Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Nehalennia
CF-GeI-454
1 DEAE NEHA[---]
2 [---]
3 IM[---]
4 [---]M
1 Deae Neha[---]
2 [---]
3 IM[---]
4 [---] m(erito)
| Civitas | Civitas Frisiavonum |
| Apparatus criticus | Z. 1:
Nehalen – Scheungraber, Ferlut
Z. 2: niae [3]N[3]N – Scheungraber, Ferlut Z. 3: IME[3] – Scheungraber, Ferlut Z. 4: [3] v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito) – Scheungraber, Ferlut |
| Übersetzung Deutsch |
Für die Göttin Neha…!
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| Übersetzung Englisch |
To the goddess Neha…!
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| Autopsie |
non vidimus
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| Editionen und Lesungen | CIL XIII 8801 Espérandieu IX 6660 Byvanck 1935, Nr.239 Hondius-Crone 1955, Nr.3 Stuart 2013, Nr.20 Scheungraber 2020, 396 Nr.25 Ferlut 2022, Nr.1070 |
| Elektronische Ressourcen |
EDCS-11100891
(zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) www.trismegistos.org/text/415796 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos) |
| Fundstelle | Domburg 51.563265 3.498398 |
| Fundjahr | 1647 |
| Verwahrung | Middelburg, Zeeuws Museum, collection KZGW |
| Inventarnummer | G3206 |
| Inschriftträger | Aedicula-Altar |
| Material | Kalkstein |
| Archäologische Klassifikation |
Abschrift
Akanthus Apfel Architektur Aufsatzschmuck Delphin Dreizack Fisch Fragment Frucht gebrochener Giebel Gefäß Gottheit Götterbild Halbsäule Hund Keule Löwenfell menschliche Figur Muschelnische Muschelschloss männliche Figur Obstschale Pilaster Rahmen Ranke Register Reliefdekor Reliefschmuck Schiffsschnabel Tempelarchitektur Tier Umzeichnung Vase Zierleiste |
| Beschreibung Objekt | Der Aedicula-Altar wurde bei dem Brand im Jahr 1848 schwer beschädigt; erhalten geblieben sind noch 13 Fragmente, die zusammen die Vorderseite sowie linke und rechte Schmalseite bilden. |
| Zustand Objekt | weitgehend vollständig |
| Maße | Höhe: 107,7 cm Breite: 64,8 cm Tiefe: - cm Angegeben sind die ursprünglichen Gesamtausmaße nach Cannegieter (ms 953, Universität Leiden). |
| Ikonografie |
Nehalennia ist stehend dargestellt. Sie hat ihr rechtes Bein auf einen Schiffsbug gestellt. Auf dem so erhöhten abgestützten Knie ruht ein kleiner Obstkorb, den sie mit der rechten Hand hält. Mit der linken Hand scheint sie eine der Früchte zu greifen. Sie trägt eine kleine Haube und eine Pelerine, die ihr bis knapp über die Armbeuge geht. Um ihren Hals ist eine Halskette zu erkennen. Ihr Gewandärmel der linken Hand ist leicht zurückgeschlagen, der herabfallende Saum ihres Gewandes ist von links nach rechts über ihr Knie gelegt. Links neben ihr sitzt ein von ihr abgewandter Hund, der seinen Kopf halb zu ihr herumgedreht hatte. Es scheint auf der anderen Seite keinen Obstkorb gegeben zu haben. |
| Inschrift | Vom Inschriftentext sind nur Fragmente abschriftlich überliefert. |
| Zustand Inschriftfeld | größeres Fragment |
| Technik | gemeißelt |
| Kommentar Götternamen |
Neha…: Rest von Nehalennia oder einer Variante: keltisch erklärbar: ‚Die [Göttin] im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 145f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.) Vorkommen in theonymischen Formularen:
Nehalennia: |
| Zitiervorschlag | CF-GeI-454, hdl.handle.net/11471/504.50.454 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
