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                  Celticarum Antiquarum. Die keltischen Götternamen in den Inschriften der römischen
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                  <p>Der Aedicula-Altar ist aus drei Teilen zusammengesetzt erhalten geblieben. Die Bruchlinien ziehen sich jeweils von links oben schräg nach rechts unten und dritteln den Stein in unregelmäßige Abschnitte. Die Oberfläche ist schwer beschädigt, besonders der obere Teil der Nische und die Inschriftentafel. Die Nische ist mit kannelierten Pilastern und Halbsäulen architektonisch gerahmt. Die Nischendecke ist mit einer gezackten Muschel verziert, deren Enden in großen Knöpfen enden. Der gebrochene Giebel wird von reliefverzierten Pulvini links und rechts bekrönt, auf der satteldachförmigen Oberseite liegen hinten zwei Äpfel, in der Mitte zwei Trauben.</p>
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                  <p>Das Inschriftenfeld ist zur Gänze erhalten, der Text jedoch stark korrodiert, sodass er zu großen Teilen nicht mehr zu lesen ist. Z.1 befindet sich außerhalb des Inschriftenfeldes im Relief.</p>
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                <p>
                  <rs type="divine">Nehalennia</rs> ist sitzend auf einem Thron dargestellt. Auf ihrem rechten Knie hält sie mit der rechten Hand eine Obstschale. In der anderen Hand, die auf ihrem anderen Knie ruht, hält sie vermutlich einen Blumenstrauß oder ein Büschel Pflanzen. Sie trägt einen langen Mantel und darunter ein langes Gewand, das bis zu ihren Knöcheln reicht. Auch eine Pelerine, die ihre Oberarme bedeckt, ist zu erkennen. Ihr Kopf ist durch den Bruch nicht mehr vorhanden. Der Hund liegt links zu ihren Füßen, halb hinter dem Thron verschwindend. Er hat den Kopf zu ihr umgewandt und erhoben. Auf der rechten Seite steht ein kleiner Obstkorb, der mit großen Äpfeln gefüllt ist. Links und rechts von  <rs type="divine">Nehalennia</rs> stehen, ebenfalls noch auf dem Podest, zwei der Gestalt nach weibliche Figuren (Stuart/Bogaers 2001, 79 f. sprechen hingegen von männlichen Figuren). Sie haben den jeweils äußeren Fuß auf eine kleine Kugel, einen Globus, gestellt, das andere Bein ist nach hinten gestreckt und verschwindet. Etwas über ihren Hüfte windet sich ein schmales, zusammengebauschtes Tuch. Sie strecken ihre Brust nach vor und haben beide Arme erhoben. Da der obere Teil der Figuren zerstört und verwittert ist, sind keine weiteren Beschreibungen möglich. Von der Art der Ikonographie ist entweder an Mänaden oder Victorien zu denken, wie sie auch auf einem Altar der  <rs type="divine">Matronae Boudunneihae</rs> (CF-GeI-50) vorkommen. Da die Figuren allerdings unbekleidet zu sein scheinen, wäre eine Bezeichnung als Mänaden wohl treffender. Da alle Figuren auf einem Podest stehen, auf dem zusätzlich noch die erste Zeile der Inschrift steht, wäre an ein Götterbild zu denken. <lb></lb>
Auf der linken Schmalseite, die in zwei Register geteilt ist, die mit einem dünnen Rahmen versehen sind, ist im unteren ein Schiff mit zwei Personen zu erkennen. In der Mitte ist die Ladung zu erkennen – es handelt sich um Fässer. Darüber steht eine nackte männliche Figur in leichtem Kontrapost mit rechtem Stand- und verschwommenem linkem Spielbein mit über die Schulter und rechten Arm geworfenem Mantel; mit der rechten Hand stützt sich die Figur auf einen nach oben zeigenden Dreizack. Der Kopf ist nach links gewandt. In der linken Hand ist ein unförmiger Gegenstand zu erkennen, Stuart/Bogaers (2001, 79 f.) sprechen von einem Delphin. Es handelt sich offenkundig um eine Darstellung des Gottes  <rs type="divine">Neptun</rs>. <lb></lb>
Auf der rechten Schmalseite, die ebenfalls in zwei Register unterteilt ist, ist im unteren Register ein dreibeiniger Tisch zu erkennen. Rechts davon steht eine nach links vornüber gebeugte männliche Figur in tunikaartigem Gewand. Sie scheint den Tisch für ein Opfer an die Gottheit herzurichten. Auf dem Tisch liegt als vermutliche Opfergabe ein Schweinskopf. Dahinter stehen eine Flasche und eine Kiste. Im Register darüber steht ein nach links gewandter Mann in einem etwas längeren, verwaschenen Gewand. Es dürfte sich dabei um einen bis über das Knie reichenden weiten Mantel handeln. Mit der linken Hand macht er eine reichende Geste, während die rechte angewinkelt vor dem Körper gehalten wird. Der Kopf ist verwittert. Möglicherweise handelt es sich hierbei um den Stifter (Stuart/Bogaers 2001, 79 f.), der eventuell Weinhändler bzw. Handelsschiffsbesitzer gewesen sein könnte.</p>
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            <provenance type="found" when="1971">
              <placeName>
                <ref target="info:fedora/context:fercan.geog.modern.oosterschelde_bei_colijnsplaat" type="context">Oosterschelde bei Colijnsplaat</ref>
