Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen


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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Nehalennia

CF-GeI-456

DEÂE N̂EHÂLEN

[.]RIATTIVS · IVCVN

DI · PRO · SE · ÊT · SVIS

V · S · L · M

Deae Nehalen(---)

[F]riattius Iucun-

di pro se et suis

v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito)

CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: Ne/h/a/ll/e/nnia/e – Hondius-Crone; Nehalen(iae) – Galsterer/Galsterer 1975; Nehalen(niae), ohne Ligaturen – Hondius-Crone, Galsterer/Galsterer 2010, KIK 2012, Scheungraber, Ferlut
Z. 3: di (filius) pro – – Galsterer/Galsterer 1975, Galsterer/Galsterer 2010, KIK 2012, Ferlut; ohne Ligatur – Galsterer/Galsterer 2010, KIK 2012
Übersetzung Deutsch

Für die Göttin Nehalen...!
Friattius, der Sohn des Iucundus, hat das Gelübde für sich und die Seinen gerne und verdientermaßen erfüllt.

Übersetzung Englisch

To the goddess Nehalen...!
Friattius, the son of Iucundus, has fulfilled a vow willingly and deservedly for himself and his family.

Autopsie

non vidimus


Lesung gründet auf: CIL

Editionen und LesungenCIL XIII 8498
Hondius-Crone 1955, Nr.44
Galsterer/Galsterer 1975, Nr.126
Galsterer/Galsterer 2010, Nr.181
KIK 2012, Nr.193
Scheungraber 2020, 392 Nr.1
Ferlut 2022, Nr.1117
Elektronische Ressourcen EDCS-01200338 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/415514 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos)
Fundort antikDivitia
Fundort modern Köln
Fundstelle

Benediktinerkloster

Fundumständeaus den Trümmern des 1583 zerstörten Heribertsklosters geborgen
Fundjahr1583
Verwahrungverschollen
InschriftträgerWeihealtar
MaterialKalkstein
Archäologische Klassifikation Abschrift
Füllhorn
Reliefschmuck
Beschreibung Objekt

Von dem Weihealtar existiert nur eine Abschrift; daher ist eine genaue Beschreibung nicht möglich.

Zustand Objekt unklar
Ikonografie

Die beiden Schmalseiten sollen je ein Füllhorn gezeigt haben, mehr ist jedoch nicht bekannt (Galsterer/Galsterer 2010, 167 f.).

Inschrift

Der Inschriftentext ist abschriftlich bis auf eine kleine Fehlstelle offensichtlich vollständig überliefert.
Ligaturen: s. Majuskeltext

Zustand Inschriftfeldvollständig
Kommentar Götternamen

Nehalen...: Rest von Nehalennia oder einer Variante: keltisch erklärbar: ‚Die [Göttin] im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 145f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Nehalennia:
- Germania Inferior: Belege sind überaus häufig. Zwei Inschriften stammen aus Köln alle anderen aus Domburg und Colijnsplaat. Die Göttin wird dabei, bis auf wenige Ausnahmen, stets als dea Nehalennia angesprochen.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Kommentar allgemein

Friattius: germanisches Cognomen (Kakoschke 2007, CN 1347)

Iucundus: überall gängiges lateinisches Cognomen (Kakoschke 2007, CN 1632)

ZitiervorschlagCF-GeI-456, hdl.handle.net/11471/504.50.456
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0
Bild 1: Abschrift, CIL XIII 8498, CC BY-NC


Bild 1: Abschrift, CIL XIII 8498, CC BY-NC