Erhebung (eventuell ein abgearbeiteter Giebel) sowie zwei leicht bestoßene Pulvini links und rechts. Die Oberfläche wirkt unbearbeitet, daher dürfte nie ein Dekor vorhanden gewesen sein. |
| Zustand Objekt | weitgehend vollständig |
| Maße | Höhe: 28,0 cm Breite: 22,0 cm Tiefe: 11,0 cm |
| Ikonografie | kein Dekor erhalten |
| Inschrift | Der Inschriftentext ist wohl vollständig erhalten. „Standfläche restauriert, dabei letzte Zeile teilweise zugeschmiert“ (Galsterer/Galsterer 2010, Nr.148). Es ist erkennbar, dass die Zeilen vorgerissen waren. Die Buchstaben sind ungewöhnlich tief eingemeißelt (Galsterer/Galsterer 2010, Nr.148). |
| Zustand Inschriftfeld | vollständig |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 2,5–5,0 cm |
| Kommentar Götternamen |
Lubicae: keltisch: ‚Liebende [Muttergöttinnen]’ bzw. ‚[Muttergöttinnen] der Kräuter’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 203f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.) Vorkommen in theonymischen Formularen:
Matronae Lubicae: |
| Kommentar allgemein |
Tertius: Der Dedikant könnte entweder nur mit einem Namen genannt sein, da er kein römisches Bürgerrecht besaß, oder als römischer Bürger aus Platzgründen nur sein Cognomen angeführt haben. Es handelt sich dabei um ein überall äußerst gängiges lateinisches Cognomen (Kakoschke 2008, CN 3037). Tertius ist jedoch auch Gentilnomen bezeugt. |
| Zitiervorschlag | CF-GeI-460, hdl.handle.net/11471/504.50.460 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