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                <geo decls="#WGS">51.599839 3.849262</geo>
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              <note>aus dem Meer geborgen</note>
            </provenance>
            <provenance subtype="autopsied" type="observed">non vidimus<lb></lb>Lesung gründet auf: Stuart/Bogaers 2001</provenance>
          </history>
        </msDesc>
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          <place></place>
          <place type="antique_term">
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              <ref target="info:fedora/context:fercan.geog.term.civitas_rauracorum" type="context">civitas Rauracorum</ref>
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            <persName type="cognomen">
              <ref target="info:fedora/context:fercan.person.cognomen.marcellus" type="context">Marcellus</ref>
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          </person>
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            <persName subtype="celtic_normalized" type="divine">
              <ref target="info:fedora/context:fercan.dcn.nehalennia" type="context">Nehalennia</ref>
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            <persName subtype="celtic_diplomatic" type="divine">
              <ref target="info:fedora/context:fercan.dcd.nehalennia.deae_n_e_hale_n_niae" type="context">deae N[e]hale[n]niae</ref>
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          </person>
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            <persName subtype="celtic_element" type="divine">
              <ref target="info:fedora/context:fercan.dce.nehalennia" type="context">Nehalennia</ref>
            </persName>
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          <org></org>
          <org type="admin_unit">
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              <ref target="info:fedora/context:fercan.org.admin.civitas_rauracorum" type="context">civitas Rauracorum</ref>
            </orgName>
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      <geoDecl datum="WGS84" xml:id="WGS">World Geodetic System</geoDecl>
      <editorialDecl>
        <p>Digitale Repräsentation konform mit EpiDoc: http://epidoc.sourceforge.net</p>
        <p>Majuskel und Minuskel ausgeführt nach Leidener Klammersystem, Majuskel bildet
                  Inschrift originalgetreu ab, Minuskel enthält editorische Hinzufügungen</p>
      </editorialDecl>
      <projectDesc>
        <p>Die keltischen Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania
                  Inferior. Eine Fallstudie zu Religion im Kontext von Kulturkontakt und
                  Kulturtransfer (FWF – Projekt P 29274-G25 )</p>
        <p>Das Forschungsprojekt beabsichtigt, sämtliche keltischen Götternamen, die sich in
                  lateinischen Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior erhaltenen haben,
                  zusammenzustellen und auszuwerten. Die gewählte Quellengrundlage erscheint
                  besonders geeignet Erscheinungsformen zu untersuchen, welche auf religiöser Ebene
                  durch das Zusammentreffen von verschiedenen kulturellen Einflüssen entstanden
                  sind. Diese sind hier einerseits definiert durch die Verwendung der keltischen
                  Sprache, andererseits durch die lateinische Sprache und durch Formen aus dem
                  Inneren des Imperium Romanum, die man mit dem Etikett „römisch“ versehen kann. Das
                  Interesse gilt dabei nicht nur religiösen, sondern auch damit verbundenen
                  gesellschaftlichen Aspekten und den entsprechenden Mentalitäten. Doch soll damit
                  auch zu einem verbesserten Gesamtbild der Provinzialreligion in Niedergermanien
                  beigetragen werden.<lb></lb> Die Abschlusspublikation wird ergänzt um einen
                  ausführlichen sprachwissenschaftlichen Kommentar (von Patrizia de Bernardo
                  Stempel) in der Reihe ‚Corpus - F.E.R.C.AN. (Fontes epigraphici religionum
                  Celticarum antiquarum)‘ erscheinen. </p>
      </projectDesc>
    </encodingDesc>
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      <langUsage>
        <language ident="la">Latein</language>
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              <ref target="info:fedora/context:fercan.dedication.libens_merito" type="context">libens merito</ref>
            </item>
            <item></item>
          </list>
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    <revisionDesc>
      <change corresp="info:fedora/o:fercan.339/TEI_SOURCE.2020-02-26" n="1" when="2019">Initial Version</change>
