Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen


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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Nehalennia

CF-GeI-412

DEAE

[.]EHALENI

VINDONI

Deae

[N]ehaleni(ae)

Vindoni

CivitasCivitas Frisiavonum
Apparatus criticusZ. 2: [N]ehalen(n)i(ae) – Scheungraber
Z. 3: vermutet wird ein sich auf die nächste Zeile erstreckender Name Vindonius – Stuart/Bogaers, AE, EDH, Scheungraber, Ferlut; dem Namen folgt weiterer Text in der folgenden Zeile – Scheungraber, Ferlut
Übersetzung Deutsch

Für die Göttin Nehalenia!
Vindoni…

Übersetzung Englisch

To the goddess Nehalenia!
Vindoni…

Autopsie

non vidimus


Lesung gründet auf: Stuart/Bogaers

Editionen und LesungenStuart/Bogaers 2001, B57
AE 2001, 1496
Scheungraber 2020, 409 Nr.128
Ferlut 2022, Nr.1003
Elektronische Ressourcen HD047377 (Version vom 12. Juni 2017) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-23400632 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/209595 (zuletzt aufgerufen am 30. Juni 2021) (Trismegistos)
Fundort antikGanuenta
Fundstelle

Oosterschelde bei Colijnsplaat 51.599839 3.849262

VerwahrungMiddelburg, Koninklijk Zeeuwsch Genootschap der Wetenschappen
InventarnummerGA 1994-5
InschriftträgerWeihealtar
MaterialSandstein
Archäologische Klassifikation Aufsatzschmuck
Baum
Fragment
Reliefschmuck
Beschreibung Objekt

Der Weihealtar ist nur noch als Fragment im oberen Teil erhalten. Vom Aufsatz, der durch ein leicht profiliertes wulstiges Gesims vom Altarkörper getrennt ist, hat sich nur der rechte Pulvinus erhalten, der allerdings ohne Dekor ist.

Zustand Objekt größeres Fragment
MaßeHöhe: 18,0 cm
Breite: 17,0 cm
Tiefe: 12,0 cm
Ikonografie

Auf den Schmalseiten sind Baumwipfel erkennbar.

Inschrift

Erhalten ist der obere Teil des Textes. Unten bricht das Inschriftenfeld ab.

Zustand Inschriftfeldgrößeres Fragment
Technikgemeißelt
Kommentar Götternamen

Nehalenia: Variante von Nehalennia: keltisch erklärbar: ‚Die [Göttin] im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 145f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Nehalennia:
- Germania Inferior: Belege sind überaus häufig. Zwei Inschriften stammen aus Köln alle anderen aus Domburg und Colijnsplaat. Die Göttin wird dabei, bis auf wenige Ausnahmen, stets als dea Nehalennia angesprochen.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Kommentar allgemein

Vindoni…: vermutlich zu ergänzen auf Vindonius: einheimisches Pseudogentilnomen, abgeleitet vom keltischen Cognomen Vindo; der Name tritt nur im keltischen Bereich auf (Kakoschke 2006, GN 1443).

ZitiervorschlagCF-GeI-412, hdl.handle.net/11471/504.50.412
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0
Bild 1: Front, Stuart/Bogaers 2001, Taf.95, B57, Rechte vorbehalten


Bild 1: Front, Stuart/Bogaers 2001, Taf.95, B57, Rechte vorbehalten