Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Nehalennia
CF-GeI-371
1 DE[---]
2 N̂EHAL[---]ÂE
3 SEPTIM[---]VS
4 CASÂL[---]I
5 NEGOT̂I[---]OR
6 V · S · Ḷ · Ṃ
1 De[ae]
2 Nehal[---]ae
3 Septim[---]us
4 Casal[---]i
5 negoti[at]or
6 v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito)
| Civitas | Civitas Frisiavonum |
| Apparatus criticus | Z. 2:
Nehal[enni]ae – AE, EDH, Scheungraber, Ferlut; da der Platz für 4 Buchstaben zu füllen ist, ist die Ergänzung Nehal[eni]ae nicht möglich – Stuart/Bogaers; ohne Ligaturen – EDH
Z. 3: Septim[ian?]us – AE, EDH; möglich auch Septim[ien]us – AE; Septim[ini?]us – Stuart/Bogaers; Septim[ini]us – Scheungraber, Ferlut Z. 4: Casal[---]i (filius) – AE; ohne Ligatur – EDH Z. 5: ohne Ligatur – EDH |
| Übersetzung Deutsch |
Für die Göttin Nehal…a!
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| Übersetzung Englisch |
To the goddess Nehal…a!
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| Autopsie |
linker Teil: vidimus (23.5.2019)
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| Editionen und Lesungen | Stuart/Bogaers 2001, B14 AE 2001, 1475 Scheungraber 2020, 404 Nr.90 Ferlut 2022, Nr.1001 |
| Elektronische Ressourcen |
HD047358
(Version vom 12. Juni 2017) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-23400602 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) www.trismegistos.org/text/209576 (zuletzt aufgerufen am 30. Juni 2021) (Trismegistos) |
| Fundort antik | Ganuenta |
| Fundstelle | Oosterschelde bei Colijnsplaat 51.599839 3.849262 (!) |
| Verwahrung | Leiden, Rijksmuseum van Oudheden (RMO) (= rechte Hälfte des Altars unten, 2 Fragmente); Middelburg, Koninklijk Zeeuwsch Genootschap der Wetenschappen (GA) (= rechte Hälfte des Altars oben, 1 Fragment); Goes, Historisch Museum De Bevelanden (= die linke Hälfte des Altars) |
| Inventarnummer | RMO i 1974/9.144 und 190; GA 1994-13; Hist. Mus. Bevelanden: 07491 |
| Inschriftträger | Weihealtar |
| Archäologische Klassifikation |
Aufsatzschmuck
Baum Birne Blattdekor Fragment Frucht Laubbaum Lineardekor Lorbeer Reliefdekor Reliefschmuck Rosette Vorhang |
| Beschreibung Objekt | Der Weihealtar ist in zwei nicht aneinanderpassenden Teilen (die teilweise aus mehreren zueinanderpassenden Fragmenten bestehen) zum Großteil erhalten geblieben. In der rechten Hälfte fehlt in der Vertikale ein Teil. Ebenso ist an der linken unteren Kante der Sockel und ein Stück des Altarkörpers ausgebrochen. Der Aufsatz besteht aus einem kleinen Giebel und seitlichen Pulvini. In der Mitte liegt oben noch eine Birne. Spuren einer weiteren Frucht sind erkennbar. |
| Zustand Objekt | mehrere Fragmente |
| Maße | Höhe: 53,0 cm Breite: - | Tiefe: 14,0 cm Tiefe: 14,0 cm Die ursprüngliche Breite kann auf ca. 32 cm geschätzt werden. |
| Ikonografie | Giebel und Pulvini sind mit Reliefdekor (Rosetten und Linearverzierung) versehen. |
| Inschrift | Vom Inschriftentext sind zwei nicht anpassende Teile erhalten, doch kann er bis auf die Namen der Dedikanten rekonstruiert werden. Das Inschriftenfeld wird vom Text nicht vollständig ausgefüllt; unten bleibt ein kleiner Freiraum. |
| Zustand Inschriftfeld | mehrere Fragmente |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 3,0 cm |
| Kommentar Götternamen |
Nehal…a: Rest von Nehalennia oder einer Variante: keltisch erklärbar: ‚Die [Göttin] im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 145f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.) Vorkommen in theonymischen Formularen:
Nehalennia: |
| Kommentar allgemein |
Septim[---]us Casal[---]i: Name des Dedikanten mit der Angabe des Namens des Vaters im Genetiv; die beiden Namen können nicht mit Sicherheit restituiert werden. |
| Zitiervorschlag | CF-GeI-371, hdl.handle.net/11471/504.50.371 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