      <change n="2" when="2020">Version 2</change>
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      <desc>Front, Stuart/Bogaers 2001, Taf.32, A41, Rechte vorbehalten</desc>
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      <desc>links, Stuart/Bogaers 2001, Taf.32, A41, Rechte vorbehalten</desc>
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      <desc>rechts, Stuart/Bogaers 2001, Taf.32, A41, Rechte vorbehalten</desc>
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      <ab>
        <ref target="info:fedora/context:fercan" type="context">FERCAN</ref>
      </ab>
      <div subtype="editions" type="bibliography">
        <listBibl>
          <bibl xml:id="LIT.1">Stuart/Bogaers 1980, 52</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.2">AE 1980, 658</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.3">Schwarz/Berger 2000, 25</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.4">Stuart/Bogaers 2001, A41</bibl>
        </listBibl>
      </div>
      <div subtype="concordances" type="bibliography">
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          <bibl type="EDCS">EDCS-08900493</bibl>
          <bibl type="trismegistos">www.trismegistos.org/text/208784</bibl>
          <bibl change="2017-06-12" type="EDH">HD005224</bibl>
        </listBibl>
      </div>
      <div subtype="diplomatic" type="edition" xml:id="majuscule" xml:lang="la" xml:space="preserve"><ab><orig><lb n="1" xml:id="MAJ.1"></lb>DEAE  <lb n="2" xml:id="MAJ.2"></lb>
<unclear>N</unclear><gap quantity="1" reason="lost" unit="character"></gap><unclear>HALE</unclear><gap quantity="1" reason="lost" unit="character"></gap>NIAE  <lb n="3" xml:id="MAJ.3"></lb>
<unclear>I</unclear><gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap> <unclear>MARCELL</unclear>VS  <lb n="4" xml:id="MAJ.4"></lb>
I<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap><unclear>A</unclear>T  <lb n="5" xml:id="MAJ.5"></lb>
RAV<unclear>RA</unclear>CORV<unclear>M</unclear> · L · M</orig></ab></div>
      <div subtype="normalised" type="edition" xml:id="minuscule" xml:lang="la" xml:space="preserve"><ab><lb n="1" xml:id="MIN.1"></lb>Deae<lb n="2" xml:id="MIN.2"></lb>N<supplied reason="lost">e</supplied>hale<supplied reason="lost">n</supplied>niae<lb n="3" xml:id="MIN.3"></lb>I<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap> Marcellus<lb n="4" xml:id="MIN.4"></lb>I<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap><supplied reason="lost">civit</supplied><expan><abbr>at</abbr><ex>is</ex></expan>(?)<lb n="5" xml:id="MIN.5"></lb>Rauracorum <expan><abbr>l</abbr><ex>ibens</ex></expan> <expan><abbr>m</abbr><ex>erito</ex></expan></ab></div>
      <div type="translation" xml:lang="de">
        <p>Für die Göttheit  <rs type="divine">Nehalennia!</rs>
          <lb></lb>
… Marcellus … von der civitas Rauracorum gerne und verdientermaßen.</p>
      </div>
      <div type="translation" xml:lang="en">
        <p>To the goddess  <rs type="divine">Nehalennia!</rs>
          <lb></lb>
… Marcellus … of the civitas Rauracorum willingly and deservedly.  </p>
      </div>
      <div type="apparatus">
        <app loc="#MIN.3 #MAJ.3">
          <note>überflüssiger Zeilenumbruch nach I – EDH</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.4 #MAJ.4">
          <note>I[IIIIIvir? Aug(ustalis)? civit]at(is)(?) – EDH; I[IIIIIvir aug(ustalis) civit]at(is) – Stuart/Bogaers 1980, Schwarz/Berger, Stuart/Bogaers 2001</note>
        </app>
      </div>
      <div subtype="general" type="commentary">
        <p>Marcellus: lateinisches Cognomen, Weiterbildung des Praenomens bzw. Cognomens Marcus; überall gängiger Name (Kakoschke 2008, CN 1899) </p>
        <p>

civitas Rauracorum: Gebietskörperschaft in der Provinz Germania Superior mit dem Hauptort Colonia Augusta Raurica (Augst); unter Caesar als Veteranenkolonie gegründet</p>
      </div>
      <div subtype="deity" type="commentary">
        <p>
          <rs type="divine">Nehalennia:</rs> keltisch; ‚diejenige im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 141; de Bernardo Stempel 2004)   </p>
        <p>

Vorkommen in theonymischen Formularen: </p>
        <p>
          <rs type="divine">Nehalennia</rs>: <lb></lb>
- Germania Inferior: Belege sind überaus häufig. Zwei Inschriften stammen aus Köln alle anderen aus Domburg und Colijnsplaat. Die Göttin wird dabei, bis auf wenige Ausnahmen, stets als  <rs type="divine">dea Nehalennia</rs> angesprochen. <lb></lb> 
- außerhalb der Germania Inferior: -</p>
      </div>
      <linkGrp domains="#majuscule #minuscule" type="alignment">
        <link target="#MAJ.1 #MIN.1"></link>
        <link target="#MAJ.2 #MIN.2"></link>
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</TEI>
