Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Nehalennia
CF-GeI-352
1 DEAE · NEHA
2 LAENNIAE · C
3 SABIN̂IANVS · SA
4 TVRN̂INVS · L
1 Deae Neha-
2 laenniae C(aius)
3 Sabinianus Sa-
4 turninus l(ibens)
| Civitas | Civitas Frisiavonum |
| Apparatus criticus | Z. 2:
lenniae – AE, Scheungraber, Ferlut
Z. 3: ohne Ligatur – AE Z. 4: ohne Ligatur – AE |
| Übersetzung Deutsch |
Für die Göttin Nehalaennia! Gaius Sabinianus Saturninus gerne. |
| Übersetzung Englisch |
To the goddess Nehalaennia! Gaius Sabinianus Saturninus willingly. |
| Autopsie |
non vidimus
|
| Editionen und Lesungen | AE 1973, 371 Stuart/Bogaers 1971, Nr.12 Stuart/Bogaers 2001, A56 Scheungraber 2020, 402 Nr.71 Ferlut 2022, Nr.1086 |
| Elektronische Ressourcen |
HD011216
(Version vom 12. Juni 2017) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-09401497 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) www.trismegistos.org/text/208917 (zuletzt aufgerufen am 30. Juni 2021) (Trismegistos) |
| Fundort antik | Ganuenta |
| Fundstelle | Oosterschelde bei Colijnsplaat 51.599839 3.849262 (!) |
| Fundjahr | 1970 |
| Verwahrung | Leiden, Rijksmuseum van Oudheden; Leihgabe an Middelburg, Zeeuws Museum (Stand Stuart/Bogaers 2001, A 56) |
| Inventarnummer | i 1970/12.12 |
| Inschriftträger | Aedicula-Altar |
| Material | Kalkstein |
| Archäologische Klassifikation |
Apfel
Architektur Aufsatzschmuck Blumenstrauß Delphin Fisch Frucht Füllhorn mit Blattkelch gebrochener Giebel Götterbild Hund Kapitell Kornähre Muschelschloss Obstschale Pflanzenornament Pilaster Pinienzapfen Rahmen Reliefdekor Reliefschmuck Schiffsschnabel Tier Vorhang |
| Beschreibung Objekt | Der Aedciula-Altar wurde aus zwei Teilen zusammengesetzt; der Bruch verläuft von links oben nach rechts unten im mittleren Drittel des Steins. Die Oberfläche ist gut erhalten. Der Stein ist an den Kanten leicht bestoßen, die Bekrönung leicht verwittert. |
| Zustand Objekt | vollständig |
| Maße | Höhe: 66,0 cm Breite: 41,5 cm Tiefe: 18,0 cm |
| Ikonografie |
Nehalennia ist stehend dargestellt. Ihr rechter Fuß steht auf einem Schiffsschnabel. Auf dem erhobenen rechten Knie hat sie einen Korb mit Obst, vermutlich Äpfeln abgestellt, den sie mit der rechten Hand stützt. In der linken Hand, die seitlich auf dem Korb liegt, hält sie einen nicht näher identifizierbaren Gegenstand, eventuell ein Büschel Pflanzen oder einen Blumenstrauß. Ihr Kopf ist nach links gewandt; sie trägt eine kleine runde Haube. Über dem langen Mantel, dessen Enden über das aufgestützte Bein herunterfallen, trägt sie eine Pelerine, die ihr bis zur Mitte der Oberarme reicht. Unter dem Mantel ist das bodenlange Kleid zu erkennen. |
| Inschrift | Der Inschriftentext ist vollständig erhalten. |
| Zustand Inschriftfeld | vollständig |
| Technik | gemeißelt |
| Kommentar Götternamen |
Nehalaennia: keltisch erklärbar: ‚Die [Göttin] im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 145f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.) Vorkommen in theonymischen Formularen:
Nehalennia: |
| Kommentar allgemein |
Gaius Sabinianus Saturninus: tria nomina |
| Zitiervorschlag | CF-GeI-352, hdl.handle.net/11471/504.50.352 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
