Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen


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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Matronae Channinae

CF-GeI-421

MATRONI[.]

[.]HANNINIS

Matroni[s]

[C]hanninis

CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: Matronis – AE, Ferlut
Z. 2: Channinis – AE, Ferlut; es folgt eine weitere Zeile unbestimmten Inhalts – Scheungraber, Ferlut
Übersetzung Deutsch

Für die Matronae Channinae!

Übersetzung Englisch

To the Matronae Channinae!

Autopsie

non vidimus


Lesung gründet auf: Nesselhauf-Lieb

Editionen und LesungenGerhards/Haberey 1941, 351
AE 1945, 5
Nessellhauf/Lieb 1959, Nr.191
Scheungraber 2020, 229
Ferlut 2022, Nr. 589
Elektronische Ressourcen HD019743 (Version vom 11. September 1995) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-10900421 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/209128 (zuletzt aufgerufen am 30. Juni 2021) (Trismegistos)
Fundort modern Merzenich
Fundstelle

im Schiff der alten Kirche unter dem Fußboden

Fundumständevermauert
Fundjahr1935
Verwahrungverschollen
InschriftträgerWeihestein
MaterialSandstein
Archäologische Klassifikation Abschrift
Fragment
Beschreibung Objekt

Der Weihestein war aufgrund seiner Zweitverwendung rundherum abgearbeitet worden. Seine genaue Form ist daher nicht mehr zu erschließen. Eine Beschreibung ist nicht möglich.

Zustand Objekt größeres Fragment
Ikonografie

keine Beschreibung möglich

Inschrift

Erhalten sind die ersten beiden Zeilen des Textes, darunter ist die Inschrift „durch kräftige Meißelhiebe mit Absicht zerstört“ (Nesselhauf/Lieb 1959, Nr.191).

Zustand Inschriftfeldgrößeres Fragment
Kommentar Götternamen

Channinae: keltisch mit lautlicher Germanisierung: ‚[Muttergöttinnen] der Lauchzwiebeln’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 234f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Matronae Channinae:
- Germania Inferior: Es ist nur der hier vorgelegte Beleg bekannt.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Mercurius Channinios:
- Germania Inferior: Das theonymische Formular könnte in der Inschrift CF-GeI-422 belegt sein. Doch könnte das „Channini[---] in Z.2 auch ein Rest des Dedikantennamens sein (so Lehner 1918, Nr.178) oder an eine Ergänzung auf „Channinefatium“ oder dgl. gedacht werden (so Freudenberg in: BJ 53/54, 1873, 173–175).
- außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-421, hdl.handle.net/11471/504.50.421
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0
Bild 1: Abschrift, Gerhards, Haberey, in: BJb 146 (1941), 351, Rechte vorbehalten


Bild 1: Abschrift, Gerhards, Haberey, in: BJb 146 (1941), 351, Rechte vorbehalten