Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Nehalennia
CF-GeI-439
1 DEAE
2 NEHALAENNIAE
3 L · FESTIVS
4 PRIMVS V S · L · M
1 Deae
2 Nehalaenniae
3 L(ucius) Festius
4 Primus v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito)
| Civitas | Civitas Frisiavonum |
| Apparatus criticus | Z. 2:
Nehalenniae – Byvanck; Nehal{a}enniae – Scheungraber
Z. 3: Festiuus – Ferlut |
| Übersetzung Deutsch |
Für die Göttin Nehalaennia!
|
| Übersetzung Englisch |
To the goddess Nehalaennia!
|
| Autopsie |
non vidimus |
| Editionen und Lesungen | CIL XIII 8785 Espérandieu IX 6646 Byvanck 1935, Nr.247 Hondius-Crone 1955, Nr.18 Stuart 2013, Nr.16 Scheungraber 2020, 393 Nr.9 Ferlut 2022, Nr.1058 |
| Elektronische Ressourcen |
EDCS-11100875
(zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) www.trismegistos.org/text/415781 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos) |
| Fundstelle | Domburg 51.563265 3.498398 (!) |
| Verwahrung | Middelburg, Zeeuws Museum, collection KZGW |
| Inventarnummer | G3207 |
| Inschriftträger | Aedicula-Altar |
| Material | Kalkstein |
| Archäologische Klassifikation |
Apfel
Architektur Aufsatzschmuck Baum Brandspuren Fragment Frucht gebrochener Giebel Götterbild Laubbaum Pilaster Reliefdekor Reliefschmuck Thron Umzeichnung |
| Beschreibung Objekt | Der Aedicula-Altar ist nur mehr in Bruchstücken vorhanden, die im Jahr 1955 zusammengesetzt werden konnten und v.a. das Bildnis der Göttin einigermaßen wiedergeben können. Das Objekt ist seit dem 1848 geschehenen Kirchenbrand zerstört. |
| Zustand Objekt | vollständig |
| Maße | Höhe: 96,5 cm Breite: 53,5 cm Tiefe: 21,0 cm |
| Ikonografie |
Nehalennia ist auf einem Thron sitzend dargestellt. Es ist weiters unklar, was sie auf ihrem Schoß gehalten hat. Anhand der erhaltenen Fragmente kann man aufgrund der verwaschenen Stelle an ihren Schultern für eine Pelerine argumentieren, die etwa bis zur Mitte ihrer Oberarme reichte. Des Weiteren lässt ihre Kopfgestaltung vermuten, dass ihre Haare vielleicht knapp kinnlang getragen wurden. Um die Schultern trägt sie eine Pelerine. |
| Inschrift | Von der abschriftlich vollständig überlieferten Inschrift sind heute nur mehr kleine Fragmente erhalten. Auf dem Photo der heute noch erhaltenen Überreste scheint das AE in „Nehalaenniae“ deutlich erkennbar zu sein. |
| Zustand Inschriftfeld | vollständig |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 3,8 cm |
| Kommentar Götternamen |
Nehalaennia: Variante von Nehalennia: keltisch erklärbar: ‚Die [Göttin] im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 145f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.) Vorkommen in theonymischen Formularen:
Nehalennia: |
| Kommentar allgemein |
Lucius Festius Primus: tria nomina |
| Zitiervorschlag | CF-GeI-439, hdl.handle.net/11471/504.50.439 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
